SV Darmstadt 98
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DI STEFANO
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Dacht ich bisher eigentlich auch immer. Aber sei beruhigt , ihr seid immer noch die besten. Vor Euch zittert wirklich ganz Süd-Deutschland so hart wie ihr seid. Uuuhhuuu mir jagdt`s auch grad schon wieder einen Schauer nach dem anderen den Rücken herunter, wenn ich nur an Euch denke. 
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
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BHFC-Andi
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das freut mich aber für dich. Vor allem wenns gleich ein multipler Schauer ist. Ich hoffe nur inständig das beschränkt sich auf den Rücken dieses Gefühl wenn du an uns denkst.
Außerdem wieso Süddeutschland? Habt ihr uns nicht immer im Osten sehen wollen!??! Oder waren das wieder andere Fans von uns?!? Naja, man kanns ja auch nicht jedem Recht machen.
By the way, finde ich die Story mit den alten eigentlich auch super. Nur...
"Als auch die Freundin des älteren Herren ins Bett gehen wollte, hatte es sich dieser quer im Bett gemütlich gemacht. Beim Versuch, ihn umzubetten, erwachte er, glaubte im Halbschlaf an einen Überfall und verpasste dem jüngeren Herren eine Gerade."
... warum war der jüngere Mann dabei als die Freundin des älteren ins Bett wollte!?!?!?
Außerdem wieso Süddeutschland? Habt ihr uns nicht immer im Osten sehen wollen!??! Oder waren das wieder andere Fans von uns?!? Naja, man kanns ja auch nicht jedem Recht machen.
By the way, finde ich die Story mit den alten eigentlich auch super. Nur...
"Als auch die Freundin des älteren Herren ins Bett gehen wollte, hatte es sich dieser quer im Bett gemütlich gemacht. Beim Versuch, ihn umzubetten, erwachte er, glaubte im Halbschlaf an einen Überfall und verpasste dem jüngeren Herren eine Gerade."
... warum war der jüngere Mann dabei als die Freundin des älteren ins Bett wollte!?!?!?
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*Grund Hofer Minderwertigkeitskomplexe - Feel the *ink!!! <- gegen Zensur
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schorschla
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DI STEFANO
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na ja, süd-deutschland halt aus dem grund weil`s ihr ja noch in der bayernliga spielt. und im osten wolltet ihr euch vor nicht allzu langer zeit ja wohl selbst am liebsten sehen. oder sind euere nofv-pläne schon gänzlich ad acta gelegt worden? ausserdem, kann ich auch keine anderen euerer fans gemeint haben , denn schliesslich habt`s `ja gar net so viele wie dieses foto hier beweißt.

Ist aber auch schon irgendwie worscht , da sowieso off-topic.
Ist aber auch schon irgendwie worscht , da sowieso off-topic.
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
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Locke
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Regionalliga Süd im kicker-Test: Darmstadt 98
Kleppinger bringt Ordnung und System zurück
Angetreten, um "oben mitzuspielen", liegt Darmstadt nach 20 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz.
Die Neuen
Bei der Personalauswahl hatten Trainer Gino Lettieri und der Sportliche Leiter Thomas Schmidt, beide inzwischen nicht mehr im Amt, nicht die glücklichste Hand. Geiger und Fischer sind wieder weg. Konjevic und Sajaia waren nicht die erhofften Verstärkungen, auch von Hanke hätte man mehr erwartet. Kaesberg saß meist auf der Bank. Pfuderer, eigentlich ein Gewinn, war oft krank oder verletzt. Wiesner startete schwach, biss sich aber wie Mendez spät durch. Zu beständigen Faktoren wuchsen Adiele, Mann und Sebastiao. Schmitt hat im Tor Becker abgelöst.
Gewinner und Verlierer
Der neue Coach Gerhard Kleppinger, seit Anfang Oktober am Böllenfalltor tätig, hat Ordnung und System ins Spiel zurückgebracht. Der von ihm ins kalte Wasser geworfene Christian Remmers aus der eigenen U23 erkämpfte sich einen Stammplatz. Verlierer sind der als Nachfolger von Trainer Bruno Labbadia verpflichtete Gino Lettieri und Thomas Schmidt. Lettieri musste schon sehr schnell wegen Erfolglosigkeit gehen, Schmidt nahm freiwillig seinen Hut.
Stärken und Schwächen
Stärken haben sich eigentlich erst zum Ende des Jahres in Form von Zusammenhalt im Team und unbändiger Einsatzbereitschaft herauskristallisiert. So gelang plötzlich auch manch ansehnliche Kombination. Probleme gab es bei Standardsituationen, nach vorn fehlten immer wieder Kreativität und Effektivität.
