Und so siehts in Trier aus . Geklaut von Transfermarkt.de
FUSSBALL-REGIONALLIGA SÜD: "Wir müssen schnell viel lernen"
08.09.2005
TRIER. Im Vorstands-Trio des Fußball-Regionalligisten Eintracht Trier ist Alfons Jochem in erster Linie für alle sportlichen Belange zuständig.
"Rückschläge werden sich nicht vermeiden lassen": Alfons Jochem bittet die Fans um Geduld mit der jungen Mannschaft. Foto: Hans Krämer
Vier Niederlagen in Folge zum Auftakt, dazu das sang- und klanglose Ausscheiden im DFB-Pokal – der Saisonstart der völlig neu formierten Eintracht-Mannschaft ging gründlich in die Hose. Vorstandsmitglied Alfons Jochem (44) bezieht im TV-Interview Stellung zur sportlichen Situation und äußert sich zur Infrastruktur des Vereins.
Herr Jochem, wie groß waren die Steine, die Ihnen nach dem ersten Saisonsieg am Freitag in Augsburg vom Herzen gefallen sind?
Alfons Jochem: Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit präsentiert hat, hat mich riesig gefreut. In der Halbzeitpause haben die Spieler gesagt, was sie wollen, und eine Reaktion gezeigt. Die Spieler haben die Zweikämpfe angenommen und ihre Technik umgesetzt – das funktioniert nur, wenn das Team als Einheit auf dem Platz steht. Die Mannschaft war zum ersten Mal richtig gut organisiert und hat ohne Angst gespielt.
Hat die Mannschaft schon genügend Lehrgeld bezahlt oder wird der Reifeprozess länger andauern?
Jochem: Die jungen Spieler müssen sehr schnell sehr viel lernen, das ist ein Reifeprozess. Dazu gehören auch negative Erfahrungen, und die waren in den ersten Spielen zu Hauf vorhanden. Durch die vier Niederlagen haben sich die äußeren und internen Erwartungshaltungen relativiert; auf die Mannschaft wartet noch ein schwieriger Weg.
Haben Sie die Spielstärke der jungen Akteure überschätzt?
Jochem: Die jungen Spieler haben wir zum Teil ein Stück weiter gesehen. Einige haben schon in der zweiten Liga gespielt, allerdings in einer intakten Mannschaft an der Seite von erfahrenen Profis. Nun tragen sie die finale Verantwortung – das ist der gravierende Unterschied. Zudem fehlt vielen die Spielpraxis, das haben wir unterschätzt. Spieler wie Bauer, Lösch, Drageljevic, Falkenmayer, Adrian, Donato, Suzuki und auch Braham haben kaum oder gar nicht gespielt.
Suchen Sie noch nach Verstärkungen?
Jochem: Wir suchen noch einen Stürmer, aber wir können nicht mit den finanziellen Anreizen eines Zweitligisten mithalten. Selbst in der Regionalliga gibt es viele Vereine, die mehr zahlen können. Wir haben die Hände nicht in den Schoß gelegt und viele Spieler kontaktiert, haben uns aber körbeweise Abfuhren eingeholt.
Stand für Sie der Trainer nach den vier Auftakt-Niederlagen zur Diskussion?
Jochem: Weil mir die Schwere seiner Aufgabe bewusst ist, wäre es mir zu billig gewesen, gewisse Dinge am Trainer fest zu machen. Michael Prus steht bei mir völlig außer Kritik. Eine Trainer-Diskussion würde ich nicht zulassen, als Vorstand muss man auch mal eine schwierige Situation durchstehen.
Einige professionelle Strukturen, die 2002 noch zu Regionalliga-Zeiten aufgebaut wurden, sind wieder abgeschafft worden: der Live-Ticker, die Stelle eines Pressesprechers. Warum?
Jochem: Wir haben direkt nach dem Abstieg niemand entlassen, weil der Arbeitsaufwand bis August so enorm wie zu Zweitligazeiten war. Wir wollten zudem zuerst die sportliche Entwicklung abwarten. Wenn wir kein Geld haben, um Spieler zu verpflichten, können wir aber auch keine Strukturen aufrecht erhalten. Wir müssen wieder stärker zurück zur Basis, die Fans greifen beim Live-Ticker ja schon zur Selbsthilfe.
Wieso trennt sich der Verein aber ausgerechnet von Pressesprecher Ralf Wigger, der seit fünf Jahren ein wichtiges Bindeglied zu den Medien und Fans ist?
