SV Darmstadt 98
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katinka
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Einwurf DE v 11.6.2007 – Spätfolgen – JJ Wannemacher
Beim SVD setzt die große suche ein.
Suche 1: GK und TE müssen eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Bislang könnten sie aber lediglich eine Handballmannschaft aufbieten.
Suche 2: Nach den Rücktritten von KW, KH und CHP sind drei der fünf Positionen vakant.
Wandreys Rücktritt ist konsequent. Er übernimmt die Verantwortung für den RL-abstieg und macht den Weg frei für einen Neuaufbau. Im Grunde aber ist er die tragische Figur. KW hat sich nie um das Amt gedrängt, erntete in den letzten Wochen die meiste Kritik.
In KW kurze Zeit an der Amtsspitze fällt der Absturz in die Viertklassigkeit. Sein größter Fehler liegt allerdings 1,5 Jahre zurück. Gemeinsam mit Hahn hatte er, damals noch Vize, nach der Niederlage in Regensburg eine äußerst unglückliche PK rausgegeben, die letztlich den schleichenden Niedergang des SV98 eingeleitet hat.
Der damalige Trainer BL, der für Aufbruchstimmung am Bölle sorgte, erklärte aufgrund dieser Presserklärung wutentbrannt, dass er am Saisonende den Verein verlassen werde. Der Wirbel führte schließlich auch noch zum Rücktritt von WG. Damit verlor der Sv98 seine beiden GALLIONSFIGUREN. Der durch diese Presserklärung angerichtete Flurschaden ist im Grunde bis heute nicht behoben. Und Hahn und Wandrey haben bis heute nicht einsehen WOLLEN, dass sie damals einen großen Fehler gemacht haben. Die Spätfolgen spüren sie jetzt.
Eine Schwäche des bisherigen Präsidiums war die GERINGE FUSSBALLKOMPETENZ. Es wurde mehr über das neue Stadion, über die suche nach Sponsoren oder bessere Vermarktungsmöglichkeiten diskutiert als über den Zustand der Mannschaft. Keiner wirkte entgegen, als der Kader vor der Saison radikal umgestellt wurde. Eine Handvoll Darmstädter Restbestände, eine Handvoll Bayreuther, die GL mit ans Böllenfalltor gebracht hatte. Zwischen Mannschaft und Zuschauern kam es nie zu der engen Bindung, die den SV98 in den Jahren zuvor ausgezeichnet hatte und einer seiner Stärken war.
Jetzt stellt sich die Frage: Wie geht es weiter am Böllenfalltor? Die Zusammenstellung des OL-Kaders steckt noch in den Anfängen, eine Übermannschaft zeichnet sich bislang allerdings nicht ab. Genauso knifflig dürfte die Zusammensetzung des neuen Vorstandes werden. Wer wäre bereit, in der jetzigen Situation das Heft in die Hand zu nehmen? Wo ist die starke Persönlichkeit mit engen Kontakten zu Stadt und zur Industrie? Danach suchen die Darmstädter schon seit Jahren vergeblich.
Oder taucht die Opposition, die im November 2003 mit DR als Kandidat versucht hatte, das damalige Präsidium abzuwählen, aus der Versenkung auf? Interessante Fragen, die in den nächsten Wochen
Beim SVD setzt die große suche ein.
Suche 1: GK und TE müssen eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Bislang könnten sie aber lediglich eine Handballmannschaft aufbieten.
Suche 2: Nach den Rücktritten von KW, KH und CHP sind drei der fünf Positionen vakant.
Wandreys Rücktritt ist konsequent. Er übernimmt die Verantwortung für den RL-abstieg und macht den Weg frei für einen Neuaufbau. Im Grunde aber ist er die tragische Figur. KW hat sich nie um das Amt gedrängt, erntete in den letzten Wochen die meiste Kritik.
In KW kurze Zeit an der Amtsspitze fällt der Absturz in die Viertklassigkeit. Sein größter Fehler liegt allerdings 1,5 Jahre zurück. Gemeinsam mit Hahn hatte er, damals noch Vize, nach der Niederlage in Regensburg eine äußerst unglückliche PK rausgegeben, die letztlich den schleichenden Niedergang des SV98 eingeleitet hat.
