alfonzo hat zu diesem Thema auch noch was zu sagen, kann aber momentan nicht ins Forum. Deshalb schreibe ich hier mal seine Ansichten zum Thema Fankultur in BT rein.
HIER DER TEXT VON ALFONZO:
Zurück zum Thema und meiner Einschätzung der Fan-Szene:
Ich halte eigentlich auch wenig von solchen Klassifizierungen. Es gibt
eigentlich nur eine Klasse und die heißt: OLDSCHDOD.
Aber dennoch ein kleiner Versuch für alle Auswärtigen:
Fan Club "Die Treuen": ca. 35 Mitglieder / Gegengerade
Die Älteren setzen sich vorwiegend aus Kuttenträgern zusammen.
Betreiben den Fan-Shop im Stadion.
In ihrem Block gibt es auch einige bemühte Nachwuchs-Ultras.
Vereinzelt und selten kommen erlebnisorientierte Herren dazu.
Fan Club "Altstadt-Kult": ca. 40 Mitglieder / Gegengerade
Haben ihre eigene Art, neigen zum englischen Support, sind aber nicht weiter zu
klassifizieren. Zivil, dezent oder mit Trikot gekleidet. Humorvoll und
trinkfest. Von Glatze bis Matte ist alles dabei. Besitzen eigene Räumlichkeiten
inkl. eigenem Fußball-Museum. Haben eine eigene Web-Page.
Fan Club "Fans vom Turm" / Gegengerade
Der kleinste offizielle Fan Club. Sind meist mit 5 Mitgliedern vertreten.
Hippies und Normalos. Haben eine eigene Web-Page.
Fan Club "Creussen on Tour" / Gegengerade
Mit diesem legendären Groundhopper-Banner wird oft die Oldschdod unterstützt,
aber die Creussner supporten auch noch den FC Bayern München und die
Nationalmannschaft.
Dann gibt es natürlich noch die unorgansierten Fans:
Zum einen einige Herren (ca. 15) in der Ostkurve die besonders bei Eckbällen
nette Begrüßungsworte dem Linienrichter und dem Gegner entgegen bringen: "Die
Glenk-Kurve"
Am Beginn der Gegengerade steht seit Jahren eine Abitur-Vereinigung (ca. 15)
welche ehrenamtlich, ihr Erlerntes den gegnerischen Spielern verbal
vermittelt.
Gegenüber am anderen Ende der Ost-Kurve steht dann noch ein treues
gelb-schwarzes Grüppchen. Gibt's für die Jungs eigentlich einen Namen?
Überbleibsel der Fan Clubs aus den 70/80ern (Wespe, Gelb-Schwarz, etc.)
stehen oder sitzen versprengt, in zivilgekleidet oder mit Schal/Trikot, im
HaWaWi.
Zu diesen Gruppierungen kommen dann natürlich noch viele andere Individualisten
die mit Schal oder Trikot die Oldschdod unterstützen. Viele davon auf der
Gegengerade und in der Ostkurve. Einige davon mit eigenen Web-Pages.
Auswärts fahren (wenn es um nichts geht):
z.B.
nach Hof ca. 200-300
nach Fürth, Nürnberg, Ansbach, Feucht etc. ca. 50
nach Passau, München etc. ca. 20
Bei Spielen im Münchner Raum kommen meist noch ca. 5 Oldschdäder dazu, die
mittlerweile dort ansässig sind.
Bei Spielen um den etwaigen Regionalliga-Aufstieg 1995 fuhren 1000 mit nach WÜ
Beim vorletzten Aufstieg in die Bayernliga in WÜ waren 500 dabei.
@101%, NEIN!... wir haben keine Sektionen, Mobs, Firms, Haufen, Fronten, Boys,
Headhunters, Infernos, Streetfighters oder sonstige Sturmtruppen.
MEIN URTEIL:
Bei ca. 100 "Brüll-Willigen" auf der Gegengerade wundert man sich eigentlich,
dass nicht immer so eine gute Stimmung wie z.B. beim "Becher-Spiel" vor der
Winterpause ist. Mit einer Überdachung wäre dies sicherlich anders und die 100
würden sich wohl auch rasch vermehren.
MEINE FRAGEN?
Wo sind alle anderen Gruppierungen aus den 70ern und 80ern hin?
Wo sind die Griechen aus der Westkurve und wo sind die Rollstuhlfahrer mit
ihren Hupen geblieben?
Ist denn ein Aufstieg ohne Rollstuhlfahrer hinter dem Tor überhaupt möglich und
in unserer Tradition erlaubt?
"Und Gott schuf Tony Iommi nach seinem Ebenbilde und führte ihn zusammen mit Terry Butler, Bill Ward und John Michael Osbourne" (Deaf Forever)