aus dem nk und der rundschau von heute - jeans wird mir verzeihen, dass ich mal schneller bin als er
So schließt sich der Kreis. Acht Jahre ist es her, da musste die ruhmreiche SpVgg Bayreuth nach der Niederlage gegen Jahn Regensburg am Weidener Wasserwerk die Bayernliga verlassen und den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Heute haben sich die Vorzeichen umgekehrt: Trotz einer 3:4-Niederlage durften die Lettieri-Schützlinge den bereits feststehenden Aufstieg in die Regionalliga feiern, während dem traditionsreichen Oberpfälzer Namensvetter aus Weiden der Sieg nicht mehr zum Klassenerhalt reichte – die Landesliga ruft, wenn nicht am grünen Tisch noch eine Entscheidung fällt, die Regensburg die Lizenz nicht zuteil werden lässt.
Die Altstädter präsentierten sich am Wasserwerk als locker aufspielender Gast, der über weite Strecken auch nicht den Eindruck machte, als wolle er den Abstiegskampf entscheidend beeinflußen. Allen voran der Georgier Mikheil Sajaja präsentierte sich in allerhöchste Güte spielfreudig und zauberte zeitweise sehenswerte Kabinettstückchen aus dem Hut. Eher in die Kategorie der einfachen Fußballschule fiel sein Führungstreffer, als er Seuferts überlegte Vorlage zur schnellen Führung versenkte (3.). Als Contalas 30-Meter-Freistoß-Hammer an die Latte krachte (10.) schienen sich die kräftemäßigen Weidner Vorteile nach einer harten Feierwoche des feststehenden Meisters auszuwirken. Der als Neuzugang in Bayreuth gehandelte Florian Schrepel traf zum Ausgleich (15.) und Busch markierte mit einem wuchtigen Kopfball (21.) die zu dem Zeitpunkt überfällige Führung, nachdem Schrepels Knaller vom nächstjährigen Weidener Bergmann im Tor noch an die Latte gelenkt wurde (20.) und Bafras Kopfball vorbeiflatterte (18.). Eigengewächs Benni Demel schlug postwendend zurück, als er die schöne Gashi-Vorlage zum erneuten Ausgleich einschob.
Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, der keinerlei Langeweile auskommen ließ. Die Bayreuther spielten befreit auf und versuchten eher ungewöhnliches: So verfehlte der sonst eher deckungstreue Konjevic mit seinem Schußversuch nur knapp (28.) und Arancino bugsierte das Leder mit seinem sonst nur selten gebrauchten linken Fuß in die Hände von Keeperlegende Peter Romeis (33.). Besser machte es erneut Sajaja, nach einer brillianten Freistoßkombination: Contala bediente Gashi, der das Leder blitzgescheit zum Georgier abtropfen ließ, der nur noch einnetzen musste. Hätte Gashi seine engagierte Leistung mit einem Treffer gekrönt, wäre das Spiel wohl gelaufen gewesen: Nach herrlicher Vorlage von Sajaja – der auch schon hätte abschließen können – schoß er aber den auf der Linie stehenden Manndecker Busch an. Schon im Gegenzug bedankte sich Weiden artig: Die Blau-Schwarzen glichen durch Wolf, schön geschickt von Schrepel, aus. Keine 30 Zeigerumdrehungen später war es der nächstjährige Röslauer Spielertrainer Turan Bafra, der den Siegtreffer markierte, da Mayr bei seinem vermeintlichen Ausgleichstreffer vom stark leitenden Schiedsrichtergespann im Abseits gewähnt wurde.
SpVgg Bayreuth: Bergmann – Deffner, Konjevic, Mayr, Füssmann – Arancino, Contala, Demel (71. Goller), Seufert – Fischer (9. Gashi), Sajaja.
SpVgg Weiden: Romeis – Kohl, Zakrewski, Busch, Scheckelmann – Reichl (61. Regler), Wolf, Rösl, Skop – Bafra, Schrepel.
Schiedsrichter: Kai Uwe Täuber.
Gelbe Karte: Kohl.
Tore: 0:1 Sajaja (3.), 1:1 Schrepel (15.), 2:1 Busch (21.), 2:2 Demel (23.), 2:3 Sajaja (62.), 3:3 Wolf (77.), 4:3 Bafra (78.).
Zuschauer: 450.
Andreas Bär
keine handbreit den rassisten.