Der damalige Trainer BL, der für Aufbruchstimmung am Bölle sorgte, erklärte aufgrund dieser Presserklärung wutentbrannt, dass er am Saisonende den Verein verlassen werde. Der Wirbel führte schließlich auch noch zum Rücktritt von WG. Damit verlor der Sv98 seine beiden GALLIONSFIGUREN. Der durch diese Presserklärung angerichtete Flurschaden ist im Grunde bis heute nicht behoben. Und Hahn und Wandrey haben bis heute nicht einsehen WOLLEN, dass sie damals einen großen Fehler gemacht haben. Die Spätfolgen spüren sie jetzt.
Eine Schwäche des bisherigen Präsidiums war die GERINGE FUSSBALLKOMPETENZ. Es wurde mehr über das neue Stadion, über die suche nach Sponsoren oder bessere Vermarktungsmöglichkeiten diskutiert als über den Zustand der Mannschaft. Keiner wirkte entgegen, als der Kader vor der Saison radikal umgestellt wurde. Eine Handvoll Darmstädter Restbestände, eine Handvoll Bayreuther, die GL mit ans Böllenfalltor gebracht hatte. Zwischen Mannschaft und Zuschauern kam es nie zu der engen Bindung, die den SV98 in den Jahren zuvor ausgezeichnet hatte und einer seiner Stärken war.
Jetzt stellt sich die Frage: Wie geht es weiter am Böllenfalltor? Die Zusammenstellung des OL-Kaders steckt noch in den Anfängen, eine Übermannschaft zeichnet sich bislang allerdings nicht ab. Genauso knifflig dürfte die Zusammensetzung des neuen Vorstandes werden. Wer wäre bereit, in der jetzigen Situation das Heft in die Hand zu nehmen? Wo ist die starke Persönlichkeit mit engen Kontakten zu Stadt und zur Industrie? Danach suchen die Darmstädter schon seit Jahren vergeblich.
Oder taucht die Opposition, die im November 2003 mit DR als Kandidat versucht hatte, das damalige Präsidium abzuwählen, aus der Versenkung auf? Interessante Fragen, die in den nächsten Wochen
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katinka
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Darmstadt 98
Dieter Rudolf ist als „Lilien“-Präsident im Gespräch
Von Steffen Gerth
11. Juni 2007
Nachdem der SV Darmstadt 98 im Jahr 2003 aus der Fußball-Regionalliga Süd abgestiegen war, erschütterten turbulente Wochen den Verein. Vier Jahre später ist der Begriff turbulent noch milde formuliert: Nach dem abermaligen Sturz in die Oberliga Hessen stehen die „Lilien“ vor eruptiven Veränderungen, die unklare Zukunft des Vereins ist ein Politikum in der Stadt, und Oberbürgermeister Walter Hoffmann spielt dabei eine wichtige Rolle. Sein Sprecher Frank Horneff sagt, dass der erste Mann der Stadt vermitteln wolle bei der Suche einer neuen Führung für den nicht nur finanziell schwer angeschlagenen Traditionsklub.
Seit Sonntag wird faktisch ein neues Präsidium beim wichtigsten Sportverein der Stadt gebraucht: Präsident Karl-Heinz Wandrey ist zurückgetreten, sein Vize Karlheinz Hahn hat angekündigt, ihm bei der Mitgliederversammlung am 20. August folgen, bei der auch Schatzmeisterin Christina Haerle-Petit ihren Posten zur Verfügung stellen wird. Drei Fünftel der Führungsriege gibt auf, was einerseits dem Abstieg, andererseits auch den Fanprotesten geschuldet ist: Selten ist die Anhängerschaft eines Fußballklubs derart konsequent gegen die Verantwortlichen eines abgetakelten Fußballvereins Sturm gelaufen.
Wie ist der Niedergang zu stoppen?
Es ist daher auch aus Selbstschutzgründen eine kluge Entscheidung von Wandrey gewesen, sich diesem Druck der Straße zu beugen – nicht einmal ein Jahr nach seiner Wahl. Der Bauingenieur war nie ein überzeugter und deswegen auch kein überzeugender Präsident. Er hatte sich im Spätsommer 2006 überreden lassen, erhielt ein mäßiges Wahlergebnis und vermittelte stets, wie unwohl er sich als erster Mann der „Lilien“ fühlt – gerade in den vergangenen Krisenwochen, als Wandrey regelrecht abtauchte. Im Gegensatz zu Hahn, der stur an seinem Stuhl zu kleben schien, eigenartige Sätze sagte („Das Einzige, von dem ich zuletzt zurückgetreten bin, ist die Arbeitsplatte in meiner Küche“), aber nun sogar schon im März beschlossen haben will, sein Amt aufzugeben.
