Regionalliga Süd

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Locke
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Beitrag von Locke »

Libero hat geschrieben: Der vom Club suspendierte Stürmer sagte in einem "Bild"-Interview, Benda habe "ständig gefurzt". Der Aufforderung, damit aufzuhören, sei Benda nicht nachgekommen. "Da schlug ich ihm mit der Faust ins Gesicht", so Okpalas. Benda habe ihn "auch mehrmals verflucht und seine Stutzen in meinen Kaffeebecher gesteckt"
8O 8O 8O

Kann das sein, dass bei zu stark trainierten Oberschenkeln die Durchblutung des Gehirns zeitweise nicht mehr ganz sichergestellt ist?
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.
Sid
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Beitrag von Sid »

Ich frag mich gerade, ob es sich wirklich um Spieler der 1. Mannschaft handelt, oder ob es vielleicht F-Jugend war?
Ich mag Pflanzen. Die halten die Fresse.
schorschla
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Beitrag von schorschla »

aus fussballstammtisch.de kopiert.

Vorgeschichte:

Am heutigen Samstag sollte das Spiel unseres SSV bei den Amateuren des VfB Stuttgart stattfinden.
Wir wählten als Transportmittel den Zug und riefen mittels Flyern und Plakaten die SSV-fans dazu auf, gemeinsam anzureisen.
Wie ja den meissten bekannt sein sollte, haben die aktiven Fans beider Vereine ein sehr gutes Verhältniss zueinander (u.a. war z.B. eine gemeinsame Party nach dem Spiel geplant)
Die Reutlinger Fans fielen in der Vergangenheit bei keinem Spiel negativ auf, was uns sogar die Szenekundigen Beamten bescheinigten.
Alles deutete also auf einen schönen Fussballnachmittag hin.


Erlebnisbericht aus Cannstatt:

Um 12.30 stiegen ca. 150 jugendliche Reutlinger Fans in den Zug Richtung Stuttgart - Bad Cannstatt.

Das Aufgebot der Polizei überraschte schon zur Abfahrt.
Standen doch, ohne dass die Reutlinger Anhänger auch nur irgendeinen kleinen Anlass gegeben hätten 20 Polizeibeamte am Bhf RT. So weit aber noch nichts besonderes für einen erfahrenen Fussballfan.

Die Hinfahrt verlief völlig friedlich und ruhig. Einfach ereignisslos.

Bad Cannstatt am Bahnhof wurden die 150 Zugfahrer von einer Hundertschaft Polizeibeamten, mit Kamerateams und Pferden erwartet und eingekesselt.

Die Ansage war nun, dass von jedem einzelnen die Personalien aufgenommen werden sollen und alle durchsucht werden.

Dies wurde von den Beamten begründet, dass der Verdacht besteht, wir hätten massiv Pyrotechnisches Material bei uns.

Auf den Einwand unsererseits, dass wir doch auch am Stadion noch kontrolliert werden würden, reagierten die Beamten unwirsch und bestanden auf ihre übertriebenen Massnahmen an Ort und Stelle.

Wir (ca100 Leute) beschlossen nun schweren Herzens, auf den Besuch des Spiels zu verzichten und wieder die Heimreise nach RT anzutreten.
Wir benachrichtigten die Mannschaft und den Trainer, welche ebenfalls ihren Unwillen über die Polizeiaktion beteuerten.

Da der nächste Zug erst in einer halben Stunde fahren sollte, sahen sich die Beamten gewzungen und in einen Kessel zu nehmen und immer wieder einzelne Leute aus der Menge zu ziehen und zu kontrollieren.
Auch hier sei nochmal betont, dass in keinster Weise Aggression von uns ausgegangen ist, wir jedoch lautstark unseren Unmut kundtaten.

Am Bhf Cannstatt verlief der restliche Aufenthalt ruhig und wir beschlossen das zeitgleich stattfindene A-Jugend-Derby gegen Ulm an der Kreuzeiche zu besuchen.

