SV Darmstadt 98
-
martinez
- Beiträge: 6645
- Registriert: 10 Jul 2002, 13:03
- Wohnort: am rande der oldschdod
- Kontaktdaten:
-
katinka
- Beiträge: 808
- Registriert: 13 Mai 2003, 22:03
- Wohnort: Darmstadt - Bayreuth - Coburg
ähm, ja....
habe ja auch A-Block-Dauerkarte...
war da aber schon weg (ähm, Toilette) und habe deswegen gar nix mit zu tun
habe mir aber danach von meinen Freunden anhören müssen: "sei froh, dass du nimmer da warst, die haben "scheiß bayreuther" und "gino raus" gebrüllt"
da hätte ich wahrscheinlich echt einen zuviel gekriegt, wenn ich da noch da gewesen wäre....!
habe ja auch A-Block-Dauerkarte...
war da aber schon weg (ähm, Toilette) und habe deswegen gar nix mit zu tun
habe mir aber danach von meinen Freunden anhören müssen: "sei froh, dass du nimmer da warst, die haben "scheiß bayreuther" und "gino raus" gebrüllt"
da hätte ich wahrscheinlich echt einen zuviel gekriegt, wenn ich da noch da gewesen wäre....!
-
MysticBlue
- Beiträge: 174
- Registriert: 27 Nov 2004, 15:58
- Wohnort: Darmstadt
Offizielle Mitteilung des Präsidiums:
>>Trainer und Mannschaft brauchen die Unterstützung der Fans“
SV 98-Präsidium über Zuschauerreaktionen enttäuscht
Das Präsidium des SV Darmstadt 98 äußert sich enttäuscht über die Zuschauerreaktionen am Rande der Heimniederlage gegen den FK Pirmasens am vergangenen Freitag. Es sei völlig unverständlich, dass Teile des Publikums trotz der 1:0- Halbzeitführung das Team mit Pfiffen in die Kabine geschickt und am Ende mit Schmährufen belegt haben. „Viele Spieler sind gerade wegen des tollen Publikums gekommen, nun spüren sie mangelndes Vertrauen und fast schon Hysterie bei jedem Fehlpass. Das trägt nicht dazu bei, dass die Mannschaft besser spielt“, erklären die Vizepräsidenten Karlheinz Hahn und Karl-Heinz Wandrey und wünschen sich mehr Geduld und Unterstützung für die Mannschaft und Trainer Gino Lettieri: „Wer schon einmal das Training besucht hat, weiß, wie besessen und akribisch gearbeitet wird. Aber noch fehlt es nach so kurzer Zeit an den notwendigen Automatismen im Zusammenspiel. Da sind Pfiffe aber kontraproduktiv.“
Allerdings möchte das Präsidium der Mannschaft kein Alibi für schwache Leistungen ausstellen. „Offene Kritik gehört zum Fußball, es fragt sich nur, in welcher Art und wann sie vorgetragen wird. Gerade das Darmstädter Publikum, das sich zu recht für eines der besten in der Regionalliga hält, sollte seine wirkliche Qualität hier beweisen, indem es die Mannschaft lautstark anfeuert“, so der Wunsch des Präsidiums. Von der Gegengerade aus sei dies immerhin auch 90 Minuten lang geschehen.
Über die Ursachen der Ungeduld und schroffen Kritik mag man indes nicht spekulieren. „Es geht um die Fakten. Fakt ist, dass wir eine gut besetzte Mannschaft und eine gesunde Mischung aus Erfahrung und Jugend im Team haben. Fakt ist, dass eine Blockbildung - hier Bayreuth, da Darmstadt – völlig aus der Luft gegriffen ist. Fakt ist auch, dass selten eine Mannschaft so sehr in die Vereinsstrukturen integriert war wie diese. Trainer und Spieler sehen den SV 98 als „ihren“ Verein und identifizieren sich mit ihm“, so Karlheinz Hahn.
