SV Darmstadt 98
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MysticBlue
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Aus Spiegel-Online von heute:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 56,00.html
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DARMSTADT-MANIE
Diese Lilien verwelken nie
Der ehemalige Bundesligist Darmstadt 98 spielt mittlerweile in der Oberliga. Die Feierlichkeiten zur Silberhochzeit seines Fanseins fielen bei Michael Weilguny daher spärlich aus. Die für einen kurzen Moment gehegten Scheidungspläne wurden aber schnell verworfen.
Für welchen Verein bist du eigentlich? Ich muss gestehen, dass ich diese Frage nicht sonderlich mag. Denn meine Antwort heißt: Darmstadt 98. Nicht, dass ich mich dafür schämen würde. Aber mein klares Bekenntnis zum südhessischen Viertligisten, dessen beste Zeit mittlerweile über 20 Jahre zurück liegt, schafft meist nur eine peinliche Stille oder ein mitleidiges Kopfschütteln im Raum. In diesen Momenten ertappe ich mich hin und wieder dabei, mein Fansein zu hinterfragen.
Es gäbe ja auch so viel einfachere Möglichkeiten. In meinem Wohnort östlich von Frankfurt, wohin mich die Liebe Anfang dieses Jahres verschleppt hat, gibt es auf die Frage aller Fragen nämlich eigentlich nur drei Antworten: Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach oder eben (wie überall zwischen Flensburg und Garmisch) Bayern München. Wie schön ließen sich doch die Erfolge der Eintracht in der Bundesliga, Siege des OFC auf dem nahen Bieberer Berg oder die nächste Meisterschaft des FC Bayern mit Gleichgesinnten feiern. Doch die Auswahl eines Fußballclubs ist eben keine rationale Entscheidung und vor allem nicht rückgängig zu machen.
Darmstadt 98 und ich - wir trafen uns bereits Anfang der Achtziger. Es war am vorletzten Spieltag der Bundesligasaison 1981/1982, und Papa meinte wohl, dass der fünfjährige Sohn bereits reif für den großen Fußball wäre. Vielleicht war mein Vater aber auch einfach weitsichtig und wusste, dass sich die "Lilien" wenige Monate später für alle Ewigkeiten oder zumindest für viele Jahrzehnte aus dem Fußball-Oberhaus verabschieden sollten.
Diesem Stadionbesuch habe ich es zu verdanken, dass ich in meiner Fanstatistik (bislang) genau ein Bundesligaspiel (gegen den VfB Stuttgart) verbuchen durfte (das Spiel endete 3:3, Bodo Mattern rettete uns mit seinem Tor kurz vor dem Abpfiff den einen Punkt). Denn auf die Erstligasaison 1981/1982 folgten für 98 bis zum heutigen Tage elf Zweitligajahre, ein gefühltes halbes Jahrhundert Regionalliga und in dieser Saison zum dritten Mal der Absturz in die Oberliga Hessen.
Zugegebenermaßen eroberten die "Lilien" bei meinem ersten Stadionbesuch nur einen Teil meines Fußball-Herzens. An dieser Stelle lässt es sich wohl nicht vermeiden, öffentlich zu beichten, dass ich neben den 98ern in meinen Kinderjahren noch einem nur unwesentlich erfolgreicheren Verein aus dem Süden der Republik die Daumen drückte (dort spielte unter anderem auch Karl-Heinz Rummenigge). Aber mein Vater verstand es glücklicherweise vorzüglich, die "Lilien"-Dosis nach und nach zu erhöhen. Und schon bald stand ich mit ihm bei fast jedem Heimspiel auf der Gegengeraden. So konnte ich auch die vielen Tore Bruno Labbadias erleben und staunte über die Heldentaten Wilhelm Huxhorns: Unser Torwart schaffte sogar mal mit einem Abschlag ein Tor. Und dann gab es ja auch noch den Chinesen Guangming Gu.
Anfang der neunziger Jahre wurde mein Herz dann endgültig blau-weiß. Dies lag wohl weniger daran, dass Darmstadt drauf und dran gewesen wäre, den Bayern sportlich den Rang abzulaufen. Vielmehr durfte ich nun allein in die Fankurve. Dies war für einen pubertierenden Jugendlichen natürlich ungleich spannender, als die damit abrupt gestoppte "Sportschau"-Fernbeziehung zum FC Bayern. Schon bald ging es mit meinen drei Jahre älteren Freunden Thomas und Alex im Golf II zu den ersten Auswärtsspielen der "Lilien".