Im Zug wurde uns dann ein eigenes Abteil "zugewiesen" und an allen Zwischenhaltestellen standen mehrere Polizeibeamte.
Auch auf der Fahrt (auch unter Polizeibegleitung,20Mann) gaben wir weiterhin keinen Anlass für diese übertriebenen polizeilichen Massnahmen.

In RT erwarteten uns wiederrum ca 50 Beamte, welche unseren Taxikonvoi zum Platz der A-Jugend durch die Stadt begleiteten.

Obwohl das Verhältniss zu den ulmern ja bekanntlich gespannt ist, verhielten wir uns am Spielfeld (Nebenplatz Kreuzeiche) trotzdem weiterhin friedlich.

Die Beamten umringten uns auch auf den Sportplatz und mussten sogar mehrmals vom Linienrichter ermahnt werden, nicht zu nah an die Außenlinie zu treten.

Leider verlor unsere Jugend das Spiel 0:5 und mit den vorangegangenen Geschehnissen, wäre ein gewisses Aggresionspotential durchaus verständlich gewesen, aber auch hier blieben wir diszipliniert und gaben den Beamten weiterhin keinerlei Anlass zum Eingreifen.

Während dem Spiel sammelten wir unter den Zugfahrern Geld ein, was wir später der Jugend in die Mannschaftskasse spendeten.

Auch nach dem Schlusspfiff wurden die ca100 jugendlichen Reutlinger Fans in die Stadt geleitet.


Fazit:

Was als schöner Tag geplant war, endete in jeder Menge Frust für über 100 jugendliche, unbescholtene Reutlinger und hat leider wieder dazu beigetragen, dass eine weitere Generation Fussballfans den Glauben in den Rechtsstaat verliert.

-Wir hätten keine Probleme damit gehabt, am Eingang die (laut Zeugenberichten äußerst peniblen) Kontrollen über uns ergehen zu lassen.
-Es wurde bei keinem Fan irgendein verbotener Gegenstand gefunden.
-Die Polizei Stuttgart warnte ihre Reutlinger Kollegen, dass sich 100 gewaltbereite!!! Fussballfans auf dem Heimweg befinden.
-Über den gesamten Tag hinweg, kam es zu keinerlei Straftaten oder anderst gearteten Vorfällen, welche auch nur irgendwie diesen skandalösen Einsatz gerechtfertigt hätten, der immerhin 100 treuen Fans der Möglichkeit beraubte ihr Team standesgemäß zu unterstützen.


Wir möchten uns in Namen der Szene E bei allen anderen SSV-Fans bedanken, die sich solidarisch mit uns auf den Heimweg machten und damit ein klares Zeichen gegen Polizeiwillkür setzten.


Es tut uns leid, die Mannschaft bei diesem wichtigen Spiel allein zu lassen, aber wir empfinden es wichtiger für die Rechte der Fans zu kämpfen, als weiterhin brav die Klatschmarionette zu spielen, als wäre nichts gewesen.


!!!Freiheit für die Kurven!!!

!!!Gegen Willkür!!!

Eure
Szene E Reutlingen 2005

http://www.szene-e.de/markus/2006-2007/vfba/vfba.htm
keine handbreit den rassisten.
sam
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Beitrag von sam »

Also, wenn das so stimmt, wie das hier beschrieben ist, dann ist das


KRASS


ULTRAKRASS!!!!!!! 8O
Seele: "Ich bin viel zu übergewichtig, und des merk ich aa an mir selber."
Altstadt Tempo
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Beitrag von Altstadt Tempo »

Scheint durchaus was dran zu sein und sich auch etwas zu regen. Aus spiegel-online:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 78,00.html