Das Präsidium des SV Darmstadt 98 wünscht sich daher, dass das Publikum zur Mannschaft findet. „Besonders in schwierigen Situationen brauchen die Spieler die Unterstützung von den Rängen. Jeder sollte sich das auch am Böllenfalltor immer wieder gesungene Lied „You`ll never walk alone“ in Erinnerung rufen. Es hat nicht nur eine schöne Melodie, sondern auch eine klare Botschaft“.
<<
Ich bin zwar ein bekennender Kritiker unseres Präsidiums, aber das ist genau die richtige Reaktion! Endlich ein klares Zeichen, dass es so nicht geht! Das kann ich so nur 100%ig unterschreiben!
>>Trainer und Mannschaft brauchen die Unterstützung der Fans“
SV 98-Präsidium über Zuschauerreaktionen enttäuscht
Das Präsidium des SV Darmstadt 98 äußert sich enttäuscht über die Zuschauerreaktionen am Rande der Heimniederlage gegen den FK Pirmasens am vergangenen Freitag. Es sei völlig unverständlich, dass Teile des Publikums trotz der 1:0- Halbzeitführung das Team mit Pfiffen in die Kabine geschickt und am Ende mit Schmährufen belegt haben. „Viele Spieler sind gerade wegen des tollen Publikums gekommen, nun spüren sie mangelndes Vertrauen und fast schon Hysterie bei jedem Fehlpass. Das trägt nicht dazu bei, dass die Mannschaft besser spielt“, erklären die Vizepräsidenten Karlheinz Hahn und Karl-Heinz Wandrey und wünschen sich mehr Geduld und Unterstützung für die Mannschaft und Trainer Gino Lettieri: „Wer schon einmal das Training besucht hat, weiß, wie besessen und akribisch gearbeitet wird. Aber noch fehlt es nach so kurzer Zeit an den notwendigen Automatismen im Zusammenspiel. Da sind Pfiffe aber kontraproduktiv.“
Allerdings möchte das Präsidium der Mannschaft kein Alibi für schwache Leistungen ausstellen. „Offene Kritik gehört zum Fußball, es fragt sich nur, in welcher Art und wann sie vorgetragen wird. Gerade das Darmstädter Publikum, das sich zu recht für eines der besten in der Regionalliga hält, sollte seine wirkliche Qualität hier beweisen, indem es die Mannschaft lautstark anfeuert“, so der Wunsch des Präsidiums. Von der Gegengerade aus sei dies immerhin auch 90 Minuten lang geschehen.
Über die Ursachen der Ungeduld und schroffen Kritik mag man indes nicht spekulieren. „Es geht um die Fakten. Fakt ist, dass wir eine gut besetzte Mannschaft und eine gesunde Mischung aus Erfahrung und Jugend im Team haben. Fakt ist, dass eine Blockbildung - hier Bayreuth, da Darmstadt – völlig aus der Luft gegriffen ist. Fakt ist auch, dass selten eine Mannschaft so sehr in die Vereinsstrukturen integriert war wie diese. Trainer und Spieler sehen den SV 98 als „ihren“ Verein und identifizieren sich mit ihm“, so Karlheinz Hahn.
Das Präsidium des SV Darmstadt 98 wünscht sich daher, dass das Publikum zur Mannschaft findet. „Besonders in schwierigen Situationen brauchen die Spieler die Unterstützung von den Rängen. Jeder sollte sich das auch am Böllenfalltor immer wieder gesungene Lied „You`ll never walk alone“ in Erinnerung rufen. Es hat nicht nur eine schöne Melodie, sondern auch eine klare Botschaft“.
<<
Ich bin zwar ein bekennender Kritiker unseres Präsidiums, aber das ist genau die richtige Reaktion! Endlich ein klares Zeichen, dass es so nicht geht! Das kann ich so nur 100%ig unterschreiben!
