SpVgg Bayreuth - Koblenz BR Fernsehen 12.11.2005
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aus der rundschau von morgen...
Gäbe es bei der Vielzahl der Wettanbieter ein nicht existierendes Wettangebot, es würde den Anbietern eine Menge Geld kosten, da es Quotenträchtig wäre. Das Tipangebot müsste lediglich auf ein Unentschieden nach einem Rückstand lauten, in dem die zurückliegende Mannschaft spielerisch überlegen agierte.
Drei Punkte, die jeder gegnerische Trainer in Bayreuth derzeit blind unterschreiben würde. Auch beim 1:1 gegen den Tabellenzweiten TuS Koblenz zeigte die SpVgg Bayreuth eine in allen Belangen überlegene Leistung. Aber auch die Rhein-Mosel-Städter und ihr Coach Milan Sasic kamen in den bei den gastfreundlichen Wagnerstädtern in den Genuss, einen Punkt mit auf die lange Heimreise zu nehmen, nachdem sie schnell in Führung gegangen waren.
Nach dem frühen Rückstand, Ex-Bundesligaprofi Salif Keita nutzte einen individuellen Patzer des ansonsten blendend aufgelegten Kapitäns Marcel Mayr zu einem sehenswerten Kunstschuß, übernahmen die Altstädter das Kommando gegen traditionsmäßig defensiv, auf Konter ausgerichtete Koblenzer. "Ich weiß nicht, ob wir so schwach oder der Gegner so stark war" sinnierte Sasic nachdenklich, aber anerkennend. Des Rätsels Lösung wusste sein Bayreuther Pendant, Gino Lettieri: "Keine Sorge, Herr Sasic. Wir sind so stark. Das höre ich seit acht Wochen schon von jedem Gegner". Wer aber auf einen angesäuerten Lettieri wartete, wurde schwer enttäuscht. "Das einzige was fehlt ist das Ernten der Früchte" so der Italiener fast schon ratlos "der Ball will einfach nicht hinter die Linie".
Dabei imponierten die Seinen vor über 3000, zeitweise fast schon euphorischen Zuschauern, mit nahezu perfektem taktischen Grundverständnis. Die ob der Koblenzer Aufstellung ungewohnt offensiv aufgestellten Bayreuther suchten ihr Heil im konsequenten Forechecking und kamen dadurch zum Erfolg. Eine herrliche Ballstaffete bugsierte Driller zum längst fälligen Ausgleich in die Maschen. Nach Gebauers Parade gegen Kolinger im Gegenzug beherrschte Bayreuth das Geschehen - und zwar fast nach Belieben.
In den Mittelpunkt der Partie rückte immer mehr Koblenz' Keeper Gurski, der gegen druckvolle Altstädter alle Hände voll zu tun bekam. Schon gegen den allein vor ihm auftauchenden, agilen Seufert (23.) klärte er spektakulär. Auch nach der Pause behielt der Ex-Hachinger vor dem durchgebrochenen und bemühten, aber gegen körperlich bärenstarke Defensivkräfte glücklosen Fuchs (47.), den erneut spielfreudigen Sajaia (57.), Contalas Freistoßhammer (87.) und Driller (89.) die Oberhand. Und wenn er einmal geschlagen war, rettete auf der Linie gegen den starken Konjevic (32.) und Mayr (70.) der Ex-Regensburger Kolinger und die Latte als Sajaia der Ball an den Fuß sprang (70.) oder mit Konjevic gar ein Bayreuther, der Sajaias fast schon im Tor gelandeten Versuch noch unglücklich neben den Pfosten bugsierte (49.).
"Wir müssen jetzt höllisch aufpassen" so Lettieri vor den beiden nächsten Spitzenspielen in Augsburg und gegen Darmstadt "das wir nicht hinten rein rutschen". Es klingt fast schon etwas wie das berühmte tägliche Murmeltier, das grüsst. Seine windmühlenartigen Warnungen verpuffen wöchentlich im Keim. Schließlich stellt sein Team eindrucksvoll unter Beweis, dass es die Fähigkeit zu einem echten Spitzenteam hat - selten zuvor hatten die beiden brandgefährlichen Koblenzer Offensivkräfte Anel Dzaka und Dimitrijus Guscinas so wenig zu bestellen, wie am Samstag.
