Regionalliga Süd

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schorschla
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Beitrag von schorschla »

http://forum.1fce.de/viewtopic.php?t=166&start=0

aus eschborn. schaut nicht gut aus dort droben...
keine handbreit den rassisten.
sam
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Beitrag von sam »

Kann es sein, dass dort drei wichtige Grundvoraussetzungen fehlen?:

* Planung und Konzept
* Offenheit und Transparenz
* Konsequenz in der Durchführung

:?:
Seele: "Ich bin viel zu übergewichtig, und des merk ich aa an mir selber."
Wopo
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Beitrag von Wopo »

8O sagen wir mal so: Haben wir das alles? 8O :cry:
Wopo
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Beitrag von Wopo »

Fußballregionalligist Eintracht Trier hat seine zweite Verstärkung für die Rückrunde bekannt gegeben. Vom Zweitligisten 1. FC Saarbrücken wechselt der 23-jährige Christian Stuff an die Mosel. Der Mittelfeldspieler unterschrieb bei der Eintracht einen Vertrag bis zum 30. Juni 2007, teilte der Verein am Montag mit. Über weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart. Zuvor hatte die Eintracht bereits den defensiven Mittelfeldspieler Edwin Bediako (28) vom Oberligisten GFC Düren verpflichtet. Triers Trainer Eugen Hach kennt Bediako noch aus gemeinsamen Aachener Zeiten, mit Stuff hat er zusammen in Saarbrücken gearbeitet.
Oldschdod Kamel
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Beitrag von Oldschdod Kamel »

Kicker:

Koblenz: Manager Kuntz zur Zweiten Liga - 22.12.2005 12:10
"Wir müssen gerüstet sein"

--------------------------------------------------------------------------------
Der ehemalige Profi Stefan Kuntz und heutige Manager von TuS Koblenz äußert sich über die Zukunftsplanungen des Vereins.
--------------------------------------------------------------------------------



Es gibt noch viel zu tun: Der Koblenzer Manager Stefan Kuntz.kicker: Herr Kuntz, was ist der Schlüssel des Koblenzer Erfolges?

Stefan Kuntz: Wir haben vor allem fast keinen Fehleinkauf getätigt. Wir haben uns bei einigen Verpflichtungen sehr lange Zeit gelassen, um auch die charakterlichen Eigenschaften genau unter die Lupe zu nehmen. Das hat dazu geführt, dass sich die Mannschaft menschlich schnell gefunden hat. Dass man schneller zusammenwächst, wenn der Erfolg da ist, ist auch kein Geheimnis.

kicker: Haben die beiden Niederlagen zuletzt die TuS auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt?

Kuntz: Wir sind sehr realistisch, auch die Mannschaft. Euphorie hat viele positive, aber auch negative Seiten. Deswegen finde ich die Niederlage eher heilsam, weil die Spieler nun anders in die Pause gegangen sind. Sie haben gezeigt bekommen, dass alles ganz knapp ist.

kicker: Wie sehen die Personalplanungen im Winter aus?

Kuntz: Wir haben einen Mittelfeldspieler im Auge, von dem wir überzeugt sind, dass er uns weiterhelfen würde. Alles andere könnte finanziell wohl nur dann vonstatten gehen, wenn wir uns von Spielern trennen können.

kicker: Wird es beim TuS Abgänge zu verzeichnen geben?

Kuntz: Zumindest in zwei Fällen besteht Interesse an Spielern von uns, wo wir nicht von vorneherein Nein sagen werden. Jetzt muss man aber erst einmal sehen, wie sich diese Dinge entwickeln.

kicker: Gehen die Gesamtplanungen des Vereins Richtung Profifußball, Richtung Zweite Liga?

Kuntz: Wir müssen für diesen Fall gerüstet sein. Das Sportliche ist meines Erachtens das geringste Übel. Wir haben abseits des Rasens deutlich aufgeholt. Uns fehlt allerdings noch einiges an Struktur, ein adäquates Trainingsgelände und ein konkurrenzfähiges Stadion.

