Altstädter sind vor jungen Ansbacher Wilden gewarnt
Von Herbert Steininger
FUSSBALL. Auf den ersten Blick scheinen die Rollen verteilt: Das Gastspiel beim Bayernliga-Vorletzten SpVgg Ansbach am Samstag um 15 Uhr sollte für die SpVgg Bayreuth (11.) eine klare Angelegenheit werden – wenn da nicht die Altstädter Schwäche wäre, immer dann zu versagen, wenn man gegen vermeintlich bezwingbare Gegner in der Tabelle Boden nach oben gut machen könnte.
Jüngstes Beispiel war die 0:1-Heimpleite gegen den als Drittletzten angereisten SV Memmelsdorf. Den Gedanken an vordere Tabellenplätze hat der Bayreuther Trainer Klaus Scheer allerdings erst einmal weit weg geschoben. „Favorit sind wir auf keinen Fall“, stellte der 59-Jährige klar, „klar ist aber, dass wir dort punkten müssen, um Luft nach unten zu bekommen. Ein Dreier wäre natürlich das Optimale.“ Steht doch dann die letzte englische Woche dieses Jahres mit dem Treffen gegen den TSV 1860 Rosenheim und den beiden schweren Auswärtsspielen bei SpVgg Unterhaching II und beim FC Bad Kötzting an.
Wenngleich das Trainingsprogramm in den vergangenen Tagen krankheits- und beruflich bedingt nicht wie erhofft durchgezogen werden konnte, aber dank einiger Jugendspieler wenigstens Spielformen trainiert werden konnten, blickt Scheer dem Gastspiel bei den Residenzstädtern mit einem Schuss Optimismus entgegen. „Wenn wir es schaffen, die Leistung abzurufen, die wir gegen Weiden gezeigt haben, dann muss uns nicht bange sein. Das war das, was die Mannschaft kann und was sie bringen muss, um zu bestehen.“
Der Altstädter Übungsleiter weiß, dass es dennoch keine leichte Aufgabe werden wird. „Die Ansbacher stellen eine blutjunge Truppe, die frisch von der Leber weg aufspielen wird. Die dürfen wir gar nicht erst ins Spiel kommen lassem“, meinte der Coach und appellierte an seine erfahrenen Spieler, ihre langjährige Routine in die Waagschale zu werfen.
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Quelle:
http://nordbayerischer-kurier.de/nachri ... ils_13.htm