um der chronistenpflicht genüge zu tun. hier der vorbericht von gestern aus bayerischer rundschau, frankenpost und nordbayerischen nachrichten:
In der Fußball-Regionalliga kann die SpVgg Bayreuth um 19.00 Uhr im altehrwürdigen Gründwalder Stadion bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München den vielleicht schon entscheidenden Schritt in Richtung des Klassenerhaltes tun.
"Ich lasse mich von den 35 Punkten nicht blenen" so Coach Gino Lettieri fest, der den warnenden Zeigefinger zu hebt: "Die Bayern stehen wesentlich schlechter da, als sie sind". Seit jeher gilt die zweite Vertretung der Roten als Vorzeigeobjekt der deutschen Nachwuchsförderung. Von Christian Nerlinger über Didi Hamann, Samuel Osei Kuffour, Piotr Trchowski, David Jarolim bis hin zu Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger, Zvejdan Misimovic und zuletzt Andreas Ottl, Michael Rensing und Paolo Guerrero reicht die Liste derer, die durch die harte Grundschule von Ex-Club-Trainer Hermann Gerland gingen. Doch der hat ein Problem: Der einzige der Bayern-Reserve, der das Torjägergen in sich hat ist Co-Trainer. Gerd Müller, der einstige "Bomber der Nation".
Allen voran im Sturmzentrum (nur 17 Tore) hapert es daher ganz gewaltig. Und wenn dann auch noch Guerrero (5 Tore) nicht dabei ist, wird es eng, weshalb die Bayern momentan sogar nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz rangieren. "Es könnte besser aussehen" meint Gerland in seiner gewohnt charmant-kauzigen Art "aber wir wollen nicht jammern". Dabei hätte er dazu allen Grund: Mit Routinier Thorsten Fink (39,Knorpelschaden) fällt ihm erneut ein Eckpfeiler aus. Insbesondere die lange Verletzung von U20-Nationalspieler Timo Heinze schmerzt den "Tiger". Seit einem Jahr schon fällt der talentierte Youngster aus: "Er ist ein guter. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Der will sich noch quälen" lobt Gerland. Neben Heinze fallen auch Sigorski und Mauersberger seit schier unendlich langer Zeit aus. Ein Lichtblick ist dennoch auszumachen: Borut Semler. Der slowenische Juniorennationalspieler ist nach seinem Kreubandriß wieder mit an Bord und soll zusammen mit dem auch in Bayreuth zum Probetraining vorspielenden Österreicher Stefan Meierhofer (4 Treffer) die Tormisere beenden.
Wie Gerland - dessen Team selten aus gleichen Akteuren besteht - auflaufen wird und darf, zeigte sich erst gestern nach dem Pokalspiel der Bayern in St. Pauli.
Neben Keeper Rensing - im Vorspiel bei der 0:4-Niederlage nicht schuldlos - scheint der Einsatz von Regisseur Andreas Ottl sicher. Auch der potenzielle Ballack-Nachfolger dos Santos sollte an Bord sein, während das Auflaufen des wiedergenesenen paraguayanischen Nationalspielers Roque Santa Cruz und das des peruanischen Nationalspielers Jose Paolo Guerrero beim Regionalligameister von vor zwei Jahren noch in den Sternen steht. "Egal wer. Ich will Kampf sehen" so Gerland, der zugibt: "Bei uns ist der Abstieg ein Thema". Um diesen zu verhindern, wurde in der Winterpause mit Rückkehrer Markus Husterer (Eintracht Frankfurt) und dem Ex-Bonner Christoph Krause sogar personell nachgebessert.
Gerlandsche Abstiegssorgen hat Lettieri nicht mehr. Zumindest scheinbar. Selbst bei einer Niederlage im altehrwürdigen Grünwalder Stadion würde der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch geruhsame neun Punkte betragen.
Doch der Coach sieht keinerlei Grund zu jubilieren: "Hätten wir Mendez, Sajaia und Seufert zur Verfügung, hätte ich keine Bedenken" warnt er davor, seiner (zuletzt überzeugende) Notelf zuviel zuzutrauen. "Sie haben ihr Maximum herausgeholt" lobt er, weiß aber auch: "So etwas geht nicht immer gut". Neben den Langzeitverletzten Mendez, Goller, Contala und Deffner müssen Keeper Berchthold und Sturmtank Sajaia pausieren. "Für ihn kommt ein Einsatz einfach zu früh" so der Coach. Nach seiner fünften gelben Karte ist Eigengewächs Benjamin Demel gesperrt. Für ihn rückt wohl Julian Matiasovits ins Team, der für den zurück in die Abwehrkette wandernden Christian Wiesner vor der Abwehr agiert. Entwarnung gibt es unterdessen von Alexander Geiger, dessen Verdacht auf einen Mittelfußbruch sich mittlerweile als hartnäckige Prellung herausgestellt hat. "Egal wie, wir brauchen aus den nächsten drei Spielen drei Punkte" steckt Lettieri die Marschroute gegen Bayern 2, Karlsruhe 2 und die Stuttgarter Kickers ab. "Dann bin ich auch lockerer. Die restlichen drei holen wir irgendwie schon noch" sehnt er die magischen 41 Punkte herbei, die in den letzten Jahren immer zum Klassenerhalt reichten.
Andreas Bär
na na na gino. nicht so skeptisch

keine handbreit den rassisten.