Interview: Sven Sabock
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)
schorschla
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Beitrag von schorschla »

Kuntz: "Wir brauchen schnelle Entscheidungen"
Regionalliga: Der Manager von TuS Koblenz zu den Planungen in der Winterpause und seiner Vision von einem Trainingszentrum - Trennung von zwei Spielern möglich

TuS Koblenz stellt in diesen Tagen die Weichen für die ver-bleibenden 15 Partien in der Fußball-Regionalliga Süd. Und der zweite Tabellenplatz zwingt die Offiziellen obendrein dazu, einen möglichen Aufstieg in die Zweite Bundesliga zum Thema zu machen. Im Interview mit unserer Zeitung sagt TuS-Manager Stefan Kuntz, wie er die derzeitige Situation in Koblenz beurteilt und wie er sich die nahe und ferne Zukunft vorstellt.

KOBLENZ. In der Casinostraße 49 herrscht derzeit vorweihnachtliche Hektik. Die Fans geben sich in der Geschäftsstelle von TuS Koblenz die Klinke in die Hand, um sich vor dem Fest mit blau-schwarzen Präsenten einzudecken. Und auch im Nebenzimmer muss sich Stefan Kuntz über Arbeit nicht beschweren. Der TuS-Manager sucht zurzeit vor allem nach Verstärkungen für die Mannschaft, um vielleicht den großen Traum vom Zweitliga-Aufstieg Realität werden zu lassen.

Herr Kuntz, die TuS überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz, womit wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet hätten. Was ist da in den vergangenen Monaten auf dem Platz passiert?

Zunächst einmal muss man festhalten, dass die einzelnen Spieler, die wir geholt haben, eine gewisse Klasse haben. Wir haben in dem Sinne keinen Fehleinkauf dabei. Wir haben uns bei einigen Verpflichtungen sehr lange Zeit gelassen, um auch die charakterlichen Eigenschaften genau unter die Lupe zu nehmen. Das hat dazu geführt, dass sich die Mannschaft einmal menschlich schnell gefunden hat. Dass natürlich eine Mannschaft schneller zusammenwächst, wenn der Erfolg da ist, das ist auch kein Geheimnis. Und der Erfolg war von Beginn an da.

Es lief ja fast schon ein bisschen zu glatt. Haben die beiden Niederlagen vor der Winterpause so gesehen heilende Wirkung?

Wir sind sehr realistisch, auch die Mannschaft. Wir wussten auch, dass wir normalerweise so ein Spiel wie in Bayreuth hätten verlieren müssen. Natürlich hätte die Niederlage in Stuttgart nicht unbedingt sein müssen, aber es ist nun mal passiert. So etwas gleicht sich immer aus. Was jetzt für die Mannschaft neu war, ist die Tatsache, dass diese Euphorie, von der man auch ein Stück weit getragen wird, irgendwann ihren Höhepunkt erreicht hat. Es war kein Druck da, es waren keine großen Erwartungen da. Der Höhepunkt ist zum ersten Mal dann erreicht, wenn man anfängt zu überlegen. Wenn man sich fragt, was ist wenn. Euphorie hat viele positive, aber auch negative Seiten. Deswegen finde ich die beiden Niederlage eher heilsam, weil die Spieler nun anders in die Winterpause gegangen sind. Sie denken nun nicht nach dem Motto "was soll uns noch passieren", sondern sie haben noch einmal gezeigt bekommen, dass alles ganz knapp ist.

Der Verein will in diesen Tagen in Klausur gehen, um den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren. Beeinflussen die beiden Negativ-Erlebnisse die Überlegungen?

Nein. Wir haben bereits im sportlichen Bereich miteinander gesprochen. Es gibt Begehrlichkeiten der Spieler, die unzufrieden sind, weil sie nicht genug spielen. Die dann auch auf den Verein zukommen, weil sie über einen Wechsel nachdenken. Daneben gibt es natürlich die Wünsche des Trainers und von mir, dass wir uns gerne im Kader verbessern wollen. Daneben wollen wir mit den Sponsoren und diversen Verantwortlichen sprechen, um zu sehen, wie sie zu der Entwicklung stehen.

