Bayernliga Rückblick des Kicker

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Chris85
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Bayernliga Rückblick des Kicker

Beitrag von Chris85 »

Bayern: Die Saison-Bilanz - 27.06.2005 16:44
Bayreuth startet in der Rückrunde durch

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Über Gerichtsurteile, Kurzzeitentlassungen, Insolvenzärger, Sünder und Torjäger …
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1 Nacht war Manfred Paula nicht mehr Trainer des TSV Aindling. Am Pfingstmontag, ausgerechnet in der Woche vor dem Abstiegsduell gegen Schwabach (2:0) wurde der Coach zunächst entlassen, 15 Stunden später zum Weitermachen überredet. Aindling hielt die Klasse, Paula bleibt weiter im Amt.

3 Punkte verlor der SC 04 Schwabach im Gerichtssaal - genau diese Punkte fehlten am Ende auf den Relegationsplatz. Schwabach stieg also auch deshalb ab, weil mit dem A-Junioren Patrick Engelhardt ein Spieler eingesetzt wurde, der nicht auf der Spielberechtigungsliste des BFV stand. Der Sieg gegen Ismaning (2:0) wurde darum mit 0:x gewertet. Auch Aindling verlor wegen des Einsatzes von Co-Trainer Martin Schreier den Punkt aus der Partie in Frohnlach (1:1), kann das im Nachhinein dank des Klassenerhalts aber besser verkraften.

6 Trainer wurden Opfer der üblichen Mechanismen im Fußballgeschäft - sie räumten ihre Posten. In Aindling folgte Assistent Paula auf Günter Bayer, auch in Ansbach übernahm Co-Trainer Reiner Eisenberger von Hans-Jürgen Brunner. Weiden wollte mit Thomas Brunner für Klaus Rodler einen oberen Mittelfeldplatz, stieg dann aber ab. In Nürnberg sollte Dieter Nüssing das unter Alois Reinhardt gefährdete Aufstiegsziel noch realisieren, scheiterte aber. Spieler durften in Schwabach und bei Greuther Fürth in die Trainerverantwortung wechseln. Andreas Sendner beerbte in der Winterpause Uwe Neunsinger, als Greuther Fürths Heinz Krapf wieder in den Jugendbereich wechselte, wurde die Verantwortung für die Mannschaft einmal mehr in die Hände von Frank Kramer gelegt.

12 Punkte auswärts waren für die SpVgg Weiden zu wenig, um die Klasse zu halten. Jahn Regensburg (13 Punkte) war auf fremden Plätzen kaum erfolgreicher, machte das jedoch zu Hause wett. 34 Punkte bedeuten Platz drei in der Heimtabelle, die von der SpVgg Bayreuth (40) angeführt wird. Da konnte es sich der Meister leisten, auswärts nur die zweitbeste Bilanz abzuliefern. Ingolstadt (29) präsentierte sich mit neun Siegen in fremden Stadien in der Ferne am besten aufgelegt. Auch auf eigenem Platz brachte dagegen Wolfratshausen kein Bein auf den Boden. 14 Punkte aus 17 Heimspielen sprechen eine deutliche Sprache.

18 Zähler erreichte Frohnlach in der Rückrunde und rutschte vom vierten Rang vor der Winterpause auf den elften ab. Die gegenläufige Entwicklung nahm der 1. FC Kötzting. Die Truppe startete in der Rückrunde durch, holte 33 Punkte und sicherte sich Platz sechs. Besser war nur Bayreuth mit 40 Punkten aus den Rückspielen. Sowohl in der Hin- (12 Punkte) als auch in der Rückserie (14) am schwächsten war Wolfratshausen.

19 Spiele bestritt der FC Schweinfurt 05, dann ging das Geld aus. Die Schweinfurter mussten im Dezember Insolvenz anmelden und flogen aus der Wertung. Die restlichen Partien fanden dennoch statt - als Pflichtfreundschaftsspiele. Das gefiel den Gegnern nicht sonderlich, gestattet es Schweinfurt aber, nächste Saison in der Landesliga anzutreten. 21Treffer machten Andreas Fischer zum Torschützenkönig dieser Spielzeit und halfen Bayreuth im Titelrennen. In der Regionalliga wird der 23-Jährige das Bayreuther Trikot nicht mehr überstreifen. Er wechselt zu Zweitligist SpVgg Unterhaching. In der Vorsaison genügten Sebastian Knüttel 15 Tore zur Torjägerkrone, diese Marke knackten sieben Spieler.

43 Akteure setzte Jahn Regensburg im Verlaufe der Saison ein - mehr als alle anderen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Amateurteams auf größere Kader zurückgreifen können. Auch Unterhaching (38), Nürnberg (36) und Greuther Fürth (31) ließen mehr als dreißig verschiedene Spieler auflaufen. Weiden und Memmingen standen da mit 32 Aktiven in nichts nach - mit unterschiedlichem Erfolg. Nicht einmal halb so viele Spieler wie der Jahn bot der FC Ismaning auf. Mit nur 20 eingesetzten Akteuren konnte dennoch der respektable dritte Platz erreicht werden.

107 Platzverweise wurden im Lauf der Saison verteilt. Nur ein Mal traf es den 1. FC Passau, Ersin sah am 17. Spieltag Rot. Am seltensten ging Unterhaching komplett vom Platz, neun Rote und drei Gelb-Rote Karten weisen die SpVgg als das Team mit der härtesten Gangart aus. In Großbardorf gingen alle Hinausstellungen auf das Konto eines Spielers. Wajos Dinudis flog zwei Mal mit Gelb-Rot und ein Mal mit Rot und war damit der einzige Akteur, der drei Mal des Platzes verwiesen wurde.

128.145 Zuschauer lockte die Bayernliga in dieser Saison in die Stadien. Das sind etwa 13 000 weniger als in der letzten Saison, hier macht sich sicherlich der Abstieg des Publikumsmagneten Bayern Hof bemerkbar. Die meisten Gäste konnte Meister Bayreuth in sein Stadion locken. 1082 Fans kamen durchschnittlich zu den Spielen der SpVgg. Dieser Schnitt wurde jedoch nur erreicht, weil in den letzten beiden Heimspielen gegen Nürnberg und Memmingen 6500 beziehungsweise 4200 Zuschauer kamen. Zuvor lockten die Bayreuther im Mittel nur 550 Gäste an. Auf seine Zuschauer verlassen kann sich Großbardorf (718), aber auch Kötzting fügte sich gut ein. Beim Aufsteiger, auch sportlich eine Überraschung, kamen im Schnitt 689 Zuschauer. Die Schlusslichter in der Besuchergunst sind Unterhaching (144), Regensburg und Kötzting (je 187). Ein Armutszeugnis waren 70 Zuschauer bei der Partie Regensburg gegen Großbardorf.

Von Rainer Bock

Quelle: www.kicker.de
Wer nicht hüpft, der ist ein Schwabe... HEY HEY!!!
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