HARTE POLIZEIEINSÄTZE
Fans gründen Fonds für Klagen gegen DFB
Von Mike Glindmeier
Polizeikessel, Ausreisesperren, Stadionverbote: Wer als Fußball-Fan zur falschen Zeit am falschen Ort ist, wird schnell kriminalisiert. Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, will sich eine bundesweite Faninitiative mit einem Spenden-Fonds für die Rechte der Anhänger einsetzen.
Endstation Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Fans des SSV Reutlingen hätten am vergangenen Samstag gerne den 1:0-Auswärtssieg ihres Teams bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart miterlebt. Doch bis ins Stadion sind die rund 100 mitgereisten Anhänger gar nicht gekommen. Obwohl die SSV-Fans als friedlich gelten und sogar eine Fanfreundschaft zu den Stuttgartern besteht, wurde die Reisegruppe von einer Hundertschaft Polizei am Stuttgarter Hauptbahnhof in Empfang genommen. Sogar ein Kamerateam und die Pferdestaffel der Stuttgarter Polizei hatten sich anlässlich dieses Spiels der Regionalliga Süd am Bahnhof eingefunden.
Sofort nach Verlassen des Zuges kesselten die Beamten die Gästefans ein und fingen an, die Schlachtenbummler auf pyrotechnisches Material zu durchsuchen. Zudem wurden die Personalien der SSV-Fans aufgenommen. Nach einer kurzen, aber heftigen Debatte entschlossen sich die Reutlinger zum einzigen Ausweg, um weiteren Maßnahmen der Polizei zu entgehen: Sie traten geschlossen den Rückweg an. Den Sieg ihrer Mannschaft erfuhren die Fans aus dem Videotext.
"Diese und ähnliche Szenen spielen sich Wochenende für Wochenende auf den Fußballplätzen in Deutschland ab", sagt Sandra Schwedler. Die 26-Jährige ist seit 13 Jahren Fan des derzeitigen Regionalligisten FC St. Pauli und hat in dieser Zeit über 200 Auswärtsfahrten mitgemacht. Dabei hat sie nicht nur sportliche Enttäuschungen erlebt. "Fußballfans werden zunehmend wie Schwerverbrecher behandelt. In den meisten Städten wird man wie Vieh vom Bahnhof in die Stadien getrieben. Wer sich auffällig benimmt, riskiert Stadionverbote und weitere Sanktionen wie Ausreisesperren", so Schwedler. Die Polizei verweist hingegen zumeist auf ein generell erhöhtes Sicherheitsrisiko bei Fußballspielen - und greift, aus ihrer Sicht, vorbeugend durch.
Zu hart, finden viele Fans. Gemeinsam mit weiteren Aktivisten aus dem gesamten Bundesgebiet hat Schwedler eine Initiative gegründet, die sich für die Rechte der Fußball-Anhänger einsetzen will. "Mit Hilfe des Fanrechtefonds soll die nötige finanzielle Basis geschaffen werden, um die nicht mehr hinnehmbare Behandlung unschuldiger und friedlicher Fußballfans juristisch überprüfen zu lassen", heißt es in der Presseerklärung, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt. Dem Projekt stehen fünf Fans aus verschiedenen Vereinen vor, die den Kassenrat bilden. Laut Satzung entscheidet der Rat über die Verwendung der Spenden. Zwei Anwälte verwalten das Geld und überwachen die satzungsgemäße Nutzung.
"Es kann nicht sein, dass eine routinemäßige Personalienaufnahme an einem Spieltag schon zu einem Eintrag in die Polizeidatei 'Gewalttäter Sport' führt", begründet Schwedler ihr Engagement. Wer in dieser Datei ist, muss mit Ausreisesperren und Meldeauflagen rechnen. Die schlimmste Strafe für die Fans: Wenn die Polizei die Personalien aufnimmt, droht im Zusammenspiel mit Vereinen und Verbänden der Rausschmiss aus den Arenen der Republik: "Zur Erteilung eines Stadionverbots reicht die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Dass die meisten Verfahren im Fußballumfeld später eingestellt werden, findet bei der Vergabepraxis keinerlei Berücksichtigung. Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist, gilt hierbei leider nicht", so Schwedler. DFB-Präsident Theo Zwanziger hält dagegen. "Wir treffen ja keine Entscheidungen außerhalb des rechtsstaatlichen Bereichs", so Zwanziger auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.
Trotzdem nehmen die Fans das Heft jetzt selbst in die Hand. Dem DFB und den Behörden droht eine Klagewelle. Dabei hätte der Fußballverband sich und den Sicherheitsbehörden die möglichen Verfahren, in denen "Präzedenzfälle zu Gunsten der Fans" (Schwedler) geschaffen werden sollen, ersparen können. Bereits am 8. September 2005 kündigten der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und Zwanziger in einer gemeinsamen Presseerklärung eine unabhängige Ombudsstelle an, deren Mitarbeiter sich um die Beschwerden der Fans kümmern sollten. "Diese Entscheidung ist ein sichtbares Signal der Intensivierung des Dialogs zwischen Fans, Sicherheitsverantwortlichen und dem DFB", hieß es damals in der Mitteilung. Die Fans warten bis heute vergeblich auf diese Einrichtung. "Ich muss gestehen, dass wir mit dieser Ankündigung zu leichtfertig umgegangen sind", so Zwanziger zu SPIEGEL ONLINE. "Wir haben die Ombudsstelle damals eher als Anlaufpunkt denn als Rechtsmittelinstanz verstanden", stellt Zwanziger klar.
Nach Gesprächen mit der DFL, in denen die "Sinnhaftigkeit in Frage gestellt wurde" (Zwanziger) habe der DFB wieder Abstand von der Idee genommen, eine unabhängige Beschwerdestelle zu schaffen. "Ich bin mit dem Begriff Ombudstelle damals zu weit gegangen, das Thema bleibt aber auf der Agenda", so Zwanziger. Vor der neuen Faninitiative ist dem DFB-Boss nicht bange: "Ich habe nichts gegen Dachverbände und Zusammenschlüsse der Fans. Im Gegenteil: Ich bin für einen vernünftigen Dialog, daher werde ich Diskussionen nicht ausweichen", kündigt der promovierte Jurist an. Die Mitglieder des Fanrechtefonds wollen ihn beim Wort nehmen.
Wolle Stark aber isse net.
Jean S.
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Beitrag von Jean S. »