Bleiben wir noch kurz auf der sportlichen Ebene. Sie haben angedeutet, dass es praktisch keinen Fehleinkauf gab. Damit war wohl vor allem die Quote gemeint, bei 13 Neuzugängen kann nicht jeder ein Volltreffer sein.

Es könnten ja auch ohnehin nur elf spielen. Aber Spaß beiseite: Bis auf Domenico Cozza, der gar keinen Einsatz hatte, sind wir schon mit unseren Entscheidungen zufrieden. Dass das natürlich bei einzelnen Spielern anders gesehen wird, weil ein Konkurrent eine ganz starke Serie gespielt hat und sich auf einigen Positionen keine Chancen ergeben haben, ist auch klar. Aber alles, was am Ende für die Spieler und auch für die TuS gut ist, werden wir versuchen umzusetzen.

Das heißt, der Verein wird sich im Winter unter Umständen von dem ein oder anderen Spieler trennen?

Zumindest in zwei Fällen haben andere Vereine Interesse an Spielern von uns, wo wir nicht von vorneherein Nein sagen werden. Jetzt muss man sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Wird es nur dann Verstärkungen geben, wenn es gelingt, Spieler abzugeben?

Im Moment sind wir in der Lage, eventuell einen neuen Spieler hinzuzunehmen. Alles andere könnte dann vonstatten gehen, wenn wir uns auch von Spielern trennen können.

Bis hin zu Ex-Nationalspieler Fredi Bobic geistern die wildesten Namen durch die Stadt und die Internet-Foren. Wäre so eine Verpflichtung überhaupt denkbar?

Ich habe eben von den Kehrseiten der Euphorie gesprochen. So ein Thema gehört natürlich auch dazu. Einen Spieler hier ins Gespräch zu bringen, der in seiner Karriere selten weniger als eine Million Euro im Jahr verdient hat, das schießt weit über das Ziel hinaus. Ich wüsste nicht, wo ich eine Million Euro hernehmen sollte.

Spekulieren wir mal ein bisschen und lassen das Geld außen vor. Würde ein Fredi Bobic zur Philosophie der TuS passen?

Generell kann man nie genug Führungsspieler haben. Was man im Vorfeld generell abklopfen muss, wäre die Intention eines möglichen Wechsels nach Koblenz. Was hat der Spieler für eine Einstellung zu der Sache? Will er nur noch Geld verdienen oder will er noch einmal etwas beweisen, will er etwas erreichen? Speziell bei Fredi Bobic wäre es so, dass wir uns ja ganz gut kennen und die Sache nur dann klappen würde, wenn er es absolut wollte und es ihm Spaß machen würde. Aber es hat kein Gespräch gegeben.

Gibt es aktuell Spieler auf dem Markt, die erstens bezahlbar sind und zweitens der TuS weiterhelfen?

Ja, aber nicht vom Kaliber eines Fredi Bobic. Aber wir brauchen nicht drumherum zu reden, wir haben einen Mittelfeldspieler im Auge, von dem wir überzeugt sind, dass er uns weiterhelfen würde. Wir stricken daran, dass er zu uns kommen kann. Und diese Sache wäre auch wirtschaftlich zu stemmen.

Das heißt, die Planungen richten sich nun verstärkt an der Zweiten Liga aus?

Wir müssen ja im März unsere Unterlagen beim DFB einreichen und müssen dort auch fundierte Angaben machen, wie wir so etwas stemmen wollen. Und da ist das Sportliche derzeit das geringste Übel. Wir haben abseits des Rasens im Vergleich zur sportlichen Entwicklung aufgeholt. Aber dadurch haben wir noch keine weiter gehende Struktur, noch kein Trainingsgelände, noch kein konkurrenzfähiges Stadion.

Besteht die Möglichkeit, beim "Problemfall" Stadion zeitnah Verbesserungen in die Wege zu leiten?

