Von br-online. Da haben sie sich wohl vergebens versammelt.. Naja, so saß man halt wenigstens mal gemütlich zusammen.
TSV 1860 München
Aufsichtsratswahl bei Löwen gescheitert
Die Wahl eines neuen Aufsichtsrats beim TSV 1860 München ist geplatzt. Wegen eines Formfehlers musste die Besetzung des obersten Vereinsgremiums in der Allianz Arena in München vertagt werden. Die Versammlung war nicht beschlussfähig, weil nur 225 der 228 Delegierten anwesend waren. Präsident Alfred Lehner gestand einen "Ladungsfehler" ein.
Ergebnis wäre anfechtbar gewesen
Weil die Vorschläge des Wahlausschusses für den Aufsichtsrat nicht vorlagen, seien die Einladungen zwei Tage zu spät verschickt worden, sagte Lehner. Juristisch hätten daher alle gefassten Beschlüsse vor Gericht angefochten werden können. Der neue Aufsichtsrat soll bis Ende März, wenn Lehner sein Amt zur Verfügung stellt, den neuen Präsidenten bestimmen. Als künftige Vereinsführer sind Ex-Trainer Karsten Wettberg und der Münchner TV-Produzent Otto Steiner im Gespräch. Finanziell, so Schatzmeister Ralph Burkei, habe der Klub zuletzt 55.000 Euro Überschuss erwirtschaftet und verfüge nun über ein Vermögen von 5,8 Millionen Euro.
Der Machtkampf um das Präsidentenamt kann den Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München teuer zu stehen kommen. Die Bremer Nordfinanzbank droht mit dem Rückzug als Hausbank des Clubs und will ihren Kredit in Höhe von angeblich drei Millionen Euro nicht verlängern, falls Karsten Wettberg «Löwen»-Präsident werden sollte. Das berichteten Münchner Zeitungen am Mittwoch. Der ehemalige 1860-Trainer Wettberg kandidiert für die Nachfolge von Vereinschef Alfred Lehner, der Ende März 2007 sein Amt zur Verfügung stellen will.
In ihrem Brief vom 1. November an die Geschäftsführung des TSV 1860 schreibt die Nordfinanz, man verfolge «mit großer Sorge die augenblickliche Entwicklung des Wirtschaftsunternehmens TSV 1860 München KGaA». Die Bank könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Konsolidierungskurs des Vereins durch «die Machtspiele um das Amt des Präsidenten» massiv gestört werde. Wesentlich trage hierzu die «Profilierungssucht einiger Personen» bei. Präsident Lehner sei schon
am 12. Oktober darüber informiert worden, «dass unser Haus nicht mehr
zur Verfügung stehen wird, wenn Herr Wettberg Präsident wird.»
Erst der Vertrag, dann der Trainerschein
Löwe Hofmann: Profi, Fan, Romantiker
München - Nun geht es los, schon warten wieder die kleinen Zusatzaufgaben, die einem als Fußballer beim TSV 1860 halt gestellt werden. Aufsager fürs Radio zum Beispiel. Der Text, den Michael Hofmann gestern anstimmte, war ungewöhnlich lang, inklusive achtstelliger Telefonnummer, an der man schnell mal scheitern kann. Hofmann aber, Routinier im Umgang mit Mikrofonen, erledigte den Job, als sei es nicht nur die leichteste Übung, sondern auch die angenehmste. Schön, dass es endlich wieder ernst wird.
Es ist sicher kein schlechtes Zeichen, dass der Torwart mit glänzender Laune in die Rückrunde startet. Hofmann ist ein zuverlässiger Stimmungsindikator. Es gab Zeiten, da konnte man atmosphärische Störungen am besten daran ablesen, wie angespannt der Schlussmann war. Umgekehrt findet sich in guten Phasen keiner, der seine Arbeit mit so viel Begeisterung verrichtet. Der Gleichklang von Team und Torsteher ging in der Hinrunde so weit, dass beide Leistungskurven fast parallel verliefen. "Bis auf den Fehler in Rostock" ist Hofmann zufrieden, "und da haben wir einen Punkt geholt".
Zehn Jahre in Bayreuth, zehn bei 1860 mindestens
Es sollte niemanden wundern, dass er die Halbrunde minutiös wiedergeben kann. Hofmann (34) erinnert sich an jeden Moment der Karriere. "Den Fehler gegen Lodigiani Rom", der ihn 1999 den Stammplatz kostete. Das Training im vereisten Grünwalder Stadion, als er sich verletzte und seinen Posten an Timo Ochs verlor. Weil diese Momente immer präsent sind, in denen sich alles jäh veränderte, geht es Hofmann als klare Nummer eins nun so gut. "Ich genieße jedes Spiel und jedes Training."