Was wird von der Ära Hahn und Wandrey in der Vereinsgeschichte übrigbleiben? Die Kunstrasenplätze, deren Bau Wandrey überwachte. Schwerer wiegt aber die dilettantische Presseerklärung aus dem Winter 2006, mit der beide den damaligen Trainer Bruno Labbadia vorführten – und zum Rücktritt veranlassten. Diese Aktion war der Anfang vom aktuellen Niedergang des Vereins. Und wie ist dieser Niedergang zu stoppen? Seit vergangener Woche hat sich Oberbürgermeister Hoffmann in die Diskussion eingeschaltet. Vorigen Mittwoch führte er ein Sechsaugengespräch mit Sportdezernent Wolfgang Glenz und dem „Lilien“-Präsidiumsmitglied Jürgen Müller, der derzeit um die Aufräumarbeiten im Verein bemüht ist.
Übermorgen solle diese Runde abermals zusammenkommen, sagt Sprecher Horneff, „denn Darmstadt 98 ist für die Stadt von Bedeutung“. Horneff betont allerdings, dass der Verein seine internen Probleme selbst lösen müsse, der Oberbürgermeister nehme keine Bewerbungsmappen von Präsidentschaftskandidaten entgegen. „Aber die Stadt kann Türen öffnen und moderieren.“ Doch für wen soll moderiert werden? Die „Lilien“ brauchen dringend eine Führungsmannschaft mit Fußballkenntnis, Zugang zu Sponsorengeldern – und einen langen Atem, um den Verein wenigstens in die neue dritte Liga zu hieven.
Dieter Rudolf als starker Mann an der Spitze
Und sie brauche einen starken Mann an der Spitze. Dieter Rudolf ist derzeit der einzige ernstzunehmende Kandidat dafür – und offenbar nicht abgeneigt, die Präsidentschaft des Vereins anzustreben. „Wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geklärt sind, dann würde ich mich darüber unterhalten“, sagt der ehemalige „Lilien“-Torhüter. Rudolf wollte mit einem Team bereits 2003 per Außerordentlicher Mitgliederversammlung das damalige Präsidium stürzen, sah sich einer Kampagne gegen seine Person ausgesetzt – und scheiterte desaströs. Heute sagt er, dass er von gewissen Kreisen „aus Sorge um den Verein“ angesprochen werde, wieder aktiv zu werden.
Was Rudolfs Rahmenbedingungen sind, ist noch unklar. Bis auf eine: Niemals wird er mit oder gar unter dem bislang allmächtigen Präsidiumsberater Uwe Wiesinger arbeiten. Selbst Rudolfs sehr vorsichtige Wortwahl lässt erkennen, wie wenig er von dessen jahrelanger Beratungsleistung hält – gemessen am miserablen Gesamtzustand der „Lilien“. Als „nicht fair“ bezeichnet er Rudolf Wiesingers Vertragslaufzeit bis 2010, denn jedes Nachfolgepräsidium müsse theoretisch diesen „Berater“ übernehmen, „und das ist ein Klotz am Bein“, wie es Rudolf formuliert.
Text: F.A.Z.
Dieter Rudolf ist als „Lilien“-Präsident im Gespräch
Von Steffen Gerth
11. Juni 2007
Nachdem der SV Darmstadt 98 im Jahr 2003 aus der Fußball-Regionalliga Süd abgestiegen war, erschütterten turbulente Wochen den Verein. Vier Jahre später ist der Begriff turbulent noch milde formuliert: Nach dem abermaligen Sturz in die Oberliga Hessen stehen die „Lilien“ vor eruptiven Veränderungen, die unklare Zukunft des Vereins ist ein Politikum in der Stadt, und Oberbürgermeister Walter Hoffmann spielt dabei eine wichtige Rolle. Sein Sprecher Frank Horneff sagt, dass der erste Mann der Stadt vermitteln wolle bei der Suche einer neuen Führung für den nicht nur finanziell schwer angeschlagenen Traditionsklub.
Seit Sonntag wird faktisch ein neues Präsidium beim wichtigsten Sportverein der Stadt gebraucht: Präsident Karl-Heinz Wandrey ist zurückgetreten, sein Vize Karlheinz Hahn hat angekündigt, ihm bei der Mitgliederversammlung am 20. August folgen, bei der auch Schatzmeisterin Christina Haerle-Petit ihren Posten zur Verfügung stellen wird. Drei Fünftel der Führungsriege gibt auf, was einerseits dem Abstieg, andererseits auch den Fanprotesten geschuldet ist: Selten ist die Anhängerschaft eines Fußballklubs derart konsequent gegen die Verantwortlichen eines abgetakelten Fußballvereins Sturm gelaufen.
