Schrepel und SpVgg - es ist vorbei
Stürmer wechselt zum Freien TuS - Fritsch: "Wir sind stinksauer" - Schrepel: "Keine Zusage"
Weiden/Regensburg. (mr) Florian Schrepel kickt künftig an der Schillerwiese. "Die Modalitäten sind geklärt, der Vertrag ist unterschrieben, Florian spielt ab dem 1. Januar für uns." Erich Karl, Spielleiter des Landesligisten Freier TuS Regensburg, bestätigte am Mittwoch die überraschende Verpflichtung des Stürmers aus Weiden, der zuletzt bei der SpVgg Bayreuth spielte.
Auch eine Rückkehr des 24-Jährigen zu seinem Heimatverein SpVgg Weiden war in den vergangenen Wochen immer wieder im Gespräch. SpVgg-Boss Michael Fritsch, der zurzeit am Tegernsee urlaubt, ist sauer über diese Entwicklung: "Wir haben ihm nicht nur ein Angebot gemacht. Unser Trainer und ich hatten eine feste Zusage per Handschlag von ihm. Wir sind davon ausgegangen, dass er zu uns kommt." Die ganzen Planungen für die Rest-Rückrunde in der Landesliga Mitte seien darauf ausgelegt gewesen. "Das ist kein Stil", schimpfte Fritsch und sagte, dass Schrepel, solange er am Wasserwerk Vorsitzender sei, nicht mehr für die SpVgg spielen werde.
Bessere Perspektiven
Schrepel sagte dazu am Mittwoch: "Ich habe niemals eine Zusage gegeben." Man habe sich das einzige Mal vor etwa zwei Monaten getroffen und gesprochen. Er sei gefragt worden, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könne. Er habe dies grundsätzlich bejaht, aber nur wenn der Vorsprung auf die Spitze nicht größer werde und noch weitere Spieler geholt würden. "Alleine kann ich es auch nicht richten." Der Vorsprung sei aber größer geworden. "Zudem sehe ich in Regensburg die größeren sportlichen Perspektiven."
Nun schnürt der Torjäger, der auch schon für die Amateure des TSV 1860 München und den SC Feucht spielte, an der Donau seine Fußballschuhe. Der Freie TuS hat als Tabellenzweiter der Landesliga Mitte (mit 44 Zählern punktgleich mit Spitzenreiter FSV Erlangen-Bruck) gute Chancen auf den Aufstieg in die Bayernliga. TuS-Spielleiter Karl: "Wir wollen auch unbedingt rauf." Sollte das klappen, wolle man Schrepel natürlich längerfristig binden. Erst einmal hat der Torjäger einen Vertrag bis 30. Juni 2006 in Regensburg. Im Sturm hakt es beim Landesligisten. Florian Dieterle hat bisher zwar 13 Treffer erzielt, kommt aber aus dem Mittelfeld. "Wir haben vorne was tun müssen", sagt Karl, "und Florian Schrepel ist nun mal ein Topstürmer." Er sei auch ein Wunschspieler von Trainer Karsten Wettberg gewesen.
Bei seinem halbjährigen Intermezzo in Bayreuth kam Schrepel aber nicht zurecht. Beim Regionalliga-Aufsteiger war ihm durchaus zugetraut worden, neben dem Ex-Clubberer Martin Driller zu stürmen. Zuletzt hatte er aber nur Einsatzzeiten in der Landesliga-Truppe der Wagnerstädter.
Rasp kehrt nicht zurück
Die Weidener müssen sich jetzt nach neuem Ersatz im Sturm umsehen. Am Dienstag und Mittwoch war extra Training angesetzt worden, um zwei Stürmer zu testen. "In ein, zwei Wochen wird sich was tun", versprach Fritsch. Namen gibt es noch keine, doch einer der Spieler soll schon Erfahrungen im Profibereich gesammelt haben. Auch zwei weitere Kicker seien noch in der Auswahl. "Wir werden mindestens einen holen, wenn nicht sogar zwei."
Qualität tut auch Not, denn Mario Rasp, dessen Vertrag in den vergangenen Wochen ruhte, wird nicht ans Wasserwerk zurückkehren. Fritsch: "Er wird nicht mehr für uns spielen." Seine berufliche Belastung sei wohl zu hoch, vermutet der SpVgg-Boss.
Quelle:
http://www.zeitung.org/onetz/811694-134,1,0.html