Es findet vor Weihnachten noch ein großes Gespräch mit Vertretern der Stadt und des Landes statt, um zunächst alle Informationen zusammenzutragen. Die Entscheidungen liegen nicht im Bereich des Vereins. Natürlich könnten wir im Falle eines Aufstiegs auch endlich mal Eigenkapital sammeln oder einbringen. Es gab ja auch Äußerungen von Ministerpräsident Kurt Beck, dass er auch einmal einem Verein im Norden des Landes unter die Arme greifen will. Aber die ganz große Problematik liegt darin, dass der Sport extrem schnelllebig ist und wir schnell eine Entscheidung und ein entsprechendes Handeln brauchen.

Um ein neues Stadion zeitnah auf den Weg zu bringen, müsste man demnach nach dem Muster der TSG Hoffenheim vorgehen, wo Mäzen Dietmar Hopp mal eben 40 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

So könnte man es sagen. Die Rhein-Zeitung hilft uns schon unglaublich. Es müsste sich zudem ein regionales Unternehmen finden - wie zum Beispiel Haribo oder die Kevag -, das nicht unbedingt die Mannschaft sponsert, sondern ein "Haribo-Stadion" oder so ähnlich. Das wäre in unserem Sinne. Aber das grundsätzliche Problem ist, dass die TuS kein Herz, kein Zentrum, hat Der optimale Fall ist, dass die F-Jugend auf dem Platz trainiert, wo anschließend auch die Profis im Einsatz sind. Wo es ein Vereinsheim gibt, wo die Geschäftsstelle vor Ort ist, wo die Leute wissen: Dort ist die gesamte TuS.

Eine schöne Vision...

Ja, aber wir brauchen so etwas. Wir können nicht nur darauf schauen, irgendwann einmal in die Zweite Liga zu kommen. So etwas holt dich ein, weil kein Unterbau da ist. Mir schwebt zum Beispiel als Zentrum ein altes Kasernengelände vor. Dort ist genug Platz, dort gibt es Gebäude, meist gibt es keine Probleme mit der Verkehrsanbindung. Das alles ist ohne großen Investoren-Aufwand zu betreiben. Ich muss als Verantwortlicher diesen Zweig genauso berücksichtigen wie die Tatsache, ein konkurrenzfähiges Stadion und eine gute Mannschaft zu haben.

Das Gespräch führte

Sven Sabock
keine handbreit den rassisten.
schorschla
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Beitrag von schorschla »

Kuntz: "Wir brauchen schnelle Entscheidungen"
Regionalliga: Der Manager von TuS Koblenz zu den Planungen in der Winterpause und seiner Vision von einem Trainingszentrum - Trennung von zwei Spielern möglich

TuS Koblenz stellt in diesen Tagen die Weichen für die ver-bleibenden 15 Partien in der Fußball-Regionalliga Süd. Und der zweite Tabellenplatz zwingt die Offiziellen obendrein dazu, einen möglichen Aufstieg in die Zweite Bundesliga zum Thema zu machen. Im Interview mit unserer Zeitung sagt TuS-Manager Stefan Kuntz, wie er die derzeitige Situation in Koblenz beurteilt und wie er sich die nahe und ferne Zukunft vorstellt.

KOBLENZ. In der Casinostraße 49 herrscht derzeit vorweihnachtliche Hektik. Die Fans geben sich in der Geschäftsstelle von TuS Koblenz die Klinke in die Hand, um sich vor dem Fest mit blau-schwarzen Präsenten einzudecken. Und auch im Nebenzimmer muss sich Stefan Kuntz über Arbeit nicht beschweren. Der TuS-Manager sucht zurzeit vor allem nach Verstärkungen für die Mannschaft, um vielleicht den großen Traum vom Zweitliga-Aufstieg Realität werden zu lassen.

Herr Kuntz, die TuS überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz, womit wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet hätten. Was ist da in den vergangenen Monaten auf dem Platz passiert?