Wie ist der Niedergang zu stoppen?
Es ist daher auch aus Selbstschutzgründen eine kluge Entscheidung von Wandrey gewesen, sich diesem Druck der Straße zu beugen – nicht einmal ein Jahr nach seiner Wahl. Der Bauingenieur war nie ein überzeugter und deswegen auch kein überzeugender Präsident. Er hatte sich im Spätsommer 2006 überreden lassen, erhielt ein mäßiges Wahlergebnis und vermittelte stets, wie unwohl er sich als erster Mann der „Lilien“ fühlt – gerade in den vergangenen Krisenwochen, als Wandrey regelrecht abtauchte. Im Gegensatz zu Hahn, der stur an seinem Stuhl zu kleben schien, eigenartige Sätze sagte („Das Einzige, von dem ich zuletzt zurückgetreten bin, ist die Arbeitsplatte in meiner Küche“), aber nun sogar schon im März beschlossen haben will, sein Amt aufzugeben.
Was wird von der Ära Hahn und Wandrey in der Vereinsgeschichte übrigbleiben? Die Kunstrasenplätze, deren Bau Wandrey überwachte. Schwerer wiegt aber die dilettantische Presseerklärung aus dem Winter 2006, mit der beide den damaligen Trainer Bruno Labbadia vorführten – und zum Rücktritt veranlassten. Diese Aktion war der Anfang vom aktuellen Niedergang des Vereins. Und wie ist dieser Niedergang zu stoppen? Seit vergangener Woche hat sich Oberbürgermeister Hoffmann in die Diskussion eingeschaltet. Vorigen Mittwoch führte er ein Sechsaugengespräch mit Sportdezernent Wolfgang Glenz und dem „Lilien“-Präsidiumsmitglied Jürgen Müller, der derzeit um die Aufräumarbeiten im Verein bemüht ist.
Übermorgen solle diese Runde abermals zusammenkommen, sagt Sprecher Horneff, „denn Darmstadt 98 ist für die Stadt von Bedeutung“. Horneff betont allerdings, dass der Verein seine internen Probleme selbst lösen müsse, der Oberbürgermeister nehme keine Bewerbungsmappen von Präsidentschaftskandidaten entgegen. „Aber die Stadt kann Türen öffnen und moderieren.“ Doch für wen soll moderiert werden? Die „Lilien“ brauchen dringend eine Führungsmannschaft mit Fußballkenntnis, Zugang zu Sponsorengeldern – und einen langen Atem, um den Verein wenigstens in die neue dritte Liga zu hieven.
Dieter Rudolf als starker Mann an der Spitze
Und sie brauche einen starken Mann an der Spitze. Dieter Rudolf ist derzeit der einzige ernstzunehmende Kandidat dafür – und offenbar nicht abgeneigt, die Präsidentschaft des Vereins anzustreben. „Wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geklärt sind, dann würde ich mich darüber unterhalten“, sagt der ehemalige „Lilien“-Torhüter. Rudolf wollte mit einem Team bereits 2003 per Außerordentlicher Mitgliederversammlung das damalige Präsidium stürzen, sah sich einer Kampagne gegen seine Person ausgesetzt – und scheiterte desaströs. Heute sagt er, dass er von gewissen Kreisen „aus Sorge um den Verein“ angesprochen werde, wieder aktiv zu werden.
Was Rudolfs Rahmenbedingungen sind, ist noch unklar. Bis auf eine: Niemals wird er mit oder gar unter dem bislang allmächtigen Präsidiumsberater Uwe Wiesinger arbeiten. Selbst Rudolfs sehr vorsichtige Wortwahl lässt erkennen, wie wenig er von dessen jahrelanger Beratungsleistung hält – gemessen am miserablen Gesamtzustand der „Lilien“. Als „nicht fair“ bezeichnet er Rudolf Wiesingers Vertragslaufzeit bis 2010, denn jedes Nachfolgepräsidium müsse theoretisch diesen „Berater“ übernehmen, „und das ist ein Klotz am Bein“, wie es Rudolf formuliert.
Text: F.A.Z.
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katinka
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Bei so viel Druck von allen Seiten muss doch selbst ein Herr Wiesinger einsehen, dass mit ihm kein Neuanfang möglich ist
Bin echt gespannt, ob der weiter an seinem Stuhl kleben bleibt...