Mit dem Abstieg der Darmstädter nach 22 Jahren aus der zweiten Liga 1993 durften wir auf unseren Fahrten unzählige Gemeinden mit großer Fußballtradition wie Vestenbergsgreuth, Ansbach oder Ditzingen - die Liste ließe sich leider beliebig erweitern - kennen lernen. Die einzigen wirklichen sportlichen Höhepunkte in den vergangenen 14 Jahren waren die brisanten Spiele gegen den Nachbarn aus Offenbach und der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Schalke 04 im Dezember 2001.
Nachdem die Saison 2006/2007 mit dem dritten Absturz in die Viertklassigkeit endete, schien die Gelegenheit günstig, den "Lilien" jetzt doch entfliehen zu können. Durch den Wohnortwechsel lebe ich mittlerweile eigentlich in sicherer Entfernung zum Stadion am Böllenfalltor. Der direkte Rückweg in die Regionalliga, wie bei den letzten beiden Abstiegen, ist durch die Spielklassenreform des DFB versperrt. Auch meinen Freunden Thomas und Alex war klar, dass wir uns von den Spielen erst mal fernhalten sollten; zumindest schworen wir uns das im biergeschwängerten Abstiegsfrust.
Es kam natürlich anders. Der erste Spieltag dieser Saison nahte und die achtwöchige Pause hatte die Wunden der Vorsaison wieder einmal geheilt. Vorfreude auf Gegner wie Schwalmstadt, Lohfelden oder Alzenau würden aber wahrscheinlich auch das Herz eines jeden anderen Fußballfans höher schlagen lassen. Zumindest bleibt mir aber jetzt der Spott bei Niederlagen meist erspart, wer interessiert sich schon für einen Viertligisten? Andere Vorteile hat das Fansein an der Basis auch noch. Die Stehplatzkarte kostet sieben Euro, die Bratwurst in der Pause kann man auch ohne Chipkarte kaufen. Und dass unter echten Fußballanhängern verschmähte Eventpublikum wird um Darmstadt wohl noch viele Jahre einen weiten Bogen machen.<<
ZUR PERSON
Michael Weilguny, 30, ist Redakteur beim Sportbusiness- Magazin "Sponsors". Geboren und aufgewachsen nur unweit des Darmstädter Stadions, stand er schon bald mit seinem Vater auf der Gegengeraden und feuerte den damaligen Zweitligisten an. Jetzt arbeitet Weilguny in der Karnevalsstadt Mainz und wohnt östlich von Frankfurt zwischen Eintracht- und OFC- Fans.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 56,00.html
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DARMSTADT-MANIE
Diese Lilien verwelken nie
Der ehemalige Bundesligist Darmstadt 98 spielt mittlerweile in der Oberliga. Die Feierlichkeiten zur Silberhochzeit seines Fanseins fielen bei Michael Weilguny daher spärlich aus. Die für einen kurzen Moment gehegten Scheidungspläne wurden aber schnell verworfen.
Für welchen Verein bist du eigentlich? Ich muss gestehen, dass ich diese Frage nicht sonderlich mag. Denn meine Antwort heißt: Darmstadt 98. Nicht, dass ich mich dafür schämen würde. Aber mein klares Bekenntnis zum südhessischen Viertligisten, dessen beste Zeit mittlerweile über 20 Jahre zurück liegt, schafft meist nur eine peinliche Stille oder ein mitleidiges Kopfschütteln im Raum. In diesen Momenten ertappe ich mich hin und wieder dabei, mein Fansein zu hinterfragen.
Es gäbe ja auch so viel einfachere Möglichkeiten. In meinem Wohnort östlich von Frankfurt, wohin mich die Liebe Anfang dieses Jahres verschleppt hat, gibt es auf die Frage aller Fragen nämlich eigentlich nur drei Antworten: Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach oder eben (wie überall zwischen Flensburg und Garmisch) Bayern München. Wie schön ließen sich doch die Erfolge der Eintracht in der Bundesliga, Siege des OFC auf dem nahen Bieberer Berg oder die nächste Meisterschaft des FC Bayern mit Gleichgesinnten feiern. Doch die Auswahl eines Fußballclubs ist eben keine rationale Entscheidung und vor allem nicht rückgängig zu machen.
Darmstadt 98 und ich - wir trafen uns bereits Anfang der Achtziger. Es war am vorletzten Spieltag der Bundesligasaison 1981/1982, und Papa meinte wohl, dass der fünfjährige Sohn bereits reif für den großen Fußball wäre. Vielleicht war mein Vater aber auch einfach weitsichtig und wusste, dass sich die "Lilien" wenige Monate später für alle Ewigkeiten oder zumindest für viele Jahrzehnte aus dem Fußball-Oberhaus verabschieden sollten.