-
Carvetto
- Beiträge: 7081
- Registriert: 04 Apr 2003, 15:16
- Wohnort: BTH
-
MysticBlue
- Beiträge: 174
- Registriert: 27 Nov 2004, 15:58
- Wohnort: Darmstadt
-
altstadtfanimexil
- Beiträge: 862
- Registriert: 30 Jan 2003, 02:02
- Wohnort: Hamburg
-
Thommy
- Beiträge: 1334
- Registriert: 23 Apr 2003, 00:31
- Wohnort: Bad Staffelstein
- Kontaktdaten:
-
Marathon-Tor-Mann
- Beiträge: 560
- Registriert: 22 Mai 2005, 21:18
- Wohnort: Eppendorfer Grillstation
- Kontaktdaten:
-
MysticBlue
- Beiträge: 174
- Registriert: 27 Nov 2004, 15:58
- Wohnort: Darmstadt
So paradox es klingt, aber vielleicht war das gestern die Wende.
Die Jungs wurden 90 Minuten angefeuert und die haben es mit leidenschaftlichem Kampf zurückgezahlt.
Hier mal ein Auszug aus unserem Forum:
>>
Zu der Stimmung heute: Ich gehe seit mittlerweile fast 30 Jahren zu den Lilien. So etwas wie heute habe ich nur ganz selten erlebt. Unglaublich. So unglaublich, dass jede einzelne Ire nach dem Spiel zu mir kam und mir sagte, wie unglaublich das alles war. Sensationell. Irgendwie fehlen mir die passenden Begrifflichkeiten. Das hat auch die Mannschaft gemerkt und bis zum Umfallen gekämpft! Weiter so. Jetzt erst recht.
Die Iren waren echt der Hammer. Wie jeder von denen "Wir sind Darmstädter" mitgesungen hat, hammer. Und jetzt wollen sie einen "Darmstadt Supporters Club Ireland" gründen. Unglaublich. Am Ende stand jeder Zweite von denen im Lilientrikot da, gerade getauscht gegen ein Irland-Trikot. Klasse. Und sie wollen es zum Länderspiel anziehen. So macht man sich Freunde. Die richtigen Freunde. Mein Herz schlägt ja schon seit rund 25 Jahren zumindest zur Hälfte irisch. 1988 war ich in Stuttgart bei der EM zwischen England und Irland, das die Iren glaube ich 1:0 gewannen.
Ach was sag ich. Klasse.
Cheers.<<
Ich könnte mich grün und blau ärgern, dass ich keinen Urlaub genommen habe.
Die Jungs wurden 90 Minuten angefeuert und die haben es mit leidenschaftlichem Kampf zurückgezahlt.
Hier mal ein Auszug aus unserem Forum:
>>
Zu der Stimmung heute: Ich gehe seit mittlerweile fast 30 Jahren zu den Lilien. So etwas wie heute habe ich nur ganz selten erlebt. Unglaublich. So unglaublich, dass jede einzelne Ire nach dem Spiel zu mir kam und mir sagte, wie unglaublich das alles war. Sensationell. Irgendwie fehlen mir die passenden Begrifflichkeiten. Das hat auch die Mannschaft gemerkt und bis zum Umfallen gekämpft! Weiter so. Jetzt erst recht.
Die Iren waren echt der Hammer. Wie jeder von denen "Wir sind Darmstädter" mitgesungen hat, hammer. Und jetzt wollen sie einen "Darmstadt Supporters Club Ireland" gründen. Unglaublich. Am Ende stand jeder Zweite von denen im Lilientrikot da, gerade getauscht gegen ein Irland-Trikot. Klasse. Und sie wollen es zum Länderspiel anziehen. So macht man sich Freunde. Die richtigen Freunde. Mein Herz schlägt ja schon seit rund 25 Jahren zumindest zur Hälfte irisch. 1988 war ich in Stuttgart bei der EM zwischen England und Irland, das die Iren glaube ich 1:0 gewannen.
