aus donau.de
Spielerdecke zu dünn
Jahn: Unglücklicher Einstand für Brasilianer Trombin
Von Heinz Reichenwallner, MZ
MÜNCHEN. Früher, als Mario Basler noch selbst über den Platz jagte, waren die Dinge doch etwas einfacher für ihn. Das Runde musste in das Eckige, und wenn Basler das wieder einmal geschafft hatte, konnte er davon ausgehen, seine Arbeit recht ordentlich erledigt zu haben.
Ganz so einfach ist das Berufsleben längst nicht mehr für Mario Basler, den 30-fachen Nationalspieler und Europameister, mittlerweile 37 Jahre alt und seit einem Jahr beschäftigt als Teammanager des Fußball-Regionalligisten SSV Jahn Regensburg. In dem Job will, anders als früher beim Torschuss, vieles bedacht sein, um all die Teilchen zu einem Ganzen zusammenzufügen.
Das ist nicht einfach. Musste Basler bei seinem Amtsantritt aus dem Stand beinahe einen komplett neuen Kader zusammenstellen, so hat er in diesem Spieljahr mit der Widrigkeit zu leben, dass die Jahn-Spielerdecke viel zu kurz gestrickt ist. Die Erkenntnis kam wohl allen, die die 0:1 (0:0)-Startniederlage der Regensburger bei der Zweiten des FC Bayern München gesehen hatten. Der SSV spielte zwar mit den angeschlagenen Jan Hoffmann und Michael Petry (eine Halbzeit), aber ohne die verletzten Fabrizio Hayer, Herbert Obele, den Gelb-Rot-gesperrten Kristjan Glibo und auch ohne George Mbwando, der vor der Partie plötzlich über Kniebeschwerden klagte.
Die Regensburger spielten aber auch ohne Mittelfeld und Sturm, der in der allseits schwach geführten Partie permanent in der Luft hing, weil die Bälle meist ohne Sinn weit und hoch nach vorne gedroschen wurden. Überhaupt spielten beide Teams nach dem Motto: Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden. Aber „auch wenn man schwach spielt, muss man das 0:0 heimschaukeln“, kritisierte „Zwangszuschauer“ Fabrizio Hayer. „Dem 0:1 ging eine Unachtsamkeit nach Standardsituation voraus. Das darf einfach nicht passieren“, polterte Christian Alder. „Deshalb haben wir auch verdient verloren“, merkte Grover Gibson an, der neben Torwart Erol Sabanov, Stefan Jarosch, Christian Alder und David Montero noch eine ansprechende Leistung zeigte. In der Innenverteidigung widersprach der völlig filigranfreie Neuzugang Christovao Trombin der Vererbungslehre und stellte bei seinem ersten Auftritt eindrucksvoll unter Beweis, dass nicht alle Brasilianer unbedingt Fußball spielen können. „Im Kopfball war er noch ganz gut“, schonte ihn zwar Basler, doch sah natürlich auch er die Defizite. „Wir wissen, dass er nicht der große Fußballer ist. Doch benötigten wir noch einen Manndecker, den wir uns finanziell leisten konnten. Und das war Trombin. Natürlich bin ich froh, wenn Kristjan Glibo wieder dabei ist“ Viel wollte er nicht dazu sagen, ob der Jahn noch eine Verstärkung holen wird. Nur soviel: „Lassen wir uns überraschen und warten die Generalversammlung an diesem Montag ab.“
Baslers Berufsleben ist eben nicht mehr so einfach. Nicht zuletzt dadurch, weil ihm der DFB die für ein Jahr erteilte Sondergenehmigung, als Trainer ohne Lizenz arbeiten zu dürfen, nicht verlängert hat. Keine Sondergenehmigung, nix Spieler-Trainer. In München war der Jahn-Co-Trainer und Fußballlehrer Darius Pasieka als Chefcoach auf dem Spielberichtsbogen eingetragen und Basler als dessen Assistent.
danke heinz reichenwallner für einen der geilsten kalauer seit langem! selten so geschmunzelt...
Jahn Regensburg
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schorschla
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- Registriert: 27 Jul 2002, 15:59
Jahn Regensburg
keine handbreit den rassisten.