Die Zukunft ist leicht, die vergeht.
Die Vergangenheit ist hart, die bleibt.
Wopo
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Beitrag von Wopo »

Der beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers suspendierte Stürmer Christian Okpala steht vor einem Wechsel zum Ligakonkurrenten Sportfreunde Siegen. «Ich bin ab Januar in Siegen. Wir haben uns auf einen Vertrag bis 2009 geeinigt», sagte der 30-Jährige am Freitag der dpa. «Die Vereine müssen sich noch auf die Ablösesumme einigen. Wenn alles klar ist, werden wir den Vertrag unterschreiben.» Siegen wolle nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga unbedingt zurück ins Profiunterhaus, deshalb sei es ein sehr interessanter Verein.

Stuttgarts Manager Joachim Cast bestätigte die Verhandlungen mit den Sportfreunden, die vor ihrem Freitagsspiel gegen Darmstadt 98 auf Tabellenplatz sieben nur zwei Punkte hinter den ebenfalls in die 2. Liga strebenden Schwaben standen. «Wir wollen das Arbeitsverhältnis mit Okpala grundsätzlich beenden», sagte Cast. «Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gespräche um die Ablösesumme kurzfristig abgeschlossen werden. Siegen ist nun am Zug.»

Es gebe zudem noch andere Interessenten für Okpala. Als Nachfolger für den Nigerianer mit Schweizer Pass sei unter anderem Nico Frommer vom Zweitligisten SpVgg Unterhaching ein Kandidat.

Okpala war erst im Sommer vom Zweitliga-Aufsteiger FC Augsburg nach Stuttgart gewechselt, wo der letztjährige Torschützenkönig noch einen Vertrag bis 2008 hat. Vor gut zwei Wochen hatten ihn die «Blauen» jedoch suspendiert, weil der Angreifer nach dem Training gegen einen Mitspieler handgreiflich geworden war.
DI STEFANO
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Beitrag von DI STEFANO »

Aus dem Kicker von Gestern.



