Der Aufstiegs-und-meister-gratulations-Thread !

Aktuelle Saison, Spiele, Transfers, Bayerischer Toto-Pokal.
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Rainer
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Registriert: 12 Jun 2004, 15:42

Beitrag von Rainer »

Und jetzt auch von mir:

GLÜCKWUNSCH OLDSCHDODD.

Leider gibts jetzt die nächste Zeit keine Derbies mehr mit euch. Müss mer halt so kommen.
seit 11.6. gibt es eine zweite SpVgg für mich
SoSoCozy
Beiträge: 27
Registriert: 22 Mai 2005, 10:01
Wohnort: Freising

Beitrag von SoSoCozy »

Herzlichen Glückwunsch auch von mir.

Hab heute in der Münchner TZ folgende Schlagzeile entdeckt:
"Ex-Löwe Gino auf Wolke sieben" - Am Samstag konnte ein Ex-Löwe so richtig jubeln: Gino Lettieri, einst Spieler und Trainer bei den Amateuren, holte mit der SpVgg Bayreuth die Meisterschaft in der Bayernliga und den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Sollten die Oberfranken keine Lizenz erhalten, dann würde der Tabellenzweite FC 04 Ingolstadt nachrücken [...]". Na ich hoffe soweit kommts nicht!

Habe das Spiel in Ismaning gesehen und es war einfach super der Altstadt zuzuschauen. Freu mich schon auf die Regionalliga, dann kann ich mir zwei Spiele der Altstadt in München anschauen (60er Amateuere & Bayern Amateure).

Viele Grüße von einem (mittlerweile in München lebenden) Altstädter!
Jean S.
Beiträge: 13527
Registriert: 24 Jul 2002, 22:40
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Beitrag von Jean S. »

Leider etwas verspätet, aus der rundschau vom montag... in der redaktion zu einem bericht zusammengefasst...

Eine Mischung aus geballt herausgeschriiener Freude, Lachen und Stolz erfüllte das Gesicht von Gino Lettieri, als der überragend leitende Referee Joachim Schroff einen letzten Pfiff ertönen ließ. Mit einem eindrucksvoll herausgespielten 4:1-Erfolg gegen den FC Memmingen hat sich die SpVgg Bayreuth den sechsten Bayernliga-Meistertitel der Vereinsgeschichte erspielt und die Rückkehr in den bezahlten Fußball geschafft. „Wir wollen einfach den Sieg von der ersten Minute an“ zollte Lettieri den Seinen für den unbändigen Willen bei subtropischen Temperaturen Respekt. Ausgerechnet der vom Coach oft gescholtene Regisseur Stefan Seufert leitete die Feierarien ein. Nach einem noch um Haaresbreite verzogenen Freistoß (1.) traf er mit einem bundesligareifen Lupfer zur heißersehnten Führung. Spätestens als die druckvoll agierenden Bayreuther durch Sajaja nachlegten – er verwertete eine feine Arancino-Flanke per Kopf (26.) kannte die Stimmung kein Halten mehr. „Nie mehr Bayernliga“ erschallte es unisono aus 4200 Kehlen – die Rückkehr war fast perfekt. Mit einem Doppelschlag war das Meisterstück endgültig geschafft: Abermals der spielfreudige Sajaja (47.) und Torjäger Andreas Fischer (49.) mit seinem 21. Saisontreffer leiteten ein 40-minütiges Schaulaufen ein. Da half es dem Konkurrenten aus Ingolstadt auch nichts, dass er gegen Fürstenfeldbruck mit 3:0 die Oberhand behielt. „Unsere Abwehr war erneut der Grundstein zum Erfolg“ hatte Lettieri für seine Defensivfraktion ein Sonderlob übrig. Da störte es auch nicht, dass Höbel mit einem schönen Tor ein De-ja-vu Erlebnis für Keeper Christian Berchthold verhinderte: Das 17. Spiel ohne Gegentor war dem überragenden Youngster nicht vergönnt. Ein zweites Tor wäre für die Gäste, die mit ihren Punktgewinnen über Ismaning, Ingolstadt und Nürnberg maßgeblichen Anteil am Bayreuther Meistertitel hatten, durchaus möglich gewesen. Höbel drosch einen Foulelfmeter aber in den sonnenüberfluteten Bayreuther Nachmittagshimmel (85.).
Schiedsrichter: Schroff (Herzogenaurach).
Gelbe Karte: keine.
Tore: 1:0 Seufert (9.), 2:0, 3:0 Sajaja (26./47.), 4:0 Fischer (49.), 4:1 Höbel (63.).
Zuschauer: 4200.
SpVgg Bayreuth: Berchthold – Deffner, Konjevic, Mayr, Füssmann – Arancino (64. Wurster), Demel, Contala, Seufert (64. Stapelfeld) – Fischer (75. Bock), Sajaja.
FC Memmingen: Liebherr – Methfessel – Pfohmann, Mader – Yilmaz (46. Wild), Dausch (52. Böck), Bader (52. Burger), Manz, Holzapfel – Zobel, Höbel.
Andreas Bär