Trainer und Umfeld
Gerhard Kleppinger, der am Böllenfalltor seine Karriere als Spieler und später auch als Trainer begann, genießt viele Sympathien. Durch ihn gibt es wieder Hoffnung. Sinkende Zuschauerzahlen sinddennoch der Beleg, wie kritisch das Publikum der Situation gegenübersteht. Obwohl die Verträge mit dem Haupt- und einem Premiumsponsor verlängert wurden, hat sich das Präsidiumbisher wenig profiliert.
Fazit und Prognose
Da die Transferperiode noch nicht abgeschlossen ist, gibt es noch personelle Fragezeichen. So wird Kapitän Stefan Leitl vom Ligakonkurrenten Siegen umworben. Der SV 98 sagt kategorisch"Nein" zu einem Wechsel. Außerdem steht in Peter Endres (Kaiserslautern II) erst einer von angedachten drei bis vier Neuzugängen fest. Dennoch: Schafft es Trainer Kleppinger, das Team noch mehr zusammenzufügen und auf die Mission "Klassenerhalt" einzuschwören, dann können die Darmstädter ihre schwierige Lage meistern.
Oliver Weidmann
Quelle: kicker.de
Kleppinger bringt Ordnung und System zurück
Angetreten, um "oben mitzuspielen", liegt Darmstadt nach 20 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz.
Die Neuen
Bei der Personalauswahl hatten Trainer Gino Lettieri und der Sportliche Leiter Thomas Schmidt, beide inzwischen nicht mehr im Amt, nicht die glücklichste Hand. Geiger und Fischer sind wieder weg. Konjevic und Sajaia waren nicht die erhofften Verstärkungen, auch von Hanke hätte man mehr erwartet. Kaesberg saß meist auf der Bank. Pfuderer, eigentlich ein Gewinn, war oft krank oder verletzt. Wiesner startete schwach, biss sich aber wie Mendez spät durch. Zu beständigen Faktoren wuchsen Adiele, Mann und Sebastiao. Schmitt hat im Tor Becker abgelöst.
Gewinner und Verlierer
Der neue Coach Gerhard Kleppinger, seit Anfang Oktober am Böllenfalltor tätig, hat Ordnung und System ins Spiel zurückgebracht. Der von ihm ins kalte Wasser geworfene Christian Remmers aus der eigenen U23 erkämpfte sich einen Stammplatz. Verlierer sind der als Nachfolger von Trainer Bruno Labbadia verpflichtete Gino Lettieri und Thomas Schmidt. Lettieri musste schon sehr schnell wegen Erfolglosigkeit gehen, Schmidt nahm freiwillig seinen Hut.
Stärken und Schwächen
Stärken haben sich eigentlich erst zum Ende des Jahres in Form von Zusammenhalt im Team und unbändiger Einsatzbereitschaft herauskristallisiert. So gelang plötzlich auch manch ansehnliche Kombination. Probleme gab es bei Standardsituationen, nach vorn fehlten immer wieder Kreativität und Effektivität.
Trainer und Umfeld
Gerhard Kleppinger, der am Böllenfalltor seine Karriere als Spieler und später auch als Trainer begann, genießt viele Sympathien. Durch ihn gibt es wieder Hoffnung. Sinkende Zuschauerzahlen sinddennoch der Beleg, wie kritisch das Publikum der Situation gegenübersteht. Obwohl die Verträge mit dem Haupt- und einem Premiumsponsor verlängert wurden, hat sich das Präsidiumbisher wenig profiliert.
Fazit und Prognose
Da die Transferperiode noch nicht abgeschlossen ist, gibt es noch personelle Fragezeichen. So wird Kapitän Stefan Leitl vom Ligakonkurrenten Siegen umworben. Der SV 98 sagt kategorisch"Nein" zu einem Wechsel. Außerdem steht in Peter Endres (Kaiserslautern II) erst einer von angedachten drei bis vier Neuzugängen fest. Dennoch: Schafft es Trainer Kleppinger, das Team noch mehr zusammenzufügen und auf die Mission "Klassenerhalt" einzuschwören, dann können die Darmstädter ihre schwierige Lage meistern.
Oliver Weidmann
Quelle: kicker.de
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.
