05.04.2008 17:46
Altstädter ließen es gegen abstiegsgefährdeten FC Kempten mit 3:0 bewenden
Von Herbert Steininger
BAYREUTH. Der Spitzenreiter der Bayernliga wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht: Mit einem 3:0 (2:0) gegen den Abstiegskandidaten FC Kempten baute die SpVgg Bayreuth ihren Vorsprung auf den schärfsten Verfolger SpVgg Greuther Fürth II aus und kann dem kommenden Heimspiel am Mittwoch gegen den Tabellenelften TSV Aindling (18 Uhr) gelassen entgegen sehen.
Doch um gegen die Schwaben ebenfalls einen Dreier zu landen, werden die Altstädter im Angriff etwas weniger fahrlässig mit ihren Chancen umgehen müssen, als sie es gegen die Allgäuer taten.
Gerade dieser Umstand brachte den Bayreuther Trainer Klaus Scheer in Rage: „Wenn ich als Stürmer ein Tor machen will, dann tue ich auch alles dafür.“ Leise Kritik am bislang erfolgreichsten Schützen dieser Saison? Der fleißige Markus Fuchs hätte neben seinem Treffer zum 2:0 noch mindestens drei machen können, ja müssen.
Aber entweder stand ein Verteidigerbein oder der beste Kemptener, Torwart Stefan Metz, im Wege. Seine starke Vorstellung krönte der Gästekeeper, der mit verstauchter Hand und mit Schmerztabletten vollgestopft zwischen den Pfosten stand, als er in der 73. Minute einen an Manuel Stiefler verwirkten Foulelfmeter von Ingo Walther meisterte.

Traf in der 27. Minute: SpVgg-Stürmer Rene Schubart. Fotos: Lammel
Bis zur 27. Minute taten sich die Altstädter recht schwer gegen tief stehende Gäste, die geschickt die Räume eng machten, sich recht laufstark präsentierten und die Platzherren immer wieder ins Abseits laufen ließen.
Doch als sich Dominik Klement einen unverständlichen Ballverlust gegen den aufmerksamen René Schubart leistete, war es um die Allgäuer geschehen. Denn der Ex-Friesener steuerte alleine auf Metz zu, tunnelte diesen auch noch und vollendete zum 1:0.
Kemptens Coach Dieter Weinert machte diesen Treffer bereits als spielentscheidend aus: „Es ist immer so bei uns. Wenn wir ein Tor bekommen, wird es schwierig.“ Und wenn man sich nur neun Minuten später einen weiteren Ballverlust im Mittelfeld erlaubt, schwimmen die Felle eben davon.
Profiteur war diesmal Stefan Seufert, der Stiefler in die Gasse schickte, dieser dann Fuchs bediente, der keine Mühe mehr hatte (36.). Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu echtem Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor der Kemptener, die jegliches Aufbäumen vermissen ließen und mit den drei Gegentoren noch bestens bedient waren.
SpVgg Bayreuth: Berchthold – Wurster, Mayr, Balic (77. Goller), Demel – Walther – Stiefler, Seufert, Pavlovic (65. Pupovac) – Schubart (86. Brand), Fuchs.
FC Kempten: Metz – Zwickl (46. Weber), Klement (68. Thum), Ristic, Geiger – Hegenbart (31. Meffert), Höbel, Bartyik, Fenzl, Schlachter – Wachter.
SR: Hußnätter (Münchaurach); Zuschauer: 599; Ecken: 4:7.
Tore: 1:0 Schubart (27.), 2:0 Fuchs (36.), 3:0 Stiefler (83. – Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Stiefler, Balic, Wurster – Weber, Schlachter.

Plakate der Spvgg-Fans mit dem Apell an die Spieler: "Lasst unseren Traum weiter lebe und siegt für uns."
Quelle:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/ne ... ls_136.htm
...und jeder bringt noch einen kumpel mit !