Stillstand ist Rückschritt bei der SpVgg Bayreuth. „Ich mache keinen Hehl daraus. Mein Ziel ist die zweite Bundesliga“. Präsident Heinz Wicklein wie man ihn kennt. Oft wird er als Fantast hingestellt. Er ist es in seiner Art und Weise auch. Aber er geht seine Ziele mit Weitblick und Verstand an. „Jetzt wisst ihr, wie es aussieht wenn der Druck hier weg ist“ lachte Gino Lettieri, der sich seines hellblauen Glücks-Pullovers während des Spiel entledigte. Die Planungen im Hintergrund laufen jetzt auf Hochtouren. „Wir haben mit vielen Spielern gesprochen“ verrät Wicklein „und zwar mit Leuten, die uns verstärken“. 14 gute Bayernligaspieler hat der Präsident derzeit ausgemacht, davon will er 13 behalten – derjenige der wegfällt, dürfte Mario Rasp sein, der um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten hat. Mit drei Spielern plant der Trainer nicht mehr, weshalb acht Neuzugänge eingeplant sind. Kein Geheimnis ist, dass mit Sebastian Knüttel (TSV Großbardorf) und Florian Schrepel (SpVgg Weiden) zwei der Torjäger-Kronprinzen hinter Andreas Fischer auf dieser Liste ganz weit oben stehen – auch Visar Rushiti, Landesligatoptorjäger von der DVV Coburg soll eine heißes Thema sein. Apropos Fischer: Ob der Ligatorjäger seine Karriere in Bayreuth fortsetzt, entscheidet sich in den nächsten Tagen nach seinem Urlaub. Auch für den Fall eines Abganges ist aber vorgesorgt. Es würde nicht überraschen, sollte Vladimir Manislavic vom FC Augsburg da ein Kandidat sein. Der einstige Bayernliga-Torschützenkönig war einst Lettieris Lieblingsschüler in der Fuggerstadt und bekommt dort keinen Vertrag mehr.
„Es liegt förmlich auf der Hand, dass wir uns eim SC Feucht umsehen“ meint Wicklein. Schließlich verzichtet der finanziell angeschlagene Nachbar auf den weiteren Start in der Regionalliga. „Wir haben unsere Fühler ausgestreckt“. Fast schon sicher scheint der Zugang von Stürmer Jürgen Schmid, der aus der Talentschmiede des FC Bayern München hervorging. Auch Defensivmann Markus Haushahn wurde am Rande des Pokalspiels gegen Frohnlach in den Katakomben gesichtet. Und nicht zuletzt natürlich Ex-Championsleague-Teilnehmer Alberto Mendez. Der einst aus Mittelfranken zu Arsenal London gewechselte Spanier nahm seine potenziellen nächstjährigen Mitspieler am Samstag unter die Lupe. „Heinz Wicklein wird jetzt den nächsten Schritt in Angriff nehmen“ zeigte sich Lettieri angetan von der Umtriebigkeit seines Präsidenten. Für Lettieri schließt sich mit dem Aufstieg ein Kreis: „Alle haben gemeint, 1860 und Augsburg waren Selbstläufer“ erinnerte er sich an frühere Aufstiege „ich bin gespannt, was die Kritiker jetzt sagen“ Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz zeigte sich begeistert vom Erfolg der Altstadt: „Der nordfränkische Fußball hat sein Flagschiff wieder“ Und BFV-Schatzmeister Günter Lommer (Cham), der die offizielle Meisterehrung vornahm schickte seine Glückwünsche hinterher: „Es ist wichtig, dass Oberfranken wieder ein Aushängeschild hat, der zudem eine hervorragende Traditon vorweisen kann“. Diese Traditon will auch die Stadt Bayreuth unterstützen. Mronz sagte zu, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Stadion in einer allgemeinverträglichen Lösung durchzuführen. „Es ist schwierig für eine Mittelstadt wie Bayreuth den Spitzensport hochzuhalten“ so der Oberbürgermeister „aber wir werden unseren Teil dazu beitragen“. Und nochmals Lettieri: „Für mich ist es eine ganz wichtige Meisterschaft, da die Region tot ist, was Fußball angeht. Daher war es auch schade, dass es vor ein paar Jahren in Hof nicht geklappt hat“. In einem kann er sich sicher sein: Die Region lebt wieder.

Andreas Bär
Die Zukunft ist leicht, die vergeht.
Die Vergangenheit ist hart, die bleibt.
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