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Markus_Kulmbach
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- Registriert: 07 Mai 2005, 12:00
29.01.2007
Mikheil Sajaia und SV98 trennen sich
Vertrag wurde aufgelöst
Mikheil Sajaia und der SV Darmstadt 98 haben sich getrennt. Der Vertrag des Spielers wurde aufgelöst. Nach eigenen Angaben steht er in Verbindung mit dem SSV Reutlingen.
Quelle: sv98.de
mal schauen wann er in burghausen auftaucht
glaub nicht dass er es dann lange in Reutlingen aushält
Mikheil Sajaia und SV98 trennen sich
Vertrag wurde aufgelöst
Mikheil Sajaia und der SV Darmstadt 98 haben sich getrennt. Der Vertrag des Spielers wurde aufgelöst. Nach eigenen Angaben steht er in Verbindung mit dem SSV Reutlingen.
Quelle: sv98.de
mal schauen wann er in burghausen auftaucht
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Thommy
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katinka
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- Wohnort: Darmstadt - Bayreuth - Coburg
Erstellt am 24.02.2007 - 18:42
Wenn es schon sonst nix von den Lilien zu erzählen gibt
Kleiner Auszug aus dem Darmstadt-Forum:
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Was mich am meisten ärgert an diesem Spiel, ist das der H...sohn von Sajaia hinter uns gesessen hat und nach dem 2:2 fast 2 meter in die Luft gesprungen ist und gejubelt hat. So ein Arschloch, so ein kleiner Pisser.. Der hätte aus dem Stadion geschlagen gehört. Ich hasse diese Scheiß Fresse, dieses Rießen Arschloch. So ein Scheiß Typ. Wie Scheiße kann ein Mensch eigentlich sein. Ich habe gerade Hass Hass Hass in mir. So wenig Charakter habe ich noch nie erlebt bei einem Spieler. Ich wünsche niemandem was böses, aber bei dem würde ich mich über jede Negativ Nachricht freuen.
Sajaia Du bist nix und wirst immer nix bleiben...
Wenn es schon sonst nix von den Lilien zu erzählen gibt
Kleiner Auszug aus dem Darmstadt-Forum:
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Was mich am meisten ärgert an diesem Spiel, ist das der H...sohn von Sajaia hinter uns gesessen hat und nach dem 2:2 fast 2 meter in die Luft gesprungen ist und gejubelt hat. So ein Arschloch, so ein kleiner Pisser.. Der hätte aus dem Stadion geschlagen gehört. Ich hasse diese Scheiß Fresse, dieses Rießen Arschloch. So ein Scheiß Typ. Wie Scheiße kann ein Mensch eigentlich sein. Ich habe gerade Hass Hass Hass in mir. So wenig Charakter habe ich noch nie erlebt bei einem Spieler. Ich wünsche niemandem was böses, aber bei dem würde ich mich über jede Negativ Nachricht freuen.
Sajaia Du bist nix und wirst immer nix bleiben...
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schorschla
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Sid
- Beiträge: 2252
- Registriert: 24 Jul 2002, 22:30
Hey, die haben auch einen Ramses...katinka hat geschrieben:... Ich habe gerade Hass Hass Hass in mir. So wenig Charakter habe ich noch nie erlebt bei einem Spieler. Ich wünsche niemandem was böses, aber bei dem würde ich mich über jede Negativ Nachricht freuen...
Ich mag Pflanzen. Die halten die Fresse.
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Wopo
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- Wohnort: München
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katinka
- Beiträge: 808
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LANDESLIGA - WIR KOMMEN...
Frankfurter Rundschau:
Regionalsport
Der Abstieg nimmt Kontur an
Fußball-Regionalligist SV Darmstadt zieht selbst beim abstiegsbedrohten Aufsteiger FK Pirmasens den kürzeren
VON SEBASTIAN GEHRMANN
Kurz vor dem Ende der Winterpause und damit kurz vor dem Beginn richtungsweisender Wochen, in denen der SV Darmstadt 98 den Abstieg aus der Regionalliga und den Sturz in die Bedeutungslosigkeit tunlichst vermeiden wollte, fühlte sich das Fachmagazin Kicker bemüßigt, sich ausführlich dem Wohl und Wehe der dritten Liga zu widmen. Den zweiseitigen Artikel schmückten allerlei Wappen abgestürzter Traditionsvereine. Eine weiße Lilie auf blauem Grund war nicht dabei. Ein Zeichen von Geringschätzung gegenüber den Hessen, denen nun droht, ganz von der Regionalliga-Landkarte zu verschwinden. Von der Rückkehr in das profitablere Profigeschäft ganz zu schweigen. Nach dem 1:3 (0:1) beim FK Pirmasens und nach nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Spielen, sieht es nun tatsächlich danach aus, als ob die Lilien bald den Gang in die vierte Liga antreten müssen.