Zunächst einmal muss man festhalten, dass die einzelnen Spieler, die wir geholt haben, eine gewisse Klasse haben. Wir haben in dem Sinne keinen Fehleinkauf dabei. Wir haben uns bei einigen Verpflichtungen sehr lange Zeit gelassen, um auch die charakterlichen Eigenschaften genau unter die Lupe zu nehmen. Das hat dazu geführt, dass sich die Mannschaft einmal menschlich schnell gefunden hat. Dass natürlich eine Mannschaft schneller zusammenwächst, wenn der Erfolg da ist, das ist auch kein Geheimnis. Und der Erfolg war von Beginn an da.

Es lief ja fast schon ein bisschen zu glatt. Haben die beiden Niederlagen vor der Winterpause so gesehen heilende Wirkung?

Wir sind sehr realistisch, auch die Mannschaft. Wir wussten auch, dass wir normalerweise so ein Spiel wie in Bayreuth hätten verlieren müssen. Natürlich hätte die Niederlage in Stuttgart nicht unbedingt sein müssen, aber es ist nun mal passiert. So etwas gleicht sich immer aus. Was jetzt für die Mannschaft neu war, ist die Tatsache, dass diese Euphorie, von der man auch ein Stück weit getragen wird, irgendwann ihren Höhepunkt erreicht hat. Es war kein Druck da, es waren keine großen Erwartungen da. Der Höhepunkt ist zum ersten Mal dann erreicht, wenn man anfängt zu überlegen. Wenn man sich fragt, was ist wenn. Euphorie hat viele positive, aber auch negative Seiten. Deswegen finde ich die beiden Niederlage eher heilsam, weil die Spieler nun anders in die Winterpause gegangen sind. Sie denken nun nicht nach dem Motto "was soll uns noch passieren", sondern sie haben noch einmal gezeigt bekommen, dass alles ganz knapp ist.

Der Verein will in diesen Tagen in Klausur gehen, um den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren. Beeinflussen die beiden Negativ-Erlebnisse die Überlegungen?

Nein. Wir haben bereits im sportlichen Bereich miteinander gesprochen. Es gibt Begehrlichkeiten der Spieler, die unzufrieden sind, weil sie nicht genug spielen. Die dann auch auf den Verein zukommen, weil sie über einen Wechsel nachdenken. Daneben gibt es natürlich die Wünsche des Trainers und von mir, dass wir uns gerne im Kader verbessern wollen. Daneben wollen wir mit den Sponsoren und diversen Verantwortlichen sprechen, um zu sehen, wie sie zu der Entwicklung stehen.

Bleiben wir noch kurz auf der sportlichen Ebene. Sie haben angedeutet, dass es praktisch keinen Fehleinkauf gab. Damit war wohl vor allem die Quote gemeint, bei 13 Neuzugängen kann nicht jeder ein Volltreffer sein.

Es könnten ja auch ohnehin nur elf spielen. Aber Spaß beiseite: Bis auf Domenico Cozza, der gar keinen Einsatz hatte, sind wir schon mit unseren Entscheidungen zufrieden. Dass das natürlich bei einzelnen Spielern anders gesehen wird, weil ein Konkurrent eine ganz starke Serie gespielt hat und sich auf einigen Positionen keine Chancen ergeben haben, ist auch klar. Aber alles, was am Ende für die Spieler und auch für die TuS gut ist, werden wir versuchen umzusetzen.

Das heißt, der Verein wird sich im Winter unter Umständen von dem ein oder anderen Spieler trennen?

Zumindest in zwei Fällen haben andere Vereine Interesse an Spielern von uns, wo wir nicht von vorneherein Nein sagen werden. Jetzt muss man sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Wird es nur dann Verstärkungen geben, wenn es gelingt, Spieler abzugeben?

Im Moment sind wir in der Lage, eventuell einen neuen Spieler hinzuzunehmen. Alles andere könnte dann vonstatten gehen, wenn wir uns auch von Spielern trennen können.

Bis hin zu Ex-Nationalspieler Fredi Bobic geistern die wildesten Namen durch die Stadt und die Internet-Foren. Wäre so eine Verpflichtung überhaupt denkbar?