Diesem Stadionbesuch habe ich es zu verdanken, dass ich in meiner Fanstatistik (bislang) genau ein Bundesligaspiel (gegen den VfB Stuttgart) verbuchen durfte (das Spiel endete 3:3, Bodo Mattern rettete uns mit seinem Tor kurz vor dem Abpfiff den einen Punkt). Denn auf die Erstligasaison 1981/1982 folgten für 98 bis zum heutigen Tage elf Zweitligajahre, ein gefühltes halbes Jahrhundert Regionalliga und in dieser Saison zum dritten Mal der Absturz in die Oberliga Hessen.
Zugegebenermaßen eroberten die "Lilien" bei meinem ersten Stadionbesuch nur einen Teil meines Fußball-Herzens. An dieser Stelle lässt es sich wohl nicht vermeiden, öffentlich zu beichten, dass ich neben den 98ern in meinen Kinderjahren noch einem nur unwesentlich erfolgreicheren Verein aus dem Süden der Republik die Daumen drückte (dort spielte unter anderem auch Karl-Heinz Rummenigge). Aber mein Vater verstand es glücklicherweise vorzüglich, die "Lilien"-Dosis nach und nach zu erhöhen. Und schon bald stand ich mit ihm bei fast jedem Heimspiel auf der Gegengeraden. So konnte ich auch die vielen Tore Bruno Labbadias erleben und staunte über die Heldentaten Wilhelm Huxhorns: Unser Torwart schaffte sogar mal mit einem Abschlag ein Tor. Und dann gab es ja auch noch den Chinesen Guangming Gu.
Anfang der neunziger Jahre wurde mein Herz dann endgültig blau-weiß. Dies lag wohl weniger daran, dass Darmstadt drauf und dran gewesen wäre, den Bayern sportlich den Rang abzulaufen. Vielmehr durfte ich nun allein in die Fankurve. Dies war für einen pubertierenden Jugendlichen natürlich ungleich spannender, als die damit abrupt gestoppte "Sportschau"-Fernbeziehung zum FC Bayern. Schon bald ging es mit meinen drei Jahre älteren Freunden Thomas und Alex im Golf II zu den ersten Auswärtsspielen der "Lilien".
Mit dem Abstieg der Darmstädter nach 22 Jahren aus der zweiten Liga 1993 durften wir auf unseren Fahrten unzählige Gemeinden mit großer Fußballtradition wie Vestenbergsgreuth, Ansbach oder Ditzingen - die Liste ließe sich leider beliebig erweitern - kennen lernen. Die einzigen wirklichen sportlichen Höhepunkte in den vergangenen 14 Jahren waren die brisanten Spiele gegen den Nachbarn aus Offenbach und der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Schalke 04 im Dezember 2001.
Nachdem die Saison 2006/2007 mit dem dritten Absturz in die Viertklassigkeit endete, schien die Gelegenheit günstig, den "Lilien" jetzt doch entfliehen zu können. Durch den Wohnortwechsel lebe ich mittlerweile eigentlich in sicherer Entfernung zum Stadion am Böllenfalltor. Der direkte Rückweg in die Regionalliga, wie bei den letzten beiden Abstiegen, ist durch die Spielklassenreform des DFB versperrt. Auch meinen Freunden Thomas und Alex war klar, dass wir uns von den Spielen erst mal fernhalten sollten; zumindest schworen wir uns das im biergeschwängerten Abstiegsfrust.
Es kam natürlich anders. Der erste Spieltag dieser Saison nahte und die achtwöchige Pause hatte die Wunden der Vorsaison wieder einmal geheilt. Vorfreude auf Gegner wie Schwalmstadt, Lohfelden oder Alzenau würden aber wahrscheinlich auch das Herz eines jeden anderen Fußballfans höher schlagen lassen. Zumindest bleibt mir aber jetzt der Spott bei Niederlagen meist erspart, wer interessiert sich schon für einen Viertligisten? Andere Vorteile hat das Fansein an der Basis auch noch. Die Stehplatzkarte kostet sieben Euro, die Bratwurst in der Pause kann man auch ohne Chipkarte kaufen. Und dass unter echten Fußballanhängern verschmähte Eventpublikum wird um Darmstadt wohl noch viele Jahre einen weiten Bogen machen.<<
ZUR PERSON
Michael Weilguny, 30, ist Redakteur beim Sportbusiness- Magazin "Sponsors". Geboren und aufgewachsen nur unweit des Darmstädter Stadions, stand er schon bald mit seinem Vater auf der Gegengeraden und feuerte den damaligen Zweitligisten an. Jetzt arbeitet Weilguny in der Karnevalsstadt Mainz und wohnt östlich von Frankfurt zwischen Eintracht- und OFC- Fans.