Ach was sag ich. Klasse.
Cheers.<<
Ich könnte mich grün und blau ärgern, dass ich keinen Urlaub genommen habe.
-
motorhorst
- Beiträge: 8025
- Registriert: 20 Apr 2002, 08:24
- Wohnort: Bareid(er simmer)
- Kontaktdaten:
Finde ich überragend, wenn trotz einer Niederlage so eine Stimmung herrscht. Das spricht sehr für die Fans.
Kann mich da an einen verregneten Abend in Ingolstadt erinnern, als die Mannschaft kopfschüttelnd vor unserem Block stand. Die verstanden es einfach nicht, wie man nach einer Niederlage so gefeiert werden kann...
Das Ende ist ja bekannt.
Auf geht's Lilien!
Kann mich da an einen verregneten Abend in Ingolstadt erinnern, als die Mannschaft kopfschüttelnd vor unserem Block stand. Die verstanden es einfach nicht, wie man nach einer Niederlage so gefeiert werden kann...
Das Ende ist ja bekannt.
Auf geht's Lilien!
-
schorschla
- Beiträge: 20196
- Registriert: 27 Jul 2002, 15:59
-
Locke
- Beiträge: 2492
- Registriert: 19 Mai 2005, 22:00
- Wohnort: Region der Mandelbäume, Feigen und Tigermücken
Der Herbst kann ungemütlich werden
Fußball-Regionalliga: SV 98 macht Fortschritte in der Defensive, doch es fehlt ein Erfolgserlebnis - Sonntag DFB-Pokal
Eigentlich steht der große Festtag dieser Saison bevor. Am Sonntag (17 Uhr) trifft der SV Darmstadt 98 im DFB-Pokal auf Bundesligist Hertha BSC Berlin. Endlich mal wieder der Hauch von großem Fußball am Böllenfalltor. Bereits 10 000 Eintrittskarten sind verkauft, mit 15 000 Zuschauern (das Fassungsvermögen ist auf 19 000 begrenzt) rechnen die Südhessen. Eigentlich ein großes Ereignis. Doch darüber verliert derzeit keiner ein Wort am Böllenfalltor, die Gedanken sind beim Ist-Zustand in der Regionalliga Süd. Und der ist alles andere als rosig.
Nach drei Niederlagen in Folge geht der Blick nicht mehr nach oben, sondern nach unten, denn der SV 98 steht kurz vor den Abstiegsrängen. Das Paradoxe: am Freitag bei den Stuttgarter Kickers boten die Darmstädter eine starke Partie, vielleicht sogar die bislang stärkste unter Trainer Gino Lettieri - und kassierten mit 0:3 die höchste Saisonniederlage. "Wir haben sehr gut gestanden, bis zur 60. Minute keine Chance zugelassen und hätten zur Halbzeit führen müssen", analysierte Trainer Lettieri nach der bitteren Niederlage, die durch einen Sonntagsschuss von Manuel Hartmann (77.) eingeleitet wurde. Lettieri lag mit dieser Einschätzung richtig. Defensiv stimmte die Ordnung, Sebastiao hatte zudem bereits nach sieben Minuten eine Riesenchance.
Bis zur 42. Minute war alles im Lot. Doch zum dritten Mal in dieser Saison kassierten die Darmstädter einen überflüssigen Platzverweis. Der Verlust von Alberto Mendez kurz vor der Halbzeitpause war letztlich der Knackpunkt. Zwar rannten die Stuttgarter lange vergeblich an, aber sie verloren nie die Geduld. "Früher haben wir in Überzahl planlos angegriffen. Diesmal haben wir die Ruhe bewahrt. Der Druck war so groß, dass irgendwann ein Treffer fallen musste", lobte Kickers-Trainer Robin Dutt und schob hinterher: "Wir sind auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft."