Noch ein bisschen mehr, seit ihm vom Verein signalisiert wurde, man werde den Vertrag verlängern. Die Laufzeit ist noch nicht klar, der Verein denkt an ein Jahr, der Spieler an zwei, aber Hofmann ist sich sicher: "Da wird sich ein Weg finden." Er sieht das entspannt. Wegzugehen "kann ich mir nicht vorstellen", am liebsten würde er auch nach der aktiven Karriere Löwe bleiben. Als "Torwart- oder Jugendtrainer", weswegen er im Frühjahr seine ersten Scheine erwerben will.
Das ist eine versöhnliche Wendung in einer Karriere, deren Verlauf ihn nicht immer froh machte. Zeitweise galt Hofmann als einer der besten zweiten Torhüter der Bundesliga, besser als viele erste in anderen Klubs. Er wusste immer, was er kann, er konnte es nur nicht zeigen. "100 Bundesligaspiele mehr" hätten es sein können.
Das Profil des Klubs wurde zuletzt durch junge, talentierte Spieler geprägt, die es zum Teil weit gebracht haben, doch es gibt auch die andere Geschichte: Viele kamen und gingen, einer blieb. Kein anderer Löwe steht so für das Auf und Ab in diesem Verein wie Hofmann. Als er 1998 seinen ersten Profivertrag unterschrieb, sagte er: "In Bayreuth war ich zehn Jahre. Jetzt will ich zehn bei 1860 bleiben." Solche statistischen Marken sind ihm wichtig, weil sie so selten sind und eine Menge über einen aussagen. Hofmann ist ja nicht nur Fußballer, sondern auch Fan. Als er mit Leuten wie Pele oder Nowak spielte, "waren das Idole für mich".
Der Romantiker in ihm klingt durch, wenn er darüber spricht, dass er noch mal in die Bundesliga will: "Da kommen Erinnerungen hoch an die schöne Zeit." Ans Aufhören mag er nicht denken, jetzt, wo es wieder so gut läuft. Selbst das Schicksal als "Nummer zwei hinter einem jungen Torwart" würde ihn im Aufstiegsfall nicht schrecken. Sagt er.
Aber wenn es erst mal so weit ist, wird ihn der Ehrgeiz schon wieder packen.
Der Machtkampf um das Präsidentenamt beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München hat eine überraschende Wende erfahren. Der ehemalige «Löwen»-Trainer Karsten Wettberg denkt an einen Rückzug als Präsidentschafts-Kandidat und bietet stattdessen eine Tandemlösung an. Demnach soll der ursprünglich als Vizepräsident vorgesehene Unternehmer Albrecht von Linde Nachfolger von Alfred Lehner werden, der im März sein Amt als Vereinsführer abgibt. Wettberg würde als «Vize» dem neuen Führungsgremium zur Verfügung stehen.
«Es stimmt. Wir haben angeboten, die Rollen zu tauschen, wenn damit die internen Widerstände überwunden werden können. Wir sind allerdings nur im Tandem zu bekommen», sagte Wettberg der «Mittelbayerischen Zeitung» (Donnerstags-Ausgabe) in Regensburg. Der Vorschlag wurde dem «Löwen»-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am vorigen Dienstag vorgelegt. Von einem «Rückzieher» könne aber keine Rede sein, betonte Wettberg, der im Dezember als Trainer des Landesligisten Freier TuS Regensburg beurlaubt worden war: «Ich stehe prinzipiell weiterhin auch als Präsident zur Verfügung.»
Als Widersacher hat der 65-Jährige vor allem 1860-Geschäftsführer Stefan Ziffzer ausgemacht, der wiederholt vor einer möglichen Präsidentschaft von Wettberg gewarnt hatte. Auch aus der ARGE, dem
Zusammenschluss der Fanclubs, war Kritik laut geworden. Mit der Tandemlösung soll der Streit zwischen der ARGE, die drei Mitglieder im Aufsichtsrat hat, und der pro Wettberg orientierten Fangruppierung «Pro 1860» (vier Aufsichtsräte) beendet werden.