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Oldschdodtfreak
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Noch ein paar Bildernachträge zu dem sehr intressanten Spiel SVC-SGE II
http://www.viktoria-moemlingen.de/DA/ga ... emId=10093
http://www.viktoria-moemlingen.de/DA/ga ... emId=10093
Oldschdod 1921
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katinka
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Eintracht Frankfurt muss 3000 Euro Strafe zahlen
Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat gegen Eintracht Frankfurt eine Geldstrafe von 3000 Euro verhängt. Damit ahndete der Verband die Ausschreitungen während des Gastspiels der U 23 in der Oberliga Hessen beim SV Darmstadt 98 am 22. September. Die Strafe wurde mit "unsportlichem Verhalten der Fans" begründet. Nach der gestrigen Begehung des Böllenfalltor wurden die Lilien dagegen vom Verdacht der Vernachlässigung der Platzaufsicht freigesprochen. Es könne nicht nachgewiesen werden, "dass das offene Stadiontor, durch welches die Eintracht-Fans das Spielfeld stürmten, ein Fehler des Vereins war", so Horst-Günther Konlé, Vorsitzender des HFV-Rechtsausschusses. hec
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_h … t=1227379&
Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat gegen Eintracht Frankfurt eine Geldstrafe von 3000 Euro verhängt. Damit ahndete der Verband die Ausschreitungen während des Gastspiels der U 23 in der Oberliga Hessen beim SV Darmstadt 98 am 22. September. Die Strafe wurde mit "unsportlichem Verhalten der Fans" begründet. Nach der gestrigen Begehung des Böllenfalltor wurden die Lilien dagegen vom Verdacht der Vernachlässigung der Platzaufsicht freigesprochen. Es könne nicht nachgewiesen werden, "dass das offene Stadiontor, durch welches die Eintracht-Fans das Spielfeld stürmten, ein Fehler des Vereins war", so Horst-Günther Konlé, Vorsitzender des HFV-Rechtsausschusses. hec
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_h … t=1227379&
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sam
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katinka hat geschrieben:... Es könne nicht nachgewiesen werden, "dass das offene Stadiontor, durch welches die Eintracht-Fans das Spielfeld stürmten, ein Fehler des Vereins war", so Horst-Günther Konlé, Vorsitzender des HFV-Rechtsausschusses.
Wurde das Tor nicht durch einen Ordner geöffnet?
Seele: "Ich bin viel zu übergewichtig, und des merk ich aa an mir selber."
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katinka
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katinka
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Fängt ja spitze an das Fußball-WE
In Fürth gewesen und 1-3 gegen Gladbach verloren und auf der Heimfahrt das Lilienergebnis mitgeteilt gekriegt:
26.10.2007
Niederlage gegen Waldgirmes
SV 98 unterliegt zu Hause mit 1:2 (1:0)
Der SV Darmstadt 98 muss nach drei Siegen in Folge einen Dämpfer hinnehmen. Trotz früher Führung in der 13. Minute durch Elia Soriano verloren die Lilien gegen defensiv starke Mittelhessen mit 1:2. Die Tore für die Gäste erzielten Georgios Karagiannis per Kopf (57.) und Gino Parson nach einer Ecke (63.)
In Fürth gewesen und 1-3 gegen Gladbach verloren und auf der Heimfahrt das Lilienergebnis mitgeteilt gekriegt:
26.10.2007
Niederlage gegen Waldgirmes
SV 98 unterliegt zu Hause mit 1:2 (1:0)
Der SV Darmstadt 98 muss nach drei Siegen in Folge einen Dämpfer hinnehmen. Trotz früher Führung in der 13. Minute durch Elia Soriano verloren die Lilien gegen defensiv starke Mittelhessen mit 1:2. Die Tore für die Gäste erzielten Georgios Karagiannis per Kopf (57.) und Gino Parson nach einer Ecke (63.)
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Locke
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GZSH
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Die Regionalliga-Aufstiegsaspiranten liegen echt in allen Oberligen wahnsinnig eng beisammen. Die Härte, außerhalb unseres Einzugsgebietes zwar, die Oberliga Nordrhein:
1.Leverkusen II 26 Pkte.
2.FC Kleve 26 Pkte.
3.SW Essen 26 Pkte.
4.FC Köln II 25 Pkte
1.Leverkusen II 26 Pkte.
2.FC Kleve 26 Pkte.