Jochem: Das bedauere ich außerordentlich, gerade wegen seiner Außenwirkung zu den Fans. Aber wir können uns in der Regionalliga keinen Pressesprecher mehr leisten. Der Abstieg führt zu Verlusten im administrativen Bereich, nicht nur im sportlichen. Aber das kann sich auch wieder ändern, das hängt von unserer sportlichen Entwicklung ab. Die Fans zeigen bisher eine tolle Reaktion, trotz der Enttäuschung über die Niederlagen wird unser Weg mit vielen jungen und eigenen Spielern akzeptiert. Die Jungs brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Das Spiel in Augsburg lässt hoffen, aber Rückschläge werden sich wohl nicht vermeiden lassen.
Trier
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DI STEFANO
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DI STEFANO
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Wie wird dieser Satz aus Trier : Das Spiel in Augsburg lässt hoffen, aber Rückschläge werden sich wohl nicht vermeiden lassen.
In Bayreuth wohl weiter kommentiert ? Irgendwelche Vorschläge ?
In Bayreuth wohl weiter kommentiert ? Irgendwelche Vorschläge ?
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
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Carvetto
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Im nachhinein noch etwas von der Trierer Seite:
Der Gegner im Überblick - SpVgg Bayreuth[09.09.2005]
Dass man es in der dritten Liga um einiges schwieriger hat als noch in der Bayernliga, musste die Spielvereinigung bereits in den ersten fünf Partien der neuen Saison erfahren: Genauso wie die Eintracht hat auch die Mannschaft von Coach Lettieri erst drei Punkte auf dem Konto - bei drei Remis und zwei Niederlagen. Immerhin wurde dem Team im jüngsten Duell vor hei- mischer Kulisse im Hans-Walter-Wild-Stadion gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern (1:2 durch einen Gegentreffer in der Schlussminute besiegelt) die beste Saisonleistung bescheinigt.
Während der Großteil der Bayreuther Mannschaft bislang ausschließlich über Bayernliga-Erfahrung verfügte und offensichtlich in den ersten Begegnungen noch einiges an Lehrgeld bezahlen musste, ragt ein Akteur mit seiner Routine ganz besonders heraus: In der Sommerpause gelang den Verantwortlichen des Klubs mit der Verpflichtung von Angreifer Martin Driller ein echter Coup. 138 Mal spielte der heutige 35-Jährige für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Borussia Dortmund in Liga eins, kam dann als Vertragsloser in die Festspielstadt. Eine höchst bekannte Station hat auch Alberto Mendez schon hinter sich: Der Neuzugang vom freiwilligen Absteiger SC Feucht stand einst im Kader von keinem Geringeren als Arsenal London. Der Werdegang von Mendez mutete zwischenzeitlich wie ein Märchen an: Arsenals Top-trainer Arsene Wenger entdeckte den Sohn spanischer Gastarbeiter 1997 bei einem Fünftligaspiel zwischen dem SC Feucht und dem ESV Rangierbahnhof Nürnberg. Für damals 600 000 Euro Ablöse (!) ging der Mittelfeldspieler nach Highbury, unterschrieb einen Sechs-Jahres-Vertrag (!). An der Seite von Denis Bergkamp & Co. absolvierte Mendez in der ersten Saison sechs Spiele in der Premier League. Über die Ausleihstationen AEK Athen, SpVgg Unterhaching und zwei spanische Klubs ging es dann wieder nach Feucht, ehe der Wechsel nach Bayreuth folgte.
Heute sind die Bayreuther froh um Akteure, die auf höchstem Niveau gekickt haben. Viel fehlte einst nicht und die "Oldschdod" (in Oberfranken wird mit dieser Bezeichnung die Verbindung zum Klub-Vorgänger Spvgg Bayreuth-Altstadt hergestellt) hätte selbst Bundesliga gespielt: Gegen Ende eines "Goldenen Jahrzehnts" durften die Schwarz-Gelben 1979 als "Vize" der Zweiten Bundesliga Süd gegen den Nord-Zweiten Bayer 05 Uerdingen ran - und scheiterten beim 1:1 und 1:2 denkbar knapp. 1980 gab es ein sensationelles 1:0 im DFB-Pokal über den FC Bayern München, 1982 folgte allerdings der Abstieg in die Bayernliga. Doch 1985 und 1987 feierte man zwei weitere Aufstiege in die Zweite Bundesliga - nicht zuletzt dank des großzügigen Engagements von Großschlächter Hans Wölfel. Kurios: Zwischen 1988 und 1990 belegte man drei Mal in Serie Abstiegsplätze, durfte aber zwei Mal im bezahlten Fußball bleiben, da Rot-Weiß Oberhausen und den Offenbacher Kickers die Lizenz entzogen wurde. Als Mäzen Hans Wölfel starb, versiegten die Geldquellen vorläufig in Bayreuth. Schritt für Schritt ging es in den Neunzigern nach unten, sogar bis in die fünftklassige Landesliga. 2001 erfolgte dann die Rückkehr in die Bayernliga, ehe gegen Ende der vorigen Spielzeit der Aufstieg in Liga drei bejubelt werden durfte.
