SV Darmstadt 98
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schorschla
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Locke
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Trübe Aussichten
Schwacher SV Darmstadt 98 schafft auch beim sieglosen Tabellenletzten nicht den Befreiungsschlag / Eilers oder Heimen neuer Sportlicher Leiter
VON SEBASTIAN GEHRMANN
Vielleicht wird es am kommenden Mittwoch einen Protestmarsch geben. Vom Ratskeller am Marktplatz in der Darmstädter Innenstadt zum Stadion am Böllenfalltor. Das sind knapp zwei Kilometer. Die Strecke ließe sich zu Fuß bequem in gut einer halben Stunde bewältigen. Doch die Aktion stößt nach anfänglicher Begeisterung nur auf wenig Gegenliebe unter den Frustrierten. Stattdessen liebäugeln die treuen Anhänger des SV Darmstadt 98 damit, sich in den Gästeblock zu stellen. Am Mittwoch ist die Zweite Mannschaft des VfB Stuttgart beim Tabellenvorletzten der Fußball-Regionalliga Süd zu Gast, und traditionell werden die Schwaben nur von einer Handvoll Hartgesottener begleitet. Es gäbe also genügend Platz, um den eigenen Unmut in fremder Umgebung zum Ausdruck zu bringen. Aber vielleicht harren die Lilienfans ja besser auf dem Parkplatz vor der Geschäftsstelle aus. Egal was, irgendetwas müssen sie ja tun, sagen die einen, schließlich droht der Traditionsverein auf lange Sicht in den Niederungen des Amateurfußballs zu verschwinden.
Am vergangenen Samstag hat die Darmstädter Mannschaft den langersehnten Befreiungsschlag wieder verpasst. Sie hat nur Unentschieden gespielt, 0:0 bei Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II. Vermutlich wäre das torlose Ergebnis angesichts der brenzligen Lage auf jedem anderen der 16 Regionalligaplätze ein Punktgewinn gewesen, nur in der Pfalz war er das nicht. "Unter dem Strich ist dieses Unentschieden für beide zu wenig", sagte dann auch Lilientrainer Gerhard Kleppinger. Für die Gastgeber, die im Prinzip noch vor der Winterpause mit den Planungen für die Oberliga beginnen können; aber auch für Darmstadt 98, das auch unter dem neuen Trainer weiterhin auf der Stelle tritt. In den vergangenen sechs Jahren waren im Schnitt 42 Punkte notwendig, um Platz 14 zu erreichen und damit ungeachtet der Anzahl der Absteiger aus der zweiten Bundesliga sicher die Klasse erhalten zu können. In 13 Spielen haben die Darmstädter bislang magere zehn Pünktchen gesammelt. Von den verbleibenden Partien müssten sie schon jedes zweite gewinnen, um am Ende mit einem blauen Auge davonzukommen. Die Aussichten sind so trüb wie das Wetter.
Kein Wunder also, dass der Sturm der Entrüstung, den der Sturz in den Tabellenkeller vor Wochen auslöste, längst einer fast beängstigenden Resignation gewichen ist. Das Umfeld ist wie vor den Kopf gestoßen, und die Gruppe derer, die sich auf den Rängen jüngst noch die Seele aus dem Leib schrie und die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert bedachte, wird immer kleiner. Sollen ein paar Unverbesserliche, die einfach nicht wahr haben wollen, was die Masse längst akzeptiert hat, doch wild protestieren, so der Grundtenor in den bekannten Fanforen. Ändern wird sich dadurch ohnehin nichts. Und der Auftritt der Darmstädter Kicker in Kaiserslautern nährte auch nicht unbedingt die Hoffung, dass die Talsohle durchschritten und die Wende zum Guten eingeleitet ist.
"Mannschaft ist ängstlich"
Kleppinger befand hinterher, "dass die Nervosität da und dass die Mannschaft ängstlich ist." Sie habe sich phasenweise kaum über die Mittellinie getraut, "wir sind nicht nachgegangen und waren bei den zweiten Bällen zu spät." Zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff klaffte eine riesige Lücke. Und die wenigen Chancen, die sich ergaben, wurden zum Teil kläglich vergeben.
Der Trainer wollte dennoch das Positive aus der verpassten Chance ziehen. Immerhin hätte sich die Mannschaft jene Möglichkeiten, wie die des Portugiesen Sebastiao oder die von Marcus Mann, selbst erarbeitet. Und immerhin hatte "das erste Mal seit langem die Null gestanden". Doch gegen wen sollen die Darmstädter denn gewinnen, wenn nicht gegen den bislang sieglosen Letzten? Die Frage wird sich auch der neue Sportliche Leiter stellen, der heute am Böllenfalltor vorgestellt werden soll. Von den vielen Namen, die nach dem Rücktritt von Thomas Schmidt gehandelt wurden, sind noch zwei übrig geblieben. Tom Eilers, 36, Rechtsanwalt und Sohn von DFB-Justiziar Goetz Eilers. Und Dieter Heimen, 40, wie Eilers ehemaliger Torhüter der Lilien und heute Trainer des badischen Verbandsligisten FC Rot.