Lange hatten die Darmstädter, die in der Schlussphase vergeblich auf den Ausgleich drängten und gar noch zwei Kontertore fingen, den Stuttgartern dank eines gut gestaffelten Defensivverbandes das Leben schwer gemacht. Das war zweifellos ein Fortschritt gegenüber den Partien in Reutlingen oder Pirmasens, als der SV 98 Ordnung und Disziplin vermissen ließ. "Das Potenzial ist vorhanden", sagte Lettieri nach dem Abpfiff in Stuttgart. Jetzt wird es aber Zeit, es endlich auszuschöpfen.
Das Umstellen von Vierer-Abwehrkette auf einen klassischen Libero (Pfuderer) und zwei Manndecker (Adiele, Konjevic) sowie mit Hanke und Juskic zwei Abräumer vor der Abwehr zahlte sich aus. Doch unübersehbar bleibt die Offensivschwäche der Darmstädter. Gefahr ging einzig von Sebastiao aus, doch bei aller Ballfertigkeit - er ist kein Torjäger. Sajaia als einzige Spitze aufzubieten, ist brotlose Kunst. Er sah sich im Angriff als Einzelkämpfer meist drei Abwehrspielern gegenüber. Stuttgart mag nicht als Maßstab gelten, denn es war offensichtlich, dass es dem SV 98 am Freitag in erster Linie darum ging, Treffer zu verhindern. Was in einem Auswärtsspiel beim Tabellenführer nachvollziehbar ist. Was aber, wenn der SV 98 das Spiel machen muss - um selbst zu gewinnen? Sajaia wäre im Mittelfeld besser aufgehoben. Doch da von den Stürmern bislang weder Beigang noch Beierle oder Fischer überzeugen konnten, gleicht die Zusammensetzung des Angriffs einer Lotterie.
Der Druck ist bereits nach sechs Spieltagen groß. Die Darmstädter brauchen im nächsten Heimspiel gegen den SV Wehen dringend ein Erfolgserlebnis. Denn Lob vom gegnerischen Trainer wie am Freitag (Dutt: "Das war unser bislang schwerstes Spiel") bringt den SV 98 nicht voran. Ohne einen Sieg gegen Wehen (13. September) steht den Darmstädtern ein ungemütlicher Herbst ins Haus. Aber halt, dazwischen ist ja noch was: das Pokalspiel gegen Hertha. Schade, dass die Begegnung unter diesen schlechten Vorzeichen stattfindet.
Jens-Jörg Wannemacher
4.9.2006
Quelle: echo-online.de
Fußball-Regionalliga: SV 98 macht Fortschritte in der Defensive, doch es fehlt ein Erfolgserlebnis - Sonntag DFB-Pokal
Eigentlich steht der große Festtag dieser Saison bevor. Am Sonntag (17 Uhr) trifft der SV Darmstadt 98 im DFB-Pokal auf Bundesligist Hertha BSC Berlin. Endlich mal wieder der Hauch von großem Fußball am Böllenfalltor. Bereits 10 000 Eintrittskarten sind verkauft, mit 15 000 Zuschauern (das Fassungsvermögen ist auf 19 000 begrenzt) rechnen die Südhessen. Eigentlich ein großes Ereignis. Doch darüber verliert derzeit keiner ein Wort am Böllenfalltor, die Gedanken sind beim Ist-Zustand in der Regionalliga Süd. Und der ist alles andere als rosig.
Nach drei Niederlagen in Folge geht der Blick nicht mehr nach oben, sondern nach unten, denn der SV 98 steht kurz vor den Abstiegsrängen. Das Paradoxe: am Freitag bei den Stuttgarter Kickers boten die Darmstädter eine starke Partie, vielleicht sogar die bislang stärkste unter Trainer Gino Lettieri - und kassierten mit 0:3 die höchste Saisonniederlage. "Wir haben sehr gut gestanden, bis zur 60. Minute keine Chance zugelassen und hätten zur Halbzeit führen müssen", analysierte Trainer Lettieri nach der bitteren Niederlage, die durch einen Sonntagsschuss von Manuel Hartmann (77.) eingeleitet wurde. Lettieri lag mit dieser Einschätzung richtig. Defensiv stimmte die Ordnung, Sebastiao hatte zudem bereits nach sieben Minuten eine Riesenchance.