Der Gegner im Überblick - SpVgg Bayreuth[09.09.2005]
Dass man es in der dritten Liga um einiges schwieriger hat als noch in der Bayernliga, musste die Spielvereinigung bereits in den ersten fünf Partien der neuen Saison erfahren: Genauso wie die Eintracht hat auch die Mannschaft von Coach Lettieri erst drei Punkte auf dem Konto - bei drei Remis und zwei Niederlagen. Immerhin wurde dem Team im jüngsten Duell vor hei- mischer Kulisse im Hans-Walter-Wild-Stadion gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern (1:2 durch einen Gegentreffer in der Schlussminute besiegelt) die beste Saisonleistung bescheinigt.
Während der Großteil der Bayreuther Mannschaft bislang ausschließlich über Bayernliga-Erfahrung verfügte und offensichtlich in den ersten Begegnungen noch einiges an Lehrgeld bezahlen musste, ragt ein Akteur mit seiner Routine ganz besonders heraus: In der Sommerpause gelang den Verantwortlichen des Klubs mit der Verpflichtung von Angreifer Martin Driller ein echter Coup. 138 Mal spielte der heutige 35-Jährige für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Borussia Dortmund in Liga eins, kam dann als Vertragsloser in die Festspielstadt. Eine höchst bekannte Station hat auch Alberto Mendez schon hinter sich: Der Neuzugang vom freiwilligen Absteiger SC Feucht stand einst im Kader von keinem Geringeren als Arsenal London. Der Werdegang von Mendez mutete zwischenzeitlich wie ein Märchen an: Arsenals Top-trainer Arsene Wenger entdeckte den Sohn spanischer Gastarbeiter 1997 bei einem Fünftligaspiel zwischen dem SC Feucht und dem ESV Rangierbahnhof Nürnberg. Für damals 600 000 Euro Ablöse (!) ging der Mittelfeldspieler nach Highbury, unterschrieb einen Sechs-Jahres-Vertrag (!). An der Seite von Denis Bergkamp & Co. absolvierte Mendez in der ersten Saison sechs Spiele in der Premier League. Über die Ausleihstationen AEK Athen, SpVgg Unterhaching und zwei spanische Klubs ging es dann wieder nach Feucht, ehe der Wechsel nach Bayreuth folgte.
Heute sind die Bayreuther froh um Akteure, die auf höchstem Niveau gekickt haben. Viel fehlte einst nicht und die "Oldschdod" (in Oberfranken wird mit dieser Bezeichnung die Verbindung zum Klub-Vorgänger Spvgg Bayreuth-Altstadt hergestellt) hätte selbst Bundesliga gespielt: Gegen Ende eines "Goldenen Jahrzehnts" durften die Schwarz-Gelben 1979 als "Vize" der Zweiten Bundesliga Süd gegen den Nord-Zweiten Bayer 05 Uerdingen ran - und scheiterten beim 1:1 und 1:2 denkbar knapp. 1980 gab es ein sensationelles 1:0 im DFB-Pokal über den FC Bayern München, 1982 folgte allerdings der Abstieg in die Bayernliga. Doch 1985 und 1987 feierte man zwei weitere Aufstiege in die Zweite Bundesliga - nicht zuletzt dank des großzügigen Engagements von Großschlächter Hans Wölfel. Kurios: Zwischen 1988 und 1990 belegte man drei Mal in Serie Abstiegsplätze, durfte aber zwei Mal im bezahlten Fußball bleiben, da Rot-Weiß Oberhausen und den Offenbacher Kickers die Lizenz entzogen wurde. Als Mäzen Hans Wölfel starb, versiegten die Geldquellen vorläufig in Bayreuth. Schritt für Schritt ging es in den Neunzigern nach unten, sogar bis in die fünftklassige Landesliga. 2001 erfolgte dann die Rückkehr in die Bayernliga, ehe gegen Ende der vorigen Spielzeit der Aufstieg in Liga drei bejubelt werden durfte.
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schorschla
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