3.SW Essen 26 Pkte.
4.FC Köln II 25 Pkte
Es zählt allein, was du tust; nicht was du anderen zu tun empfiehlst.

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katinka
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Das Ende einer Ära
Lilien stellen Wiesinger frei
Trennung stellt das 1:2 gegen Waldgirmes in den Schatten
DARMSTADT. Für den Fußball in Deutschland mag diese Nachricht eine Randnotiz sein - für den Fußball im Rhein-Main-Gebiet hat sie historischen Wert. Der im September neu gewählte Vorstand des SV Darmstadt 98 verzichtet, wie bereits mehrmals angekündigt, ab sofort auf die Dienste des bisherigen Präsidiumsberaters Uwe Wiesinger. "Nicht nur, wie bisher, de facto, sondern auch de jure", wie es Vereinspräsident Hans Kessler im Gespräch mit dieser Zeitung formulierte. Damit bestätigt der Präsident seine Ankündigung von vor Wochen, die Personaldiskussion um Wiesinger noch innerhalb des Monats Oktober zu beenden. Wiesinger ist laut Kessler mit sofortiger Wirkung freigestellt, sein bis Juni 2010 datierter Beratervertrag ordentlich mit sechsmonatiger Frist zum 30. April 2008 gekündigt worden. Der parallel laufende Kontrakt mit dem Verein für Tätigkeiten als Steuerberater wurde zum 30. November dieses Jahres gekündigt.
Damit endet eine 17 Jahre lange Ära bei den "Lilien", die ohne Wiesinger kaum noch vorstellbar waren. Der Steuerberater aus Sickenhofen bekleidete verschiedene Positionen im Verein, er war Schatzmeister, nannte sich Sportlicher Leiter oder Manager - seit 2002 firmierte er nur noch als bezahlter Berater, mit den vorrangigen Aufgaben Lizenzierung und Spielerverträge.
Angetreten als erfolgreicher Sanierer des damals hochverschuldeten Zweitligaklubs, entwickelte sich Wiesinger zum mächtigsten Mann im Verein - unabhängig, welcher Präsident nominell das Sagen hatte. Und um diese Macht beziehungsweise deren materielle Vorteile kämpfte der Steuerberater bis zuletzt: Kessler bezeichnete die Verhandlungen um Auflösung von Wiesingers verschachteltem Vertrag (den er selbst verfasst hatte) vielsagend als "nicht einfach". Über die Höhe einer Abfindung konnten beide Seiten keinen gemeinsamen Nenner erzielen. Also wurde ein Konstrukt vereinbart, was sinnbildlich ist für die eigentümliche Liaison Wiesinger/Lilien: Am Ende der eigentlichen Vertragslaufzeit im Jahr 2010 wird der nun ehemalige Berater entlohnt per Einmalzahlung aus Prämien für Aufstiege und Zuschauereinnahmen. Kessler kalkuliert mit einem "mittleren fünfstelligen Betrag", der an Wiesinger noch überwiesen werden muss. "Aber das ist für den Verein zu verkraften." Kessler spricht von einer "hohen Komplexität" von Wiesingers Beratervertrag ("Er hatte umfangreiche Handlungsvollmachten"), die die Gespräche inklusive der Umsetzung der Restzahlungen
zu einer "komplizierten Geschichte" gemacht hätten.
Kessler betonte, dass der derzeitige Oberligaverein künftig ohne Berater auskommen
wird. Um die Lizenzen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werde sich innerhalb des Präsidiums gekümmert, zudem sei die Mitarbeit einer Steuerberaterkanzlei vorgesehen,
kündigt Kessler an. Und auch bei den Spielerverträgen wollen die Lilien verfahren, wie
jeder Verein in Deutschland: Es wird keine zwölfseitigen Darmstädter Paragraphendschungel mehr geben, sondern DFB-Musterverträge, für die in der Regel sechs DIN-A-4-Seiten genügen.
Innerhalb des Vereins ist das Ende von Wiesingers Laufbahn Thema der Stunde,selbst die 1:2-Niederlage im Punktspiel vom Freitag gegen Waldgirmes rückte in den
Hintergrund. Denn der Berater war nicht erst in den vergangenen Monaten die umstrittenste Person bei den Lilien. Lautstarke "Wiesinger raus!"-Rufe gehörten zum
traditionellen Fanrepertoire. Bekennende Parteigänger hatte Wiesinger nur noch in Ehrenpräsident Walter Grimm und dem langjährigen Jugendleiter Franz Hierer. Doch der hat schon Anfang voriger Woche seinen Rücktritt verkündet. Der Neuanfang bei den
Lilien ist in vollen Zügen.