19. Spieltag, Mann des Tages
Sebastiao (SV Darmstadt 98)

"Im Leben sieht man sich immer zweimal." Eine Weisheit, mit der sich Saarbrücken am Samstag schmerzhaft auseinandersetzen musste. Vor der Saison als Testspieler von Ex-Coach Henke für untauglich empfunden, landete der Portugiese Sebastiao letztlich in Darmstadt. Dort wusste der kleine Dribbelkünstler (1,74 Meter) wegen mangelhafter Effektivität bislang zwar selten zu überzeugen, beim 4:0 strafte er nun aber alle Kritiker Lügen: Der 23-Jährige spielte Zydko schwindlig, bereite ein Tor vor, erzielte eines selbst. "Als ich gehört habe, dass der Kerl bei uns im Probetraining war und wir ihn gehen ließen, standen mir die Haare zu Berge", gesteht FCS-Trainer Didier Philippe.

Marcus Lehmann
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
Scheich
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Beitrag von Scheich »

Wehen steht vor dem Sprung in den bezahlten Fußball
6718 Einwohner: Reif für Liga zwei?


Der Hoffenheimer Stürmer Francisco Copado staunte nicht schlecht, als er sich im November 2006 auf dem Wehener Halberg wiederfand. "Man denkt, man kommt auf irgendein Dorf", stellte der weitgereiste Ex-Profi (HSV, Mallorca, TBBerlin, Unterhaching, Frankfurt) fest, so wie "bei einem x-beliebigen Freundschaftskick im Sommer." Für Ortsfremde ist der Anfahrtsweg zur Spielstätte des 6718-Seelen-Dorfes nach wie vor eine Fahrt ins Nirgendwo.

In weiten Kurven geht es auf einem schmalen Feldweg den Halberg hoch, an Äckern und Wiesen vorbei, bis man zum Sportplatz kommt, der mit einer kleinen überdachten Stehtribüne und zwei Mini-Sitztribünen maximal 4000 Zuschauern Platz bietet. Die Autos müssen auf Feldern und dem angrenzenden Kunstrasenplatz geparkt werden, sodass regelmäßig das Chaos ausbricht. Zwischen den geschmückten und großzügigen (Fußball-)Bühnen des Landes fühlt sich der Platz allenfalls an wie ein karger Gemeindesaal. Doch auch dort kann gute Kost präsentiert werden.

Der Verein gehört mittlerweile seit fünf Jahren zur Regionalliga-Spitze. Zwei dritte Plätze gab es zuletzt, doch 2007 soll es endlich mit dem ersehnten Aufstieg klappen. Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz, und auch der Trainerwechsel im Oktober von Djuradj Vasic zu Christian Hock konnte an der Wehener Dominanz nichts ändern. Für Präsident Heinz Hankammer (75) würde sich ein Traum erfüllen. Der Firmengründer des Wasserfilterherstellers Brita steht dem Verein seit 1982 vor, als der noch in der A-Klasse angesiedelt war. Seitdem unterstützt er den Klub großzügig. Nachdem der SV 1989 in die Oberliga aufstieg, war für Hankammer klar: Der Verein muss in den Profifußball. "Erst dann habe ich hier meine Pflicht erfüllt", so Hankammer, der im Laufe der Jahre mehrere Millionen Euro in den Fußball investierte.

An Geld hat es deshalb nördlich von Wiesbaden nie gemangelt. Hier wurde stets viel und pünktlich gezahlt. Deshalb war Wehen seit Ende der 80er Jahre Anlaufpunkt für viele Ex-Profis. Doch der Sprung in die Zweite Liga blieb stets aus. Auch in dieser Saison spielen viele Akteure mit Profi-Erfahrung im beschaulichen Taunussteiner Stadtteil (Masic, Glibo, Celikovic, Amstätter, Caruso, Catic, Schwarz, Fuchs, Yilmaz, Cenci, Popovic, Stroh-Engel, Fiorentino, Willmann). Der Unterschied zu früher: Die Spieler sind erfolgshungrig, wollen nach oben.

Für den Aufstieg sieht man sich gewappnet. Der Klub will sich ab Sommer in Wiesbaden etablieren. Dazu gehört auch eine geplante Namensänderung in "SV Wehen-Wiesbaden". Schon ab Sommer wird der SVW dann in der hessischen Landeshauptstadt seine Spiele austragen - unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Das dortige Stadion soll umgebaut werden, gleichzeitig strebt Wehen einen Neubau an - in Wiesbaden oder Mainz-Kastel. Copado und Co. können also aufatmen - zum Halberg müssen sie jedenfalls nicht mehr fahren.