Wenn nicht gegen den Tabellenvorletzten, gegen wen eigentlich dann will die Mannschaft in den verbleibenden Spielen die so dringend benötigten Punkte einfahren? Und wenn nicht gegen den (nach Schlusslicht Kaiserslautern) harmlosesten Angriff der Liga, gegen wen eigentlich dann will die Hintermannschaft die so dringend benötigte Stabilität an den Tag legen?
"Wir haben es über 90 Minuten nicht geschafft, den Gegner so zu bearbeiten, wie es uns vielleicht nach dem 0:2 oder auch in Unterzahl gelungen ist", fluchte Gerhard Kleppinger. Unter der Woche und selbst noch in der Kabine vor dem Spiel hatte der Trainer seinen Spielern gepredigt, "dass wir Pirmasens nicht in Spiel lassen kommen und ihnen auf den Füßen stehen wollten." Er hatte der Mannschaft ein defensiv ausgerichtetes 4-3-3-System verpasst, in der Hoffnung, Zivojin Juskic, Marcus Mann und Stephan Hanke, drei Abräumer in der Zentrale, würde für die nötige Sicherheit sorgen. Ein Trugschluss.
Nach dem unglücklichen Unentschieden gegen Reutlingen, dass sich wie eine Niederlage anfühlte, sollte der Befreiungsschlag im schmucken Sportpark Husterhöhe gelingen. Stattdessen, wetterte Kleppinger, "haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen." Die Viererabwehrkette mit dem wiedergenesenen Routinier Achim Pfuderer und dem hochveranlagten U-21-Nationalspieler Mergim Mavraj in der Mitte, strahlt weder die nötige Ruhe noch die nötige Sicherheit aus. Die Gründe für den ersten Gegentreffer nach 38 Minuten durch FKP-Neuzugang Andreas Haas, befand der Trainer spürbar zerknirscht, "sind ganz klar im Abwehrbereich zu finden." In der Halbzeitpause versuchte Kleppinger seine Spieler noch mit einem flammenden Appell wachzurütteln. Doch was dem Trainer nicht gelingen sollte, das gelang zwei Minuten nach Wiederanpfiff den Gastgebern - da erzielte nämlich Niko Weißmann das 2:0. "Erst dann haben wir totalen Druck erzeugt und den Gegner auch nicht zur Entfaltung kommen lassen."
Der Anschlusstreffer durch Nico Beigang (66.) und ein unglücklicher Markus Beierle, der völlig frei vor dem Tor nur die Latte traf, die Möglichkeiten waren durchaus vorhanden, wenn schon nicht mit einem Sieg, dann doch wenigstens mit einem Punkt die Heimreise antreten zu können. Und die Sorgen des Trainers werden nicht weniger, wenn sich ihm schonungslos offenbart, "dass die Mannschaft vielleicht diesen Arschtritt braucht" und "dass sie vielleicht mit dem Rücken zur Wand stehen muss, um sich aufzurappeln."
Doch wenn ihr das, bei allem Respekt, nicht einmal in Pirmasens gelingt und sie stattdessen noch das 1:3 kassiert, wie soll die Mannschaft dann in den kommenden Wochen gegen die Stuttgarter Kickers oder die Topteams aus Wehen und Hoffenheim bestehen. Kein Wunder, dass sich Kleppinger anschließend beim mitgereisten Anhang - unter den 1300 Zuschauern waren mehr als zur Hälfte Darmstädter Anhänger - entschuldigte. "Die Fans tun mit leid." Sie hatten für Heimspiel-Atmosphäre gesorgt. Genützt hat es den geknickten Lilien rein gar nichts. Der Abstieg nimmt Kontur an.