Ich habe eben von den Kehrseiten der Euphorie gesprochen. So ein Thema gehört natürlich auch dazu. Einen Spieler hier ins Gespräch zu bringen, der in seiner Karriere selten weniger als eine Million Euro im Jahr verdient hat, das schießt weit über das Ziel hinaus. Ich wüsste nicht, wo ich eine Million Euro hernehmen sollte.

Spekulieren wir mal ein bisschen und lassen das Geld außen vor. Würde ein Fredi Bobic zur Philosophie der TuS passen?

Generell kann man nie genug Führungsspieler haben. Was man im Vorfeld generell abklopfen muss, wäre die Intention eines möglichen Wechsels nach Koblenz. Was hat der Spieler für eine Einstellung zu der Sache? Will er nur noch Geld verdienen oder will er noch einmal etwas beweisen, will er etwas erreichen? Speziell bei Fredi Bobic wäre es so, dass wir uns ja ganz gut kennen und die Sache nur dann klappen würde, wenn er es absolut wollte und es ihm Spaß machen würde. Aber es hat kein Gespräch gegeben.

Gibt es aktuell Spieler auf dem Markt, die erstens bezahlbar sind und zweitens der TuS weiterhelfen?

Ja, aber nicht vom Kaliber eines Fredi Bobic. Aber wir brauchen nicht drumherum zu reden, wir haben einen Mittelfeldspieler im Auge, von dem wir überzeugt sind, dass er uns weiterhelfen würde. Wir stricken daran, dass er zu uns kommen kann. Und diese Sache wäre auch wirtschaftlich zu stemmen.

Das heißt, die Planungen richten sich nun verstärkt an der Zweiten Liga aus?

Wir müssen ja im März unsere Unterlagen beim DFB einreichen und müssen dort auch fundierte Angaben machen, wie wir so etwas stemmen wollen. Und da ist das Sportliche derzeit das geringste Übel. Wir haben abseits des Rasens im Vergleich zur sportlichen Entwicklung aufgeholt. Aber dadurch haben wir noch keine weiter gehende Struktur, noch kein Trainingsgelände, noch kein konkurrenzfähiges Stadion.

Besteht die Möglichkeit, beim "Problemfall" Stadion zeitnah Verbesserungen in die Wege zu leiten?

Es findet vor Weihnachten noch ein großes Gespräch mit Vertretern der Stadt und des Landes statt, um zunächst alle Informationen zusammenzutragen. Die Entscheidungen liegen nicht im Bereich des Vereins. Natürlich könnten wir im Falle eines Aufstiegs auch endlich mal Eigenkapital sammeln oder einbringen. Es gab ja auch Äußerungen von Ministerpräsident Kurt Beck, dass er auch einmal einem Verein im Norden des Landes unter die Arme greifen will. Aber die ganz große Problematik liegt darin, dass der Sport extrem schnelllebig ist und wir schnell eine Entscheidung und ein entsprechendes Handeln brauchen.

Um ein neues Stadion zeitnah auf den Weg zu bringen, müsste man demnach nach dem Muster der TSG Hoffenheim vorgehen, wo Mäzen Dietmar Hopp mal eben 40 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

So könnte man es sagen. Die Rhein-Zeitung hilft uns schon unglaublich. Es müsste sich zudem ein regionales Unternehmen finden - wie zum Beispiel Haribo oder die Kevag -, das nicht unbedingt die Mannschaft sponsert, sondern ein "Haribo-Stadion" oder so ähnlich. Das wäre in unserem Sinne. Aber das grundsätzliche Problem ist, dass die TuS kein Herz, kein Zentrum, hat Der optimale Fall ist, dass die F-Jugend auf dem Platz trainiert, wo anschließend auch die Profis im Einsatz sind. Wo es ein Vereinsheim gibt, wo die Geschäftsstelle vor Ort ist, wo die Leute wissen: Dort ist die gesamte TuS.

Eine schöne Vision...