FAZ v. 29.10.2007
Lilien stellen Wiesinger frei
Trennung stellt das 1:2 gegen Waldgirmes in den Schatten
DARMSTADT. Für den Fußball in Deutschland mag diese Nachricht eine Randnotiz sein - für den Fußball im Rhein-Main-Gebiet hat sie historischen Wert. Der im September neu gewählte Vorstand des SV Darmstadt 98 verzichtet, wie bereits mehrmals angekündigt, ab sofort auf die Dienste des bisherigen Präsidiumsberaters Uwe Wiesinger. "Nicht nur, wie bisher, de facto, sondern auch de jure", wie es Vereinspräsident Hans Kessler im Gespräch mit dieser Zeitung formulierte. Damit bestätigt der Präsident seine Ankündigung von vor Wochen, die Personaldiskussion um Wiesinger noch innerhalb des Monats Oktober zu beenden. Wiesinger ist laut Kessler mit sofortiger Wirkung freigestellt, sein bis Juni 2010 datierter Beratervertrag ordentlich mit sechsmonatiger Frist zum 30. April 2008 gekündigt worden. Der parallel laufende Kontrakt mit dem Verein für Tätigkeiten als Steuerberater wurde zum 30. November dieses Jahres gekündigt.
Damit endet eine 17 Jahre lange Ära bei den "Lilien", die ohne Wiesinger kaum noch vorstellbar waren. Der Steuerberater aus Sickenhofen bekleidete verschiedene Positionen im Verein, er war Schatzmeister, nannte sich Sportlicher Leiter oder Manager - seit 2002 firmierte er nur noch als bezahlter Berater, mit den vorrangigen Aufgaben Lizenzierung und Spielerverträge.
Angetreten als erfolgreicher Sanierer des damals hochverschuldeten Zweitligaklubs, entwickelte sich Wiesinger zum mächtigsten Mann im Verein - unabhängig, welcher Präsident nominell das Sagen hatte. Und um diese Macht beziehungsweise deren materielle Vorteile kämpfte der Steuerberater bis zuletzt: Kessler bezeichnete die Verhandlungen um Auflösung von Wiesingers verschachteltem Vertrag (den er selbst verfasst hatte) vielsagend als "nicht einfach". Über die Höhe einer Abfindung konnten beide Seiten keinen gemeinsamen Nenner erzielen. Also wurde ein Konstrukt vereinbart, was sinnbildlich ist für die eigentümliche Liaison Wiesinger/Lilien: Am Ende der eigentlichen Vertragslaufzeit im Jahr 2010 wird der nun ehemalige Berater entlohnt per Einmalzahlung aus Prämien für Aufstiege und Zuschauereinnahmen. Kessler kalkuliert mit einem "mittleren fünfstelligen Betrag", der an Wiesinger noch überwiesen werden muss. "Aber das ist für den Verein zu verkraften." Kessler spricht von einer "hohen Komplexität" von Wiesingers Beratervertrag ("Er hatte umfangreiche Handlungsvollmachten"), die die Gespräche inklusive der Umsetzung der Restzahlungen
zu einer "komplizierten Geschichte" gemacht hätten.
Kessler betonte, dass der derzeitige Oberligaverein künftig ohne Berater auskommen
wird. Um die Lizenzen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werde sich innerhalb des Präsidiums gekümmert, zudem sei die Mitarbeit einer Steuerberaterkanzlei vorgesehen,
kündigt Kessler an. Und auch bei den Spielerverträgen wollen die Lilien verfahren, wie
jeder Verein in Deutschland: Es wird keine zwölfseitigen Darmstädter Paragraphendschungel mehr geben, sondern DFB-Musterverträge, für die in der Regel sechs DIN-A-4-Seiten genügen.
Innerhalb des Vereins ist das Ende von Wiesingers Laufbahn Thema der Stunde,selbst die 1:2-Niederlage im Punktspiel vom Freitag gegen Waldgirmes rückte in den
Hintergrund. Denn der Berater war nicht erst in den vergangenen Monaten die umstrittenste Person bei den Lilien. Lautstarke "Wiesinger raus!"-Rufe gehörten zum
traditionellen Fanrepertoire. Bekennende Parteigänger hatte Wiesinger nur noch in Ehrenpräsident Walter Grimm und dem langjährigen Jugendleiter Franz Hierer. Doch der hat schon Anfang voriger Woche seinen Rücktritt verkündet. Der Neuanfang bei den
Lilien ist in vollen Zügen.