Quelle: fr-online.de
Schwacher SV Darmstadt 98 schafft auch beim sieglosen Tabellenletzten nicht den Befreiungsschlag / Eilers oder Heimen neuer Sportlicher Leiter
VON SEBASTIAN GEHRMANN
Vielleicht wird es am kommenden Mittwoch einen Protestmarsch geben. Vom Ratskeller am Marktplatz in der Darmstädter Innenstadt zum Stadion am Böllenfalltor. Das sind knapp zwei Kilometer. Die Strecke ließe sich zu Fuß bequem in gut einer halben Stunde bewältigen. Doch die Aktion stößt nach anfänglicher Begeisterung nur auf wenig Gegenliebe unter den Frustrierten. Stattdessen liebäugeln die treuen Anhänger des SV Darmstadt 98 damit, sich in den Gästeblock zu stellen. Am Mittwoch ist die Zweite Mannschaft des VfB Stuttgart beim Tabellenvorletzten der Fußball-Regionalliga Süd zu Gast, und traditionell werden die Schwaben nur von einer Handvoll Hartgesottener begleitet. Es gäbe also genügend Platz, um den eigenen Unmut in fremder Umgebung zum Ausdruck zu bringen. Aber vielleicht harren die Lilienfans ja besser auf dem Parkplatz vor der Geschäftsstelle aus. Egal was, irgendetwas müssen sie ja tun, sagen die einen, schließlich droht der Traditionsverein auf lange Sicht in den Niederungen des Amateurfußballs zu verschwinden.
Am vergangenen Samstag hat die Darmstädter Mannschaft den langersehnten Befreiungsschlag wieder verpasst. Sie hat nur Unentschieden gespielt, 0:0 bei Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II. Vermutlich wäre das torlose Ergebnis angesichts der brenzligen Lage auf jedem anderen der 16 Regionalligaplätze ein Punktgewinn gewesen, nur in der Pfalz war er das nicht. "Unter dem Strich ist dieses Unentschieden für beide zu wenig", sagte dann auch Lilientrainer Gerhard Kleppinger. Für die Gastgeber, die im Prinzip noch vor der Winterpause mit den Planungen für die Oberliga beginnen können; aber auch für Darmstadt 98, das auch unter dem neuen Trainer weiterhin auf der Stelle tritt. In den vergangenen sechs Jahren waren im Schnitt 42 Punkte notwendig, um Platz 14 zu erreichen und damit ungeachtet der Anzahl der Absteiger aus der zweiten Bundesliga sicher die Klasse erhalten zu können. In 13 Spielen haben die Darmstädter bislang magere zehn Pünktchen gesammelt. Von den verbleibenden Partien müssten sie schon jedes zweite gewinnen, um am Ende mit einem blauen Auge davonzukommen. Die Aussichten sind so trüb wie das Wetter.
Kein Wunder also, dass der Sturm der Entrüstung, den der Sturz in den Tabellenkeller vor Wochen auslöste, längst einer fast beängstigenden Resignation gewichen ist. Das Umfeld ist wie vor den Kopf gestoßen, und die Gruppe derer, die sich auf den Rängen jüngst noch die Seele aus dem Leib schrie und die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert bedachte, wird immer kleiner. Sollen ein paar Unverbesserliche, die einfach nicht wahr haben wollen, was die Masse längst akzeptiert hat, doch wild protestieren, so der Grundtenor in den bekannten Fanforen. Ändern wird sich dadurch ohnehin nichts. Und der Auftritt der Darmstädter Kicker in Kaiserslautern nährte auch nicht unbedingt die Hoffung, dass die Talsohle durchschritten und die Wende zum Guten eingeleitet ist.
"Mannschaft ist ängstlich"
Kleppinger befand hinterher, "dass die Nervosität da und dass die Mannschaft ängstlich ist." Sie habe sich phasenweise kaum über die Mittellinie getraut, "wir sind nicht nachgegangen und waren bei den zweiten Bällen zu spät." Zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff klaffte eine riesige Lücke. Und die wenigen Chancen, die sich ergaben, wurden zum Teil kläglich vergeben.