FAZ
Zeit der Abschiede
Nun braucht es den Oberbürgermeister, damit beim SV Darmstadt 98 die überfällige Restaurierung eingeläutet wird. Natürlich wird Walter Hoffmann ein neues Präsidium nicht per städtischen Erlass installieren - aber wenn die Personalsuche vom ersten Mann der Stadt zumindest sorgsam beobachtet wird, dann können sich die "Lilien" hier keine Vereinsmeierei mehr erlauben. Die Moderation dieser unabhängigen Instanz dürfte den Weg frei machen für neue Kräfte, die ein fußballgemäßeres Profil mitbringen als die Darmstädter Führungskräfte der jüngeren Vergangenheit. Dabei darf sich keiner einer Diskussion um Uwe Wiesinger verschließen - Hoffmann dürfte das wissen. Mit dem allmächtigen Präsidiumsberater wird es bei den "Lilien" keinen ernstzunehmenden Neuanfang geben. "Er spaltet den Verein, und das ist dessen Untergang", so hat es der ehemalige Darmstädter Sportliche Leiter Thomas Schmidt einmal formuliert.
Seit gut 15 Jahren ist Wiesinger am Böllenfalltor tätig, als Schatzmeister, als Sportlicher Leiter - nun als bezahlter Berater. Die Bilanz der "Lilien" in dieser Zeit: vier Abstiege in die Oberliga. Die Vereinsführungen haben in dieser Zeit ständig gewechselt - nur Wiesinger war stets geblieben. In keinem Profifußballverein gibt es vergleichbare Karrieren. Aber der clevere Steuerberater hat sich geschickt positioniert als Mann, der zwar intern alles Wesentliche überwacht - aber extern für nichts verantwortlich ist. Seine Vertragslaufzeit bis 2010, im Jahre 2005 noch ermöglicht vom ehemaligen Präsidenten und Wiesinger-Freund Walter Grimm, erlaubte ihm bisher ein sorgenfreies Dasein. Dass überforderte Leute wie Wandrey oder Hahn die Geschicke des Vereins leiten durften, ist erschreckend und wirft nebenbei die Frage nach der Arbeit der vereinsinternen Kontrollgremien auf, zeigt aber auch, dass Fachkräfte aus der Stadt seit Jahren keine Lust mehr haben, sich bei den "Lilien" zu engagieren. Dieter Rudolf hatte es 2003 probiert und wurde vom Verein bekämpft. Einer der Gründe damals: Er hatte Wiesinger in Frage gestellt.
Wiesinger hat sich in den frühen Neunzigern Verdienste bei der Sanierung der finanziell angeschlagenen "Lilien" erworben. Das verdient Respekt. Er hat danach aber, mit anderen, den Verein in eine Sackgasse geführt. Aus den massiven Fanprotesten am Böllenfalltor in den vergangenen Wochen haben Wandrey, Hahn und Schatzmeisterin Haerle-Petit die richtigen Schlüsse gezogen - und hören auf. Nun ist Uwe Wiesinger gefordert, es ihnen gleichzutun. stg.
Text: F.A.Z., 12.06.2007, Nr. 133 / Seite 66
Bin echt gespannt, ob der weiter an seinem Stuhl kleben bleibt...
FAZ
Zeit der Abschiede
Nun braucht es den Oberbürgermeister, damit beim SV Darmstadt 98 die überfällige Restaurierung eingeläutet wird. Natürlich wird Walter Hoffmann ein neues Präsidium nicht per städtischen Erlass installieren - aber wenn die Personalsuche vom ersten Mann der Stadt zumindest sorgsam beobachtet wird, dann können sich die "Lilien" hier keine Vereinsmeierei mehr erlauben. Die Moderation dieser unabhängigen Instanz dürfte den Weg frei machen für neue Kräfte, die ein fußballgemäßeres Profil mitbringen als die Darmstädter Führungskräfte der jüngeren Vergangenheit. Dabei darf sich keiner einer Diskussion um Uwe Wiesinger verschließen - Hoffmann dürfte das wissen. Mit dem allmächtigen Präsidiumsberater wird es bei den "Lilien" keinen ernstzunehmenden Neuanfang geben. "Er spaltet den Verein, und das ist dessen Untergang", so hat es der ehemalige Darmstädter Sportliche Leiter Thomas Schmidt einmal formuliert.