Andererseits machen individuelle Patzer die verdienten Lohn nahezu wöchentlich zunichte. Dieses Mal war es eben Salif Keita, der profitierte. Und hätte der Ex-Oberhausener Anel Dzaka bedient, anstelle den Abschluß zu suchen (73.) - Koblenz hätte so gar noch siegen können. Was freilich zuviel des Guten gewesen wäre. Was auch der gönnerhafte Milan Sasic treffend anmerkte: "Mit diesem Punkt bei einem Spitzenteam bin ich sehr zufrieden. Aber es ist auch einfach nach einem solchen Spiel zu analysieren, wenn du nicht verloren hast". Sprachs, schmunzelt und zollte seinem Gegenüber Lettieri seinen Respekt in ganz eigener Weise. Der zeigte seinen Respekt vor Sasic, indem er den Kollegen siezte - eine in der Branche unter den Trainern eher unübliche Eigenart. Sasic als älterer wusste das zu schätzen und ging sodann auf Kuschelkurs: "Gino. Ich sehe nur so alt aus" lachte er "ich bin Milan". Da schmunzelte selbst Lettieri in der ihm eigenen Art schon wieder.
Andreas Bär
Bayreuth: Gebauer - Demel (83. Walther), Konjevic, Mayr, Endler - Seufert (85. Haushahn), Contala, Driller, Mendez - Sajaia, Fuchs.
Koblenz: Gurski - Nessos, Grenier, Richter, Evers - Dzaka, Ziehl, Kolinger, Langen (75. Rahn) - Keita (88. Rubio-Sanchez), Guscinas (84. Patschinsky).
Schiedsrichter: Schößling (Leipzig).
Zuschauer: 3070.
Gelbe Karten: Demel, Fuchs - Gurski, Kolinger.
Tore: 0:1 Keita (8.), 1:1 Driller (31.).
Gäbe es bei der Vielzahl der Wettanbieter ein nicht existierendes Wettangebot, es würde den Anbietern eine Menge Geld kosten, da es Quotenträchtig wäre. Das Tipangebot müsste lediglich auf ein Unentschieden nach einem Rückstand lauten, in dem die zurückliegende Mannschaft spielerisch überlegen agierte.
Drei Punkte, die jeder gegnerische Trainer in Bayreuth derzeit blind unterschreiben würde. Auch beim 1:1 gegen den Tabellenzweiten TuS Koblenz zeigte die SpVgg Bayreuth eine in allen Belangen überlegene Leistung. Aber auch die Rhein-Mosel-Städter und ihr Coach Milan Sasic kamen in den bei den gastfreundlichen Wagnerstädtern in den Genuss, einen Punkt mit auf die lange Heimreise zu nehmen, nachdem sie schnell in Führung gegangen waren.
Nach dem frühen Rückstand, Ex-Bundesligaprofi Salif Keita nutzte einen individuellen Patzer des ansonsten blendend aufgelegten Kapitäns Marcel Mayr zu einem sehenswerten Kunstschuß, übernahmen die Altstädter das Kommando gegen traditionsmäßig defensiv, auf Konter ausgerichtete Koblenzer. "Ich weiß nicht, ob wir so schwach oder der Gegner so stark war" sinnierte Sasic nachdenklich, aber anerkennend. Des Rätsels Lösung wusste sein Bayreuther Pendant, Gino Lettieri: "Keine Sorge, Herr Sasic. Wir sind so stark. Das höre ich seit acht Wochen schon von jedem Gegner". Wer aber auf einen angesäuerten Lettieri wartete, wurde schwer enttäuscht. "Das einzige was fehlt ist das Ernten der Früchte" so der Italiener fast schon ratlos "der Ball will einfach nicht hinter die Linie".