Frankfurter Rundschau:
Regionalsport
Der Abstieg nimmt Kontur an
Fußball-Regionalligist SV Darmstadt zieht selbst beim abstiegsbedrohten Aufsteiger FK Pirmasens den kürzeren
VON SEBASTIAN GEHRMANN
Kurz vor dem Ende der Winterpause und damit kurz vor dem Beginn richtungsweisender Wochen, in denen der SV Darmstadt 98 den Abstieg aus der Regionalliga und den Sturz in die Bedeutungslosigkeit tunlichst vermeiden wollte, fühlte sich das Fachmagazin Kicker bemüßigt, sich ausführlich dem Wohl und Wehe der dritten Liga zu widmen. Den zweiseitigen Artikel schmückten allerlei Wappen abgestürzter Traditionsvereine. Eine weiße Lilie auf blauem Grund war nicht dabei. Ein Zeichen von Geringschätzung gegenüber den Hessen, denen nun droht, ganz von der Regionalliga-Landkarte zu verschwinden. Von der Rückkehr in das profitablere Profigeschäft ganz zu schweigen. Nach dem 1:3 (0:1) beim FK Pirmasens und nach nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Spielen, sieht es nun tatsächlich danach aus, als ob die Lilien bald den Gang in die vierte Liga antreten müssen.
Wenn nicht gegen den Tabellenvorletzten, gegen wen eigentlich dann will die Mannschaft in den verbleibenden Spielen die so dringend benötigten Punkte einfahren? Und wenn nicht gegen den (nach Schlusslicht Kaiserslautern) harmlosesten Angriff der Liga, gegen wen eigentlich dann will die Hintermannschaft die so dringend benötigte Stabilität an den Tag legen?
"Wir haben es über 90 Minuten nicht geschafft, den Gegner so zu bearbeiten, wie es uns vielleicht nach dem 0:2 oder auch in Unterzahl gelungen ist", fluchte Gerhard Kleppinger. Unter der Woche und selbst noch in der Kabine vor dem Spiel hatte der Trainer seinen Spielern gepredigt, "dass wir Pirmasens nicht in Spiel lassen kommen und ihnen auf den Füßen stehen wollten." Er hatte der Mannschaft ein defensiv ausgerichtetes 4-3-3-System verpasst, in der Hoffnung, Zivojin Juskic, Marcus Mann und Stephan Hanke, drei Abräumer in der Zentrale, würde für die nötige Sicherheit sorgen. Ein Trugschluss.
Nach dem unglücklichen Unentschieden gegen Reutlingen, dass sich wie eine Niederlage anfühlte, sollte der Befreiungsschlag im schmucken Sportpark Husterhöhe gelingen. Stattdessen, wetterte Kleppinger, "haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen." Die Viererabwehrkette mit dem wiedergenesenen Routinier Achim Pfuderer und dem hochveranlagten U-21-Nationalspieler Mergim Mavraj in der Mitte, strahlt weder die nötige Ruhe noch die nötige Sicherheit aus. Die Gründe für den ersten Gegentreffer nach 38 Minuten durch FKP-Neuzugang Andreas Haas, befand der Trainer spürbar zerknirscht, "sind ganz klar im Abwehrbereich zu finden." In der Halbzeitpause versuchte Kleppinger seine Spieler noch mit einem flammenden Appell wachzurütteln. Doch was dem Trainer nicht gelingen sollte, das gelang zwei Minuten nach Wiederanpfiff den Gastgebern - da erzielte nämlich Niko Weißmann das 2:0. "Erst dann haben wir totalen Druck erzeugt und den Gegner auch nicht zur Entfaltung kommen lassen."
Der Anschlusstreffer durch Nico Beigang (66.) und ein unglücklicher Markus Beierle, der völlig frei vor dem Tor nur die Latte traf, die Möglichkeiten waren durchaus vorhanden, wenn schon nicht mit einem Sieg, dann doch wenigstens mit einem Punkt die Heimreise antreten zu können. Und die Sorgen des Trainers werden nicht weniger, wenn sich ihm schonungslos offenbart, "dass die Mannschaft vielleicht diesen Arschtritt braucht" und "dass sie vielleicht mit dem Rücken zur Wand stehen muss, um sich aufzurappeln."
Doch wenn ihr das, bei allem Respekt, nicht einmal in Pirmasens gelingt und sie stattdessen noch das 1:3 kassiert, wie soll die Mannschaft dann in den kommenden Wochen gegen die Stuttgarter Kickers oder die Topteams aus Wehen und Hoffenheim bestehen. Kein Wunder, dass sich Kleppinger anschließend beim mitgereisten Anhang - unter den 1300 Zuschauern waren mehr als zur Hälfte Darmstädter Anhänger - entschuldigte. "Die Fans tun mit leid." Sie hatten für Heimspiel-Atmosphäre gesorgt. Genützt hat es den geknickten Lilien rein gar nichts. Der Abstieg nimmt Kontur an.
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Locke
- Beiträge: 2492
- Registriert: 19 Mai 2005, 22:00
- Wohnort: Region der Mandelbäume, Feigen und Tigermücken