FAZ v. 29.10.2007
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MysticBlue
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Und hier der sehr interessante Kommentar aus der gleichen Zeitung:
"Von der Bühne gestoßen
Wiesinger ist ein Meister der Selbstinszenierung, mit Gespür für mediale Auftritte.
Natürlich hat es am Montag eine Erklärung von Uwe Wiesinger gegeben, am Tag, an
dem das Präsidium des SV Darmstadt 98 bekanntgegeben hat, dass auf Wiesingers
Dienste am Böllenfalltor keinen Wert mehr gelegt wird. Der Text fiel aus, wie so viele
Erklärungen von ihm zuvor: umschweifig und verquast. Auch inhaltlich ist diese
Erklärung ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte: Wiesinger und wie er die
Welt sieht. Selbstverständlich versteht ihn die Welt nicht, obwohl er 17 Jahre lang als
Funktionsträger des SV Darmstadt 98 nur das Beste für den Verein wollte. "Im
Rückblick seit 1990 kann ich feststellen, dass ich in dieser sehr intensiven und langen
Zeit als Schatzmeister (bis 1996) und Sportlicher Leiter sowie Manager (bis Saison
2001/02) oder Berater des Präsidiums immer schwierigste Bedingungen be- und
verarbeiten musste."
Er hat nicht unrecht, denn zu Beginn seiner Zeit waren die "Lilien" ein
wirtschaftlicher Sanierungsfall, der Abstieg aus der zweiten Liga war die Folge. Doch die
daraus folgende Konsequenz wäre gewesen, Fachkräfte zu gewinnen, die den Verein
schnellstmöglich dorthin zurückführen, wo er viele Jahre eine gute Rolle gespielt hatte.
Allerdings hält sich in Darmstadt das Gerücht, dass Wiesinger an der zweiten Liga gar
kein Interesse gehabt hatte. In der Regionalliga, oder wie aktuell wieder einmal in der
Oberliga, war er der große Fisch im kleinen Teich. Die vielen Vereinsvorstände
bestanden meist nur aus Verlegenheitslösungen, gegenüber denen Wiesinger
zwangsläufig als der größere Profi dastand. Es wurde ihm geglaubt, dass Profifußball
auch funktionieren könne ohne Spielerprämien, aber mit abenteuerlichen Verträgen.
Die, die ihm in Darmstadt nach dem Wort geredet und geschrieben haben, verehrten
den Steuerberater aus Sickenhofen als "Vertragsfuchs", wahlweise auch als Mann, der
für die "Lilien" im sogenannten "Lizenzdschungel" die Orientierung behalten würde.
Dass 37 andere Regionalligavereine stets ohne einen so tüchtigen Mann die DFBLizenzen
erhalten hatten, kann nur mit außerirdischen Mächten erklärt werden.
Hans Kessler hat als neuer "Lilien"-Präsident beschlossen, auf einen bezahlten
Berater ab sofort zu verzichten. Zumal ein Berater im Wortsinne Wiesinger ohnehin nie
war, vielmehr gab er die graue Eminenz im Hintergrund, die alles Wichtige bestimmt,
aber für nichts Verantwortung trägt, trotzdem viel Geld kostet und den Verein spaltet.
Wiesinger ist ein Meister der Selbstinszenierung, mit Gespür für mediale Auftritte. Das
Böllenfalltorstadion war seine Bühne - und von der hat ihn Kessler jetzt gestoßen.
Freigestellt ist Wiesinger bereits, sein Beratervertrag wurde zum 30. April gekündigt.
Das muss ihn schmerzen. Zumal Wiesinger jetzt mit Kessler ein ausgebuffter
Wirtschaftsmann gegenübersitzt, dem er nicht gewachsen sein wird und der sein
Geschacher um Abfindungsmodalitäten nicht mitgemacht hat.
Aus Wiesingers Abschiedsbrief spricht viel Larmoyanz, das übliche Bekenntnis der
Vereinsliebe und ein stetes Beteuern, wie schwer doch die Arbeit war und wie gut sie
bewältigt wurde. Solche Texte verschickten in den vergangenen Wochen verschiedene
erfolglose Darmstädter Funktionäre, die zurückgetreten sind. In dieser Zeitung wurde
Wiesinger vor fünf Jahren mit folgendem Satz zitiert: "Der Verein muss sich von mir
abnabeln." So ist es nun geschehen.
Steffen Gerth"
"Von der Bühne gestoßen
Wiesinger ist ein Meister der Selbstinszenierung, mit Gespür für mediale Auftritte.