Bis zur 42. Minute war alles im Lot. Doch zum dritten Mal in dieser Saison kassierten die Darmstädter einen überflüssigen Platzverweis. Der Verlust von Alberto Mendez kurz vor der Halbzeitpause war letztlich der Knackpunkt. Zwar rannten die Stuttgarter lange vergeblich an, aber sie verloren nie die Geduld. "Früher haben wir in Überzahl planlos angegriffen. Diesmal haben wir die Ruhe bewahrt. Der Druck war so groß, dass irgendwann ein Treffer fallen musste", lobte Kickers-Trainer Robin Dutt und schob hinterher: "Wir sind auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft."
Lange hatten die Darmstädter, die in der Schlussphase vergeblich auf den Ausgleich drängten und gar noch zwei Kontertore fingen, den Stuttgartern dank eines gut gestaffelten Defensivverbandes das Leben schwer gemacht. Das war zweifellos ein Fortschritt gegenüber den Partien in Reutlingen oder Pirmasens, als der SV 98 Ordnung und Disziplin vermissen ließ. "Das Potenzial ist vorhanden", sagte Lettieri nach dem Abpfiff in Stuttgart. Jetzt wird es aber Zeit, es endlich auszuschöpfen.
Das Umstellen von Vierer-Abwehrkette auf einen klassischen Libero (Pfuderer) und zwei Manndecker (Adiele, Konjevic) sowie mit Hanke und Juskic zwei Abräumer vor der Abwehr zahlte sich aus. Doch unübersehbar bleibt die Offensivschwäche der Darmstädter. Gefahr ging einzig von Sebastiao aus, doch bei aller Ballfertigkeit - er ist kein Torjäger. Sajaia als einzige Spitze aufzubieten, ist brotlose Kunst. Er sah sich im Angriff als Einzelkämpfer meist drei Abwehrspielern gegenüber. Stuttgart mag nicht als Maßstab gelten, denn es war offensichtlich, dass es dem SV 98 am Freitag in erster Linie darum ging, Treffer zu verhindern. Was in einem Auswärtsspiel beim Tabellenführer nachvollziehbar ist. Was aber, wenn der SV 98 das Spiel machen muss - um selbst zu gewinnen? Sajaia wäre im Mittelfeld besser aufgehoben. Doch da von den Stürmern bislang weder Beigang noch Beierle oder Fischer überzeugen konnten, gleicht die Zusammensetzung des Angriffs einer Lotterie.
Der Druck ist bereits nach sechs Spieltagen groß. Die Darmstädter brauchen im nächsten Heimspiel gegen den SV Wehen dringend ein Erfolgserlebnis. Denn Lob vom gegnerischen Trainer wie am Freitag (Dutt: "Das war unser bislang schwerstes Spiel") bringt den SV 98 nicht voran. Ohne einen Sieg gegen Wehen (13. September) steht den Darmstädtern ein ungemütlicher Herbst ins Haus. Aber halt, dazwischen ist ja noch was: das Pokalspiel gegen Hertha. Schade, dass die Begegnung unter diesen schlechten Vorzeichen stattfindet.
Jens-Jörg Wannemacher
4.9.2006
Quelle: echo-online.de
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.
-
schorschla
- Beiträge: 20196
- Registriert: 27 Jul 2002, 15:59
-
Eckfahnenhalter
- Beiträge: 2455
- Registriert: 01 Apr 2006, 14:54
- Wohnort: Bareid
- Kontaktdaten:
-
Speedmasterkonishihau
- Beiträge: 4
- Registriert: 09 Sep 2006, 16:56
- Wohnort: Marktschorgast