Geld aus Bandenwerbung bleibt bei den Vereinen
BAYREUTH. Es ist inzwischen eine Routineübung des Hauptausschusses des Stadtrats: Die Überlassung der Einnahmen aus der Bandenwerbung an die Vereine zu genehmigen.

Etwa 19.000 Euro hat die Bandenwerbung im Hans-Walter-Wild-Stadion eingebracht. Foto: Lammel/Archiv
Neu allerdings ist ab diesem Jahr, dass es keine finanziellen Untergrenzen mehr für die Werbeflächen geben wird.
Diese Untergrenzen betreffen die städtischen Sportstätten, die den Vereinen zur Verfügung gestellt werden, genauer: Das Hans-Walter-Wild-Stadion und das Eisstadion. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl bezifferte die Einnahmen in der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochnachmittag auf rund 30.000 Euro im Eisstadion für den EHC und etwa 19.000 Euro im Hans-Walter-Wild-Stadion. Die Handballer der Haspo dürfen rund 5500 Euro behalten, die sie aus der Bandenwerbung im Schulzentrum-Ost erzielen.
30 Prozent müssen in Jugendarbeit gesteckt werden
Was mit dem Geld passiert, das die Spielvereinigung (SpVgg) Bayreuth im Stadion an Bandenwerbung einnimmt, wurde in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung genommen, da dort noch ein weiterer Punkt anstand, der den Verein betraf. Allen Einnahmen jedoch ist auch weiterhin gemein, dass 30 Prozent der Summe zweckgebunden in die Jugendarbeit der Vereine gesteckt werden muss.
Widerstand gegen die Aufhebung der Mindestsätze für die Bandenwerbung regte sich bei Ernst-Rüdiger Kettel (BG). Er sagte, die Regelung sei einst mit „gutem Grund eingeführt worden: um die kleineren Vereine nicht zu schädigen“. Diese Strategie, entgegnete Hohl, zähle heute jedoch nicht mehr. Viele Vereine hätten leere Flächen an den Banden, auch in den städtischen Sportstätten. Durch die neue Regelung „braucht aber auch kein anderer Verein Angst haben“, sagte Hohl.
Quelle:
http://nordbayerischer-kurier.de/nachri ... ails_9.htm