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05. August 2005 13:12 Uhr
Augsburg Favorit - Kein Basler-Comeback
Mario Basler absolvierte 262 Bundesliga- und 44 Zweitligaspiele
Augsburg/Darmstadt - Das Warten hat ein Ende. Eine Woche nach der Regionalliga Nord startet auch der Süden in die neue Saison.
Während sich der FC Augsburg seiner Favoritenrolle stellt, richten sich neidische Blicke Richtung reichen Norden.
Das geplante Comeback von Mario Basler ist unterdessen geplatzt.
Favorisierte Schwaben - Geheimtipp Darmstadt
Nach einer Umfrage unter den Trainern der 18 Klubs wird auch Darmstadt 98 zu den Aufstiegs-Aspiranten gezählt. Als Top-Favorit gilt freilich der FC Augsburg, der zuletzt den Aufstieg nur ganz knapp verpasst hatte.
"Wenn wir an die Erfolgsserie des Frühjahrs anknüpfen können, dann werden wir vorne landen", erklärte Augsburgs Trainer Rainer Hörgl. Zum weiteren Favoritenkreis zählen außerdem der SV Wehen, die SV 07 Elversberg sowie die TSG Hoffenheim.
Fragezeichen über Trier
Eine große Unbekannte ist Eintracht Trier mit ihrem neuen Trainer Michael Prus nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Die Moselstädter mussten ihren Etat von 4,5 Millionen Euro auf 1,8 Millionen senken und rangieren damit nur im Mittelfeld der Liga.
Mit 3,5 Millionen Euro liegt der FC Augsburg auf Platz eins. Nach der abgewendeten Insolvenz plant Jahn Regensburg mit Teammanager Mario Basler mit drei Millionen Euro und hat seinen Etat, genau wie der VfR Aalen (2,5), um je 500.000 Euro erhöht.
DFB stoppt "Supermario"
Unterdessen hat der Deutsche Fußballbund (DFB) den Comeback-Plänen von Mario Basler einen Riegel vorgeschoben. Der DFB verweigerte dem ehemaligen Bundesliga-Profi die Spielgenehmigung für die Regionalliga.
"Ich weiß nicht, was ich denen getan habe, dass mir immer Steine in den Weg gelegt werden. Dabei, glaube ich, habe ich dem deutschen Fußball und auch dem DFB in meiner Karriere viel gegeben", zeigte Basler in der "Mittelbayerischen Zeitung" für diese Entscheidung kein Verständnis.
Keine Spielertrainer in der Regionalliga
Entscheidend sei gewesen, dass die DFB-Statuten in der Regionalliga keine Spielertrainer vorsehen. Basler wurde darüber hinaus erneut aufgefordert, seinen Trainerschein zu erwerben.
Doch Basler will nicht: "Ich soll die A- und die B-Lizenz nachholen. Spieler wie Heiko Herrlich wurden doch auch direkt zum Fußballlehrer-Lehrgang zugelassen. Wenn, dann möchte ich das auch direkt machten. Die A- und B-Lizenz werde ich jedenfalls nicht machen."
Ex-Bundesliga-Profi für Bayreuth
Die spektakulärste Verpflichtung meldete ausgerechnet Aufsteiger SpVgg Bayreuth mit Ex-Profi Martin Driller. Der 35-jährige Angreifer, der 138 Erstliga- und 145 Zweitligaspiele auf den Buckel hat, startete seine Karriere Ende der achtziger Jahre bei Borussia Dortmund.
Den größten Umbruch leitete die TuS Koblenz ein: 15 Spieler kamen, 14 Akteure verließen den Verein. Dort hat Stefan Kuntz, Europameister von 1996, als Manager die Arbeit aufgenommen.
"Kohle" hauptsächlich im Norden
Der Gesamtetat der 18 Süd-Vereine beläuft sich auf 25,8 Millionen Euro. Das sind zwar 750.000 Euro mehr als in der Vorsaison, aber fast zehn Millionen Euro weniger als bei den 19 Nord-Regionalligisten (35,5).
Nicht nur bei der Höhe der Etats, sondern auch im Zuschauer- Zuspruch hinkt der Süden hinter dem Norden her. In der letzten Spielzeit kamen 2.342 Besucher im Schnitt. Zum Vergleich: In der Regionalliga Nord sahen im Schnitt 4.516 Besucher die Partien.