Nach derzeitigem Stand bewerben sich neben dem Duo Wettberg/von Linde noch der Münchner TV-Unternehmer Otto Steiner sowie der Münchner Großgastronom Thomas Hitschberger um das Präsidentenamt.
Laut «Mittelbayerischer Zeitung» soll der Abensberger Unternehmer und
ehemalige Vizepräsident von Jahn Regensburg, Wolfgang Gural, bei den
Sechzigern ein führende Position bekleiden. Im Februar will der Aufsichtsrat der «Löwen» den neuen Präsidenten wählen.
"Nachtrag" von gestern: Kommt Möhlmann für Schachner?
Nach dem voraussichtlichen Scheitern im Aufstiegskampf werden Fußball-Zweitligist TSV 1860 München und Trainer Walter Schachner ihre Zusammenarbeit im Sommer vorzeitig beenden. In einem mehrstündigen Gespräch am Donnerstagabend einigten sich «Löwen»-Sportdirektor Stefan Reuter und der 50 Jahre alte Österreicher auf eine einvernehmliche Auflösung des noch bis Juni 2008 gültigen Vertrages zum Saisonende. Über die finanziellen Modalitäten wurde zwischen beiden Seiten Stillschweigen vereinbart.
«Unser gemeinsames Ziel ist, die Saison professionell zu Ende zu spielen und die bestmögliche Platzierung zu erreichen», erklärte Reuter am Freitag. Beispielhaft dafür gelten den «Löwen» die Liga-Konkurrenten SC Freiburg und SpVgg Greuther Fürth, die nach einem ebenfalls beschlossenen Trainerwechsel zum Saisonende in der Rückrunde sportlich klar im Aufwind sind.
Der Fürther Coach Benno Möhlmann wird pikanterweise in München als ein möglicher Kandidat für die Schachner-Nachfolge gehandelt. Eine Entscheidung, wer zum 1. Juli neuer Trainer bei 1860 wird, ist indes noch nicht gefallen. «Wir streben hier aber schnellstmöglich eine Lösung an», teilte Reuter mit.
Schachner begrüßte es, dass die Spekulationen um seine Person jetzt ein Ende hätten. «Wer mich kennt, weiß, dass ich hier bis zum Schluss für den Verein alles geben und mich weiter hundertprozentig engagieren werde. Ich hoffe, dass wir einen zufrieden stellenden Saisonabschluss erzielen können», sagte Schachner drei Tage vor dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Montagabend beim Tabellenvierten 1. FC Kaiserslautern.
Der 50-jährige Schachner, der während seiner Karriere als Profi in 64 Länderspielen 23 Tore für Österreich erzielte, hatte das Traineramt bei den «Löwen» am 24. Januar 2006 aufgenommen, zwei Wochen nach seiner Beurlaubung beim Grazer AK, mit dem er 2004 österreichischer Meister und Pokalsieger geworden war. Er belegte mit den Münchnern in der vergangenen Saison den 13. Tabellenplatz und sollte die junge Mannschaft in der laufenden Spielzeit in die Bundesliga zurückführen. Nach einer Saison mit ständigen Auf und Abs stehen die Aufstiegschancen zehn Spieltage vor Saisonende bei acht Zählern Rückstand auf Rang drei allerdings schlecht.
Der frühere Bundesliga-Profi Marco Kurz wird von der kommenden Saison an neuer Trainer beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München. Der bisherige Coach der Regionalliga-Mannschaft der «Löwen» werde Nachfolger von Walter Schachner, teilten die Münchner am Samstag mit. «Marco Kurz ist ein Trainer, der perfekt in unser Anforderungsprofil passt», erklärte «Löwen»-Geschäftsführer Stefan Reuter. Der Österreicher Schachner und der Zweitligist hatten sich auf eine Auflösung des noch bis Juni 2008 gültigen Vertrages zum Saisonende geeinigt.
1860 München: Von Linde und Steiner im Wechsel Neue "Löwen"-Spitze
Nach monatelangem Hickhack hat 1860 ein neues Präsidium gefunden. Der Aufsichtsrat einigte sich am Mittwochabend auf eine überraschende Lösung. So werden sich von Linde und Steiner als Präsidenten abwechseln. Von Linde tritt das Amt am 28. März an und löst dann Alfred Lehner ab.
Die kommenden eineinhalb Jahre steht der Unternehmer Albrecht von Linde (62) an der Spitze des Münchner Traditionsklubs, die zweite Hälfte der dreijährigen Amtsperiode führt Otto Steiner (43) den Verein. Steiner und von Linde wechseln sich jeweils auch als Vize-Präsident unter dem anderen ab, rochieren also. Zweiter Vize-Präsident ist Ex-Trainer Karsten Wettberg.