Mounir Zitouni
kicker.de

Da kann sich die zweite Liga nächste Saison ja auf die Monsterderbies Wehen-Wiesbaden gegen OFC und Mainz 05. :roll:
oldschdodd-fan
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Beitrag von oldschdodd-fan »

"Man denkt, man kommt auf irgendein Dorf", stellte der weitgereiste Ex-Profi (HSV, Mallorca, TBBerlin, Unterhaching, Frankfurt) fest

Komisch, hat der sich das denn nicht schon gedacht, als er in Ho§§enheim angeheuert hat? :D Also, ich könnte es ja noch verstehen, wenn sich ein Spieler von den Stukkis oder Darmstadt darüber mokieren würde, aber ein Hoffenheimer... Der Mann hat Sinn für Humor.
Eckes
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Beitrag von Eckes »

Die Dörfer gehören mich zur 2. Liga wie das Salz in der Suppe, man denke früher an Edenkoben, Salmrohr, Bürstadt oder beschauliche Städte wie Neunkirchen, Baunatal, Völklingen, Bad Kreuznach, Erkenschwick, Homburg, Meppen oder natürlich Ortsteile größerer Städte wie Havelse, Wattenscheid, Schloß Neuhaus oder Lüttringhausen. Das ist die 2. Liga!

Die Wehener sollten in Wehen bleiben, ich habe es geliebt, wenn bei den Fernsehübertragungen über dem Feld der Nebel hing und man kaum von einem Tor zum anderen schauen konnte oder wenn im Herbst der Sturzregen den Feldplatz fast überschwemmt hat!
Junge Junge Junge - 3.Liga
Oldschdod Kamel
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Beitrag von Oldschdod Kamel »

Eckes hat geschrieben:Die Dörfer gehören mich zur 2. Liga wie das Salz in der Suppe, man denke früher an Edenkoben, Salmrohr, Bürstadt oder beschauliche Städte wie Neunkirchen, Baunatal, Völklingen, Bad Kreuznach, Erkenschwick, Homburg, Meppen oder natürlich Ortsteile größerer Städte wie Havelse, Wattenscheid, Schloß Neuhaus oder Lüttringhausen. Das ist die 2. Liga!

!
Einspruch :!:

Meppen (34.000)
Neunkirchen (49.000)
Homburg (44.000)
Bad Kreuznach (43.000)


gehören bzw. gehörten sicherlich in dei 2.Liga
Sind also keine Dörfer wie Wehen


Bei Wattenscheid, Havelse is es sicherlich fragbar - wär wie wenn die Saas II. Liga spielen würde...


Meiner Meinung nach sollten fast Einwohnergrenzen in gewissen Ligen definiert werden - was Investitionen in Dörfer wie Weismain, Wehen, usw. verhindern würde. Is sicherlich eine sehr provokante Forderung meinerseits aber sorry, gewisse Käffer - dazu zähle ich auch meinen "Lieblingsverein" Burghausen (18.000 = Pegnitz) gehöhren einfach nicht in die II.Liga
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)
Jean S.
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Beitrag von Jean S. »

Bedingung für eine Lizenz ( Liga I - III ), muss eine eigene Autobahnausfahrt und ein Bahnhof sein. 8)
Die Zukunft ist leicht, die vergeht.
Die Vergangenheit ist hart, die bleibt.
Eckes
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Beitrag von Eckes »

@Kamel: meine Worte waren beschauliche Städte 8)
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Eckes
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Beitrag von Eckes »

Jean S. hat geschrieben:Bedingung für eine Lizenz ( Liga I - III ), muss eine eigene Autobahnausfahrt und ein Bahnhof sein. 8)
Für die Autobahnausfahrt wär ich auch zu haben, allerdings muss die Ausfahrt im Zusammenhang mit Verkehrsdurchsagen in der Woche auch mind. fünfmal genannt werden :wink:
Junge Junge Junge - 3.Liga
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