Natürlich hat es am Montag eine Erklärung von Uwe Wiesinger gegeben, am Tag, an
dem das Präsidium des SV Darmstadt 98 bekanntgegeben hat, dass auf Wiesingers
Dienste am Böllenfalltor keinen Wert mehr gelegt wird. Der Text fiel aus, wie so viele
Erklärungen von ihm zuvor: umschweifig und verquast. Auch inhaltlich ist diese
Erklärung ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte: Wiesinger und wie er die
Welt sieht. Selbstverständlich versteht ihn die Welt nicht, obwohl er 17 Jahre lang als
Funktionsträger des SV Darmstadt 98 nur das Beste für den Verein wollte. "Im
Rückblick seit 1990 kann ich feststellen, dass ich in dieser sehr intensiven und langen
Zeit als Schatzmeister (bis 1996) und Sportlicher Leiter sowie Manager (bis Saison
2001/02) oder Berater des Präsidiums immer schwierigste Bedingungen be- und
verarbeiten musste."
Er hat nicht unrecht, denn zu Beginn seiner Zeit waren die "Lilien" ein
wirtschaftlicher Sanierungsfall, der Abstieg aus der zweiten Liga war die Folge. Doch die
daraus folgende Konsequenz wäre gewesen, Fachkräfte zu gewinnen, die den Verein
schnellstmöglich dorthin zurückführen, wo er viele Jahre eine gute Rolle gespielt hatte.
Allerdings hält sich in Darmstadt das Gerücht, dass Wiesinger an der zweiten Liga gar
kein Interesse gehabt hatte. In der Regionalliga, oder wie aktuell wieder einmal in der
Oberliga, war er der große Fisch im kleinen Teich. Die vielen Vereinsvorstände
bestanden meist nur aus Verlegenheitslösungen, gegenüber denen Wiesinger
zwangsläufig als der größere Profi dastand. Es wurde ihm geglaubt, dass Profifußball
auch funktionieren könne ohne Spielerprämien, aber mit abenteuerlichen Verträgen.
Die, die ihm in Darmstadt nach dem Wort geredet und geschrieben haben, verehrten
den Steuerberater aus Sickenhofen als "Vertragsfuchs", wahlweise auch als Mann, der
für die "Lilien" im sogenannten "Lizenzdschungel" die Orientierung behalten würde.
Dass 37 andere Regionalligavereine stets ohne einen so tüchtigen Mann die DFBLizenzen
erhalten hatten, kann nur mit außerirdischen Mächten erklärt werden.
Hans Kessler hat als neuer "Lilien"-Präsident beschlossen, auf einen bezahlten
Berater ab sofort zu verzichten. Zumal ein Berater im Wortsinne Wiesinger ohnehin nie
war, vielmehr gab er die graue Eminenz im Hintergrund, die alles Wichtige bestimmt,
aber für nichts Verantwortung trägt, trotzdem viel Geld kostet und den Verein spaltet.
Wiesinger ist ein Meister der Selbstinszenierung, mit Gespür für mediale Auftritte. Das
Böllenfalltorstadion war seine Bühne - und von der hat ihn Kessler jetzt gestoßen.
Freigestellt ist Wiesinger bereits, sein Beratervertrag wurde zum 30. April gekündigt.
Das muss ihn schmerzen. Zumal Wiesinger jetzt mit Kessler ein ausgebuffter
Wirtschaftsmann gegenübersitzt, dem er nicht gewachsen sein wird und der sein
Geschacher um Abfindungsmodalitäten nicht mitgemacht hat.
Aus Wiesingers Abschiedsbrief spricht viel Larmoyanz, das übliche Bekenntnis der
Vereinsliebe und ein stetes Beteuern, wie schwer doch die Arbeit war und wie gut sie
bewältigt wurde. Solche Texte verschickten in den vergangenen Wochen verschiedene
erfolglose Darmstädter Funktionäre, die zurückgetreten sind. In dieser Zeitung wurde
Wiesinger vor fünf Jahren mit folgendem Satz zitiert: "Der Verein muss sich von mir
abnabeln." So ist es nun geschehen.
Steffen Gerth"
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MysticBlue
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Ich gebe es zu, ich habe es auch nachschlagen müssen:katinka hat geschrieben:Ich lerne ja gern dazu...
was bitte ist : "Aus Wiesingers Abschiedsbrief spricht viel Larmoyanz,"
???????
Larmoyanz (von französisch larme, ‚Träne‘) ist ein bildungssprachliches und (heute) absprechendes Lehnwort für Rührseligkeit und sentimentale Überempfindlichkeit bis zur Wehleidigkeit, Tränenseligkeit und zu ausgeprägtem Selbstmitleid.