Auf dieses Modell verständigte sich der Aufsichtsrat mit 9:0-Stimmen, nachdem es in den Tagen zuvor noch nach einer Kampfabstimmung zwischen von Linde und Steiner ausgesehen hatte. Ob der chronisch unruhige Verein damit ruhigeren Zeiten entgegensteuert, muss sich zeigen. Gegen Wettberg gab es vor allem von Geschäftsführer Dr. Stefan Ziffzer heftige Widerstände.
Peter Lutz, Aufsichtsratschef der Löwen, sagte, er freue sich, "dass wir nach vielen gemeinsamen Sitzungen und bisweilen kontroversen Diskussionen zu einem einstimmigen Ergebnis gekommen sind. Wir sind überzeugt, dass der Verein mit diesem Führungstrio in der kommenden Amtsperiode von drei Jahren optimal aufgestellt ist."
Kicker.de
Seele: "Ich bin viel zu übergewichtig, und des merk ich aa an mir selber."
As zweida mol scho in dera Sesong gecha Augsburch auf die Kuddn griechd, die Droddl. Ehrlich gsochd glaab iech, dass unna Hofmonns Michael aa nimma lang bei dennan in Dor schdidd. Wenn ma dem Nusdigga vo da schbord1 glaam derf, hodda bei die ersdn zwaa Dore widda ned so gud ausgseng, mol schaua wies on Fernseha aussichd.
Der ewige Löwe auf der Bank Kein Stammplatz für Michael Hofmann bei 60ern
Von Dirk Meier
Einmal Löwe immer Löwe. Michael Hofmann ist der Dienstälteste beim TSV 1860 München. Aber für den Torhüter, der 1996 von der SpVgg Bayreuth zu den Löwen gewechselt ist, könnte die am Wochenende beginnende Saison der 2. Bundesliga die letzte bei den Blauen sein.
Der Vertrag des 34-Jährigen, der in Faistenhaar in der Gemeinde Brunnthal südlich der Landeshauptstadt zu Hause ist (in der Nachbarschaft von Wolfgang Fierek), läuft nämlich am Saisonende aus und verlängert sich nur bei 20 Einsätzen in der 2. Liga. Danach sieht es aktuell nicht aus, denn der Trainerstab hat ihm eröffnet, dass der junge Philipp Tschauner (21) die neue Nummer eins sein wird.
„Michi” Hofmann wird also seinen Platz (zunächst) einmal auf der Bank finden. „Das ist für mich sehr schade, denn ich kann mich an keine gravierenden Fehler erinnern”, sagt Hofmann, der aber Profi genug ist, um auch mit dieser Situation umzugehen.
Schon einmal, in der Saison 2005/06, wurde ihm mit Timo Ochs ein Jüngerer vor die Nase gesetzt. Auch damals war Hofmann enttäuscht, musste damit leben. Nur ein Jahr später wurde Ochs nach Österreich transferiert und Hofmann stand wieder in der Kiste. Auch diese Phase hat der Bayreuther „überlebt”.
Hofmann wurde mitgeteilt, dass man ab dem ersten Spieltag auf den 21 Jahre alten Tschauner aus Wendelstein bei Nürnberg setzen würde, der im Vorjahr vom Club kam. Übrigens erging es Wittmann (40) in seiner Laufbahn ähnlich, als er bei der SpVgg Unterhaching auf einmal Platz für den jungen Gerhard Tremmel machen musste.
Die Gründe für den Wechsel zu „Tschauni” wurden Hofmann genannt: „Beide unterscheidet sehr, sehr wenig”, hatte Wittmann in einem Interview gesagt. Allerdings blieb Tschauner, ehemaliger U-21-Nationaltorhüter, in der Vorbereitung ohne Gegentreffer.
Natürlich ist sich Michael Hofmann über die Konkurrenzsituation im Torwartleben klar. „Ich kenne das. Damit kann ich umgehen.” Zum Keeperwechsel sagt Hofmann: „Junge Torleute sind anscheinend in Mode gekommen.” Aber dennoch wird Hofmann noch mindestens bis zum 30. Juni 2008 ein Löwe bleiben.
So sieht man ihn in der nächsten Saison öfter: Michael Hofmann auf der Bank Foto: Meier