Seit gut 15 Jahren ist Wiesinger am Böllenfalltor tätig, als Schatzmeister, als Sportlicher Leiter - nun als bezahlter Berater. Die Bilanz der "Lilien" in dieser Zeit: vier Abstiege in die Oberliga. Die Vereinsführungen haben in dieser Zeit ständig gewechselt - nur Wiesinger war stets geblieben. In keinem Profifußballverein gibt es vergleichbare Karrieren. Aber der clevere Steuerberater hat sich geschickt positioniert als Mann, der zwar intern alles Wesentliche überwacht - aber extern für nichts verantwortlich ist. Seine Vertragslaufzeit bis 2010, im Jahre 2005 noch ermöglicht vom ehemaligen Präsidenten und Wiesinger-Freund Walter Grimm, erlaubte ihm bisher ein sorgenfreies Dasein. Dass überforderte Leute wie Wandrey oder Hahn die Geschicke des Vereins leiten durften, ist erschreckend und wirft nebenbei die Frage nach der Arbeit der vereinsinternen Kontrollgremien auf, zeigt aber auch, dass Fachkräfte aus der Stadt seit Jahren keine Lust mehr haben, sich bei den "Lilien" zu engagieren. Dieter Rudolf hatte es 2003 probiert und wurde vom Verein bekämpft. Einer der Gründe damals: Er hatte Wiesinger in Frage gestellt.
Wiesinger hat sich in den frühen Neunzigern Verdienste bei der Sanierung der finanziell angeschlagenen "Lilien" erworben. Das verdient Respekt. Er hat danach aber, mit anderen, den Verein in eine Sackgasse geführt. Aus den massiven Fanprotesten am Böllenfalltor in den vergangenen Wochen haben Wandrey, Hahn und Schatzmeisterin Haerle-Petit die richtigen Schlüsse gezogen - und hören auf. Nun ist Uwe Wiesinger gefordert, es ihnen gleichzutun. stg.
Text: F.A.Z., 12.06.2007, Nr. 133 / Seite 66
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katinka
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14.06.2007
Erste Testspieltermine stehen fest
Trainingsauftakt am 25. Juni
Die ersten Termine für den Oberligakader des SV Darmstadt 98 in der Spielzeit 2007/2008 stehen fest. So wird der Trainingsauftakt am Montag, dem 25. Juni sein. Ebenso stehen die ersten Testspiele fest: Am Mittwoch dem 11. Juli treffen die Lilien auf den Zweitligisten Spvgg. Greuther Fürth, dem neuen Verein des Trainergespanns Bruno Labbadia und Eddy Sözer. Am Samstag, dem 14. Juni ist der FSV Oggersheim, Aufsteiger in die Regionalliga Süd, der Gegner des SV98. Und am Dienstag, dem 24. Juli heißt die Partie SV Darmstadt 98 gegen Vfl Bochum. Der Bundesligist holte sich ja zuletzt die beiden Lilien-Talente Ivo Illicevic und Mergim Mavraj.
Die Uhrzeiten und die genauen Ort der Spiele sind noch nicht festgelegt. Geplant ist allerdings, alle drei Partien im Stadion am Böllenfalltor auszutragen.
quelle sv98.de
Erste Testspieltermine stehen fest
Trainingsauftakt am 25. Juni
Die ersten Termine für den Oberligakader des SV Darmstadt 98 in der Spielzeit 2007/2008 stehen fest. So wird der Trainingsauftakt am Montag, dem 25. Juni sein. Ebenso stehen die ersten Testspiele fest: Am Mittwoch dem 11. Juli treffen die Lilien auf den Zweitligisten Spvgg. Greuther Fürth, dem neuen Verein des Trainergespanns Bruno Labbadia und Eddy Sözer. Am Samstag, dem 14. Juni ist der FSV Oggersheim, Aufsteiger in die Regionalliga Süd, der Gegner des SV98. Und am Dienstag, dem 24. Juli heißt die Partie SV Darmstadt 98 gegen Vfl Bochum. Der Bundesligist holte sich ja zuletzt die beiden Lilien-Talente Ivo Illicevic und Mergim Mavraj.
Die Uhrzeiten und die genauen Ort der Spiele sind noch nicht festgelegt. Geplant ist allerdings, alle drei Partien im Stadion am Böllenfalltor auszutragen.
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katinka
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Ätsch: wir haben auch bald eine Mannschaft
Auch wenn die Spieler kei Sau kennt...