Ja, aber wir brauchen so etwas. Wir können nicht nur darauf schauen, irgendwann einmal in die Zweite Liga zu kommen. So etwas holt dich ein, weil kein Unterbau da ist. Mir schwebt zum Beispiel als Zentrum ein altes Kasernengelände vor. Dort ist genug Platz, dort gibt es Gebäude, meist gibt es keine Probleme mit der Verkehrsanbindung. Das alles ist ohne großen Investoren-Aufwand zu betreiben. Ich muss als Verantwortlicher diesen Zweig genauso berücksichtigen wie die Tatsache, ein konkurrenzfähiges Stadion und eine gute Mannschaft zu haben.

Das Gespräch führte

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DI STEFANO
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Beitrag von DI STEFANO »

Ist da was dran das der Anicic von Darmstadt nach Eschborn zurück wechselt?Hab sowas im Stammtisch-Forum gelesen.Wäre echt der Hammer!
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
DI STEFANO
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Beitrag von DI STEFANO »

Jetzt ist es Fakt! Anicic wechselt von den Lilien zurück nach Eschborn. Soll ja ein ganz guter Fußballer sein,jedoch Menschlich ne ganz schöne null. Na ja, vielleicht schießt er noch das ein oder andere wichtige Tor gegen die hintere ( wegen mir auch die vordere) Konkurenz.Wir haben ja schließlich schon zweimal geen Eschborn gespielt.
Seine bisherigen Stationen :Eintracht Frankfurt SC Freiburg und je zweimal Darmstadt 98 un 1.FC Eschborn.
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
Wopo
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Beitrag von Wopo »

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat "U20"-Nationalspieler Alexander Huber bis zum Saisonende an den Süd-Regionalligisten TSG Hoffenheim ausgeliehen. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler, der bei den Hessen noch bis 2007 unter Vertrag steht, spielte in der Hinrunde in den Planungen von Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel keine Rolle und kam
ausschließlich bei den Oberliga-Amateuren zum Einsatz.
Oldschdod Kamel
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Beitrag von Oldschdod Kamel »

Dieser Wechsel sollte die Oberliga Mannschaft der Eintracht deutlich schwächen und lässt uns auf einen attraktiven Aufsteiger aus dem Hessenlande hoffen...

Der FSV dürfte doch ein paar Fans anziehen 8)
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)
Wopo
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Beitrag von Wopo »

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers und Mittelfeldspieler Nikolaos Chatzis haben sich mit sofortiger Wirkung getrennt. Der Vertrag des 29-Jährigen wurde zum 31. Dezember 2005 einvernehmlich aufgelöst, teilte der Verein am Montag mit. Gründe wurden nicht genannt. Chatzis war im Juli 2004 vom Oberligisten SV Waldhof Mannheim zu den «Blauen» gekommen und hatte für die Kickers 24 Regionalligaspiele absolviert.
Oldschdod Kamel
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Beitrag von Oldschdod Kamel »

Donaukurier
Redakteur Norbert Roth

Ingolstadt (DK) Befragt man ihn nach seinen ersten Aufgaben, dann fallen die Vokabeln Lern- und Eingwöhnungsphase gleich mehrfach. Manfred Paula, seit dem 1. Dezember als Sportmanager beim Fußball-Bayernligisten FC Ingolstadt tätig, ist ganz offensichtlich froh, dass er mit dem Beginn der Winterpause einen eher ruhigeren Zeitpunkt erwischt hat, um seinen neuen Job anzutreten.
"Die Spielerverpflichtungen der vergangenen Tage, das Trainingslager auf Mallorca, all` diese Dinge haben das bisherige Präsidium und der Trainer bereits geplant", stellt Paula klar. "Somit kann ich die Zeit nutzen, um die Strukturen im Verein, die Personen und deren Aufgabenbereiche kennenzulernen".