Dabei imponierten die Seinen vor über 3000, zeitweise fast schon euphorischen Zuschauern, mit nahezu perfektem taktischen Grundverständnis. Die ob der Koblenzer Aufstellung ungewohnt offensiv aufgestellten Bayreuther suchten ihr Heil im konsequenten Forechecking und kamen dadurch zum Erfolg. Eine herrliche Ballstaffete bugsierte Driller zum längst fälligen Ausgleich in die Maschen. Nach Gebauers Parade gegen Kolinger im Gegenzug beherrschte Bayreuth das Geschehen - und zwar fast nach Belieben.
In den Mittelpunkt der Partie rückte immer mehr Koblenz' Keeper Gurski, der gegen druckvolle Altstädter alle Hände voll zu tun bekam. Schon gegen den allein vor ihm auftauchenden, agilen Seufert (23.) klärte er spektakulär. Auch nach der Pause behielt der Ex-Hachinger vor dem durchgebrochenen und bemühten, aber gegen körperlich bärenstarke Defensivkräfte glücklosen Fuchs (47.), den erneut spielfreudigen Sajaia (57.), Contalas Freistoßhammer (87.) und Driller (89.) die Oberhand. Und wenn er einmal geschlagen war, rettete auf der Linie gegen den starken Konjevic (32.) und Mayr (70.) der Ex-Regensburger Kolinger und die Latte als Sajaia der Ball an den Fuß sprang (70.) oder mit Konjevic gar ein Bayreuther, der Sajaias fast schon im Tor gelandeten Versuch noch unglücklich neben den Pfosten bugsierte (49.).
"Wir müssen jetzt höllisch aufpassen" so Lettieri vor den beiden nächsten Spitzenspielen in Augsburg und gegen Darmstadt "das wir nicht hinten rein rutschen". Es klingt fast schon etwas wie das berühmte tägliche Murmeltier, das grüsst. Seine windmühlenartigen Warnungen verpuffen wöchentlich im Keim. Schließlich stellt sein Team eindrucksvoll unter Beweis, dass es die Fähigkeit zu einem echten Spitzenteam hat - selten zuvor hatten die beiden brandgefährlichen Koblenzer Offensivkräfte Anel Dzaka und Dimitrijus Guscinas so wenig zu bestellen, wie am Samstag.
Andererseits machen individuelle Patzer die verdienten Lohn nahezu wöchentlich zunichte. Dieses Mal war es eben Salif Keita, der profitierte. Und hätte der Ex-Oberhausener Anel Dzaka bedient, anstelle den Abschluß zu suchen (73.) - Koblenz hätte so gar noch siegen können. Was freilich zuviel des Guten gewesen wäre. Was auch der gönnerhafte Milan Sasic treffend anmerkte: "Mit diesem Punkt bei einem Spitzenteam bin ich sehr zufrieden. Aber es ist auch einfach nach einem solchen Spiel zu analysieren, wenn du nicht verloren hast". Sprachs, schmunzelt und zollte seinem Gegenüber Lettieri seinen Respekt in ganz eigener Weise. Der zeigte seinen Respekt vor Sasic, indem er den Kollegen siezte - eine in der Branche unter den Trainern eher unübliche Eigenart. Sasic als älterer wusste das zu schätzen und ging sodann auf Kuschelkurs: "Gino. Ich sehe nur so alt aus" lachte er "ich bin Milan". Da schmunzelte selbst Lettieri in der ihm eigenen Art schon wieder.
Andreas Bär
Bayreuth: Gebauer - Demel (83. Walther), Konjevic, Mayr, Endler - Seufert (85. Haushahn), Contala, Driller, Mendez - Sajaia, Fuchs.
Koblenz: Gurski - Nessos, Grenier, Richter, Evers - Dzaka, Ziehl, Kolinger, Langen (75. Rahn) - Keita (88. Rubio-Sanchez), Guscinas (84. Patschinsky).
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Zuschauer: 3070.
Gelbe Karten: Demel, Fuchs - Gurski, Kolinger.
Tore: 0:1 Keita (8.), 1:1 Driller (31.).
Die Zukunft ist leicht, die vergeht.
Die Vergangenheit ist hart, die bleibt.
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bernhardus
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- Registriert: 12 Apr 2005, 12:41
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ein download dauert mehrere stunden.
über nacht ist meistens alles geschafft. es ist schließlich dvd-qualität,
hier mit ca. 80 mb.

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