14.06.2007
Weitere Neuzugänge bei den Lilien
Kristian Szollar und Ahmet Sahinler verpflichtet
Der SV Darmstadt 98 meldet zwei weitere Neuzugänge. Von Preußen Münster wechselt Kristian Szollar ans Böllenfalltor. Der 26jährige defensive Mittelfeldspieler stammt aus Ungarn und war in Deutschland vorher bei der SG Wattenscheid, Rot-Weiß Essen und Schalke 04 am Ball. Mit Ahmet Sahinler hat der SV98 einen weiteren Ausbildungsspieler geholt. Der frühere Jugendspieler der 98er kehrt von den Offenbacher Kickers II nach Darmstadt zurück. Seine Position ist auf der linken Außenbahn.
Nicht beim SV98 bleibt Richard Hasa. Der SV Darmstadt 98 dankt ihm für seine Zeit am Böllenfalltor und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
sv98.de
Auch wenn die Spieler kei Sau kennt...
14.06.2007
Weitere Neuzugänge bei den Lilien
Kristian Szollar und Ahmet Sahinler verpflichtet
Der SV Darmstadt 98 meldet zwei weitere Neuzugänge. Von Preußen Münster wechselt Kristian Szollar ans Böllenfalltor. Der 26jährige defensive Mittelfeldspieler stammt aus Ungarn und war in Deutschland vorher bei der SG Wattenscheid, Rot-Weiß Essen und Schalke 04 am Ball. Mit Ahmet Sahinler hat der SV98 einen weiteren Ausbildungsspieler geholt. Der frühere Jugendspieler der 98er kehrt von den Offenbacher Kickers II nach Darmstadt zurück. Seine Position ist auf der linken Außenbahn.
Nicht beim SV98 bleibt Richard Hasa. Der SV Darmstadt 98 dankt ihm für seine Zeit am Böllenfalltor und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
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Hospitalstfit25
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Hospitalstfit25
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katinka
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"Den Verein definitiv verlassen wird Mittelfeldspieler Alberto Mendez. Auch das hatte sich längst abgezeichnet. Ein für den gestrigen Donnerstag angesetzter Termin vor dem Arbeitsgericht war allerdings hinfällig geworden, nachdem sich Verein und Spieler zuvor intern auf eine Trennung verständigt hatten."
Von Wiesner weiß ich nix.
Die guten Testspiele haben wir auch nur, weil Bochum unsere Spieler und Fürth unsere Trainer geholt hat
Von Wiesner weiß ich nix.
Die guten Testspiele haben wir auch nur, weil Bochum unsere Spieler und Fürth unsere Trainer geholt hat
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schorschla
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Markus_Kulmbach
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Von der Seite von Elversberg:
Neue Verträge an der Kaiserlinde:
Daragusha, Mehmet (2 JVertrag, Mittelfeld, SC Paderborn)
Da Veiga, Sebastiao (2 JVertrag, Mittelfeld, SV Darmstadt 98 )
Feinbier, Marcus (2 JVertrag, Sturm, Fortuna Düsseldorf)
Jansen, David (2 JVertrag, Sturm, FSV Oggersheim)
Mozain, Sanmer (2 JVertrag, Sturm, SF Köllerbach)
Ohnesorge, Michael (2 JVertrag, Mittelfeld, FC Schalke 04 II)
Neue Verträge an der Kaiserlinde:
Daragusha, Mehmet (2 JVertrag, Mittelfeld, SC Paderborn)
Da Veiga, Sebastiao (2 JVertrag, Mittelfeld, SV Darmstadt 98 )
Feinbier, Marcus (2 JVertrag, Sturm, Fortuna Düsseldorf)
Jansen, David (2 JVertrag, Sturm, FSV Oggersheim)
Mozain, Sanmer (2 JVertrag, Sturm, SF Köllerbach)
Ohnesorge, Michael (2 JVertrag, Mittelfeld, FC Schalke 04 II)
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schorschla
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http://www.transfermarkt.de/de/verein/2 ... seite.html
mit dank an diejenige, die mir den link geschickt hat
mit dank an diejenige, die mir den link geschickt hat
keine handbreit den rassisten.
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Markus_Kulmbach
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von www.sc-pfullendorf.de
Pfuderer und Falkenmayer kommen
Der SC Pfullendorf vermeldet wenige Tage vor dem Trainingsauftakt zwei Neuverpflichtungen. Michael Falkenmayer kommt vom Regionalligaabsteiger FK Pirmasens, vom ebenfalls abgestiegenen SV Darmstadt 98 wechselt Achim Pfuderer in den Linzgau.