In den kommenden drei Monaten wird der 41-Jährige zwei bis drei Tage pro Woche für den FC arbeiten. Sein ursprünglich noch bis zum Saisonende laufender Trainervertrag mit dem TSV Aindling wurde inzwischen in "beiderseitigem Einvernehmen" (Paula) aufgelöst. Und dies geschah ohne Ablösezahlung. Offenbar ist man in Aindling, wo nach der Absage von Tom Sitter unter anderem die Namen Ludwig Trifellner und Christoph Heckl gehandelt werden, optimistisch, bald einen Trainernachfolger zu finden.


Seinen Job als Leiter der IT-Abteilung einer Münchener Bank wird Paula, wie geplant, noch bis zum 31. März ausführen. Spätestens ab 1. April soll der Sportmanager dann aber zu festgelegten Zeiten in der FC-Geschäftsstelle in der Gaimersheimer Straße zu erreichen sein. Und dann würde für Paula auch endlich die Phase der zeitintensiven Doppelbelastung enden. Trainer- und Bankjob machten zuletzt nicht selten 75 bis 80 Stunden in der Woche aus, ab April ("Bis dahin werde ich wohl eine Sechs-Tage-Woche haben") wird Paula dann ausschließlich vom FC bezahlt. Auch wenn er nicht gern darüber redet, so hat sich der Aichacher dabei finanziell "sicher nicht verschlechtert", gibt aber zugleich zu bedenken, dass "ich durch die Aufgabe meines gesicherten Bankjobs natürlich auch ein gewisses Risiko eingegangen bin".

Auch wenn verständlich ist, dass die konkrete Beschreibung seiner ersten Aufgaben noch etwas schwer ist, so ist eines zumindest schon klar: "Grundsätzlich ist bei mir der Blick bereits auf die neue Saison gerichtet", sagt der diplomierte Sportökonom. Und dazu gehört neben organisatorischen Aufgaben und der Budgetverwaltung insbesondere die Kaderplanung. "Trainer Jürgen Press hat da klare Vorstellungen", weiß der 41-Jährige. "Steigen wir auf, dann werden wir wohl vier bis fünf Spieler aus der Regionalliga und der 2. Bundesliga holen", verrät er.

Deshalb wird Paula, der durchaus zugibt, dass er sich in der dritten Liga noch nicht allzu gut auskennt,
(Warum stelle ich jemanden ein, der sich in seinen zukünftigen Job nicht auskennt? :roll: )
reichlich Spiele und Spieler beobachten, um sich ein Bild vom zukünftigen Arbeitsfeld zu machen.


Denn "grundsätzlich gehen wir alle vom Aufstieg aus, auch wenn es natürlich immer gewisse Unwägbarkeiten gibt". Den aktuellen FC-Kader kennt er nach eigenen Angaben übrigens "fast genauso gut wie, wie den Aindlinger". Das liegt vor allem daran, dass der ehemalige TSV-Coach, bedingt durch den Spielplan, in Ingolstadt immer den kommenden Aindling-Gegner beobachten konnte. "Ich habe in dieser Saison jedes FC-Heimspiel, und auch einige Auswärtsspiele gesehen", sagt Paula.

Sollte der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen, bleibt Paula dennoch für zumindest ein weiteres Jahr als Vollzeitmanager beim FC. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2007, seine Freistellung bei der Bank zumindest bis Ende 2006. "Grundsätzlich wird man aber schon im Herbst 2006 wissen, wo die Reise hingeht", glaubt Paula, der sich durchaus ein längeres Engagement vorstellen kann.
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)
DI STEFANO
Beiträge: 12487
Registriert: 29 Sep 2002, 15:41
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Beitrag von DI STEFANO »

Noch Fragen was dort der Driller will,wenn in Ingolstadt der Sportmanager schon mehr verdient wie in seinem alten Job als Chef der IT Abteilung in ner Bank? 8O
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
Ein Bayreuther
Beiträge: 11823
Registriert: 25 Jul 2002, 14:23
Wohnort: BT

Beitrag von Ein Bayreuther »

Kann man's ihm verdenken auf seine alten Tage?
"Die OLDSCHDOD ist ein Verein, der einen in den Wahnsinn treibt" (unbekannter Fan)
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