Der Trainer wollte dennoch das Positive aus der verpassten Chance ziehen. Immerhin hätte sich die Mannschaft jene Möglichkeiten, wie die des Portugiesen Sebastiao oder die von Marcus Mann, selbst erarbeitet. Und immerhin hatte "das erste Mal seit langem die Null gestanden". Doch gegen wen sollen die Darmstädter denn gewinnen, wenn nicht gegen den bislang sieglosen Letzten? Die Frage wird sich auch der neue Sportliche Leiter stellen, der heute am Böllenfalltor vorgestellt werden soll. Von den vielen Namen, die nach dem Rücktritt von Thomas Schmidt gehandelt wurden, sind noch zwei übrig geblieben. Tom Eilers, 36, Rechtsanwalt und Sohn von DFB-Justiziar Goetz Eilers. Und Dieter Heimen, 40, wie Eilers ehemaliger Torhüter der Lilien und heute Trainer des badischen Verbandsligisten FC Rot.
Quelle: fr-online.de
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.
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Locke
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"Ändern wird sich dadurch ohnehin nichts."Frankfurter Rundschau hat geschrieben: Egal was, irgendetwas müssen sie ja tun, sagen die einen, schließlich droht der Traditionsverein auf lange Sicht in den Niederungen des Amateurfußballs zu verschwinden.
Kein Wunder also, dass der Sturm der Entrüstung, den der Sturz in den Tabellenkeller vor Wochen auslöste, längst einer fast beängstigenden Resignation gewichen ist. Das Umfeld ist wie vor den Kopf gestoßen, und die Gruppe derer, die sich auf den Rängen jüngst noch die Seele aus dem Leib schrie und die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert bedachte, wird immer kleiner. Sollen ein paar Unverbesserliche, die einfach nicht wahr haben wollen, was die Masse längst akzeptiert hat, doch wild protestieren, so der Grundtenor in den bekannten Fanforen. Ändern wird sich dadurch ohnehin nichts.
Diese resignative Stimmung kommt mir irgendwie bekannt vor...
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.
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Wopo
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Fußball-Regionalligist Darmstadt 98 hat am Montag Tom Eilers als Sport-Manager verpflichtet. Eilers soll sich beim Tabellenvorletzten um Spielerverpflichtungen sowie alle Management- und Repräsentationsaufgaben kümmern. Die seit dem Rücktritt von Thomas Schmidt vakante Position des Sportlichen Leiters wird es künftig nicht mehr geben. Assistent des vor einem Monat verpflichteten Trainers Gerhard Kleppinger wird der ehemalige Lilien-Spieler Zivo Juskic. Sein Aufgabenbereich umfasst vor allem die Spielbeobachtung und das Scouting.
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schorschla
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wird der ehemalige Lilien-Spieler Zivo JuskicCode: Alles auswählen
hab ich was verpasst?
keine handbreit den rassisten.
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Wopo
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schorschla
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Thommy
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Ground Hopper
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Andersherum wird ein Schuh draus: Gino wurde von Zivo kaltgestellt...Thommy hat geschrieben:.. wurde er nicht von Gino kaltgestellt ??
R. Beckmann beim Spiel GER-ARG, vor dem 1-1: "Wann endlich trifft Klose mal in einem K.O.-Spiel?"
Nach dem 1-1: "Endlich hat Klose (schon mit 28 Jahren!) den Fluch besiegt, nicht gegen große Mannschaften zu treffen!"
Nach dem 1-1: "Endlich hat Klose (schon mit 28 Jahren!) den Fluch besiegt, nicht gegen große Mannschaften zu treffen!"
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schorschla
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DI STEFANO
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Wopo
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SV Darmstadt 98 - VfB Stuttgart II 2:1 (1:0)
SV Darmstadt: Schmitt - Remmers, Pfuderer, Mavraj, Wiesner - Leitl (81. Hasa), Hanke, Mendez (72. Geiger), Mann, Sebastiao - Beierle (24. Beigang)
VfB Stuttgart II: Hammel - Beck, Pischorn, Dangelmayr, Schwabe (75. Schaschko) - Schuon, Meisner - Perchtold (57. Schuster) - Weis, Szalai, Morys (39. Klauß)
Zuschauer: 2300
Tore: 1:0 Mendez (45.), 2:0 Mendez (65.), 2:1 Meißner (85.)
Forza Alberto!
SV Darmstadt: Schmitt - Remmers, Pfuderer, Mavraj, Wiesner - Leitl (81. Hasa), Hanke, Mendez (72. Geiger), Mann, Sebastiao - Beierle (24. Beigang)
VfB Stuttgart II: Hammel - Beck, Pischorn, Dangelmayr, Schwabe (75. Schaschko) - Schuon, Meisner - Perchtold (57. Schuster) - Weis, Szalai, Morys (39. Klauß)
Zuschauer: 2300
Tore: 1:0 Mendez (45.), 2:0 Mendez (65.), 2:1 Meißner (85.)
Forza Alberto!
Zuletzt geändert von Wopo am 09 Nov 2006, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.
1. FC K'lautern II - SV Darmstadt 98