Vom Regionalligaabsteiger FK Pirmasens kommt Michael Falkenmayer. Der 25-jährige Mittelfeldspieler kann bereits 50 Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse beim FSV Mainz 05 II, Eintracht Trier und Pirmasens vorweisen kann.
Zweiter Neuzugang ist Achim Pfuderer, der von 2000 bis 2003 zu 29 Bundesligaeinsätzen beim TSV 1860 München kam. Bei den Stuttgarter Kickers (1996-1997) und dem 1. FC Union Berlin (2003/2004) kam er zu 135 Einsätzen in der 2. Bundesliga. Zuletzt war der 32-jährige Defensivakteur in der Regionalliga Süd bei der SV Elversberg und dem SV Darmstadt 98 im Einsatz.
Pfuderer und Falkenmayer kommen
Der SC Pfullendorf vermeldet wenige Tage vor dem Trainingsauftakt zwei Neuverpflichtungen. Michael Falkenmayer kommt vom Regionalligaabsteiger FK Pirmasens, vom ebenfalls abgestiegenen SV Darmstadt 98 wechselt Achim Pfuderer in den Linzgau.
Vom Regionalligaabsteiger FK Pirmasens kommt Michael Falkenmayer. Der 25-jährige Mittelfeldspieler kann bereits 50 Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse beim FSV Mainz 05 II, Eintracht Trier und Pirmasens vorweisen kann.
Zweiter Neuzugang ist Achim Pfuderer, der von 2000 bis 2003 zu 29 Bundesligaeinsätzen beim TSV 1860 München kam. Bei den Stuttgarter Kickers (1996-1997) und dem 1. FC Union Berlin (2003/2004) kam er zu 135 Einsätzen in der 2. Bundesliga. Zuletzt war der 32-jährige Defensivakteur in der Regionalliga Süd bei der SV Elversberg und dem SV Darmstadt 98 im Einsatz.
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katinka
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Kein Paragraphen-Gestrüpp
Endstation Hardtwald? Der Mann, der eine der verrücktesten Fußball Karrieren in Deutschland hinter sich hat, unterschrieb gestern Nachmittag beim SV Sandhausen einen Einjahres Vertrag. Alberto Mendez (32) wechselte vor zehn Jahren vom Landesligisten SC Feucht direkt in die Champions League: Zum FC Arsenal London. Von dort ging es weiter zu AEK Athen in Griechenland, Racing Ferrol und Terrasso CF in Spanien und zurück nach Deutschland, wo er für die Spvgg Unterhaching sechs Bundesliga Spiele bestritt. Zuletzt stand der Mittelfeldspieler bei den Regionalligisten Spvgg Bayreuth und Darmstadt 98 unter Vertrag.
,,Ich will mit dem SV Sandhausen in die neue eingleisige Dritte Liga", sagte Mendez gestern der RNZ. Sein erster Ein druck könnte besser nicht sein: ,,Die Bedingungen am Hardtwald sind mindestens so professionell wie in Darmstadt. Alles ging ruckzuck. Mein neuer Vertrag hat keine umständlichen dreißig, sondern nur drei Seiten. Manager Tobias Gebert und Trainer Gerd Dais sind sehr nett."
Quelle: RNZ, 21. Juni 2007, Wolfgang Brück
Endstation Hardtwald? Der Mann, der eine der verrücktesten Fußball Karrieren in Deutschland hinter sich hat, unterschrieb gestern Nachmittag beim SV Sandhausen einen Einjahres Vertrag. Alberto Mendez (32) wechselte vor zehn Jahren vom Landesligisten SC Feucht direkt in die Champions League: Zum FC Arsenal London. Von dort ging es weiter zu AEK Athen in Griechenland, Racing Ferrol und Terrasso CF in Spanien und zurück nach Deutschland, wo er für die Spvgg Unterhaching sechs Bundesliga Spiele bestritt. Zuletzt stand der Mittelfeldspieler bei den Regionalligisten Spvgg Bayreuth und Darmstadt 98 unter Vertrag.
,,Ich will mit dem SV Sandhausen in die neue eingleisige Dritte Liga", sagte Mendez gestern der RNZ. Sein erster Ein druck könnte besser nicht sein: ,,Die Bedingungen am Hardtwald sind mindestens so professionell wie in Darmstadt. Alles ging ruckzuck. Mein neuer Vertrag hat keine umständlichen dreißig, sondern nur drei Seiten. Manager Tobias Gebert und Trainer Gerd Dais sind sehr nett."
Quelle: RNZ, 21. Juni 2007, Wolfgang Brück
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Markus_Kulmbach
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altstadthorst
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