oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 1: Sind neue Stadien immer sinnvoll und deshalb immer ein ausschließlicher Gewinn? Bei der Antwort möge man bitte auch an Leipzig, Magdeburg, Düsseldorf etc. denken. Wer trägt denn bitte die jahrzehntelangen Folgekosten, wenn´s denn doch nicht so klappen sollte? Hunderte Spaßbäder und Dreifachturnhallen, die auch jeder Ort unbedingt brauchte, lassen grüßen.
Ja! Neue Stadien sind immer ein Gewinn! Warum Du ausgerechnet Düsseldorf nennst, ist mir nicht klar. Sind die etwa in Düsseldorf bisher unzufrieden? Ich glaube nicht. Die wußten ja, daß sie erstmal keinen Fußball-Bundesligisten da haben werden. Gehört das Stadion in Leipzig nicht dem Kölmel? Wenn das so ist, dann muß er auch für eventuelle Verluste, Folgekosten aufkommen. So viele Spaßbad-Ruinen kenne ich jetzt nicht...
oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 2: Warum braucht man in Mannheim ein neues Stadion? Ist das 1994 eingeweihte Carl-Benz-Stadion nicht bundesligatauglich?
Es ist für heutigen Standard nur bedingt bundesliga-tauglich. Es ist schon etwas klein, es fehlen Logen, VIP-Plätze etc. Es hat ganz allgemein zu wenige Sitzplätze. Ein neues Stadion ist daher zwar kein Muß, aber es ist auch nicht abwegig. Zumal ja der Waldhof offenbar kein Interesse an einem Einstieg von Hopp hat. Dann ist es auch folgerichtig, daß Hopp für seinen Verein ein eigenes Stadion baut.
oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 3: Warum engagiert sich Herr Hopp nicht einfach bei einem der traditionsreichen Vereine in der Region, die es ohne jeden Zweifel gibt (VfR Mannheim, Waldhof), wenn er denn schon etwas "für die Menschen in der Region" tun will?
Waldhof möchte ihn nicht. Und zum VfR hat er anscheinend keine Verbindungen. Er kommt aus Hoffenheim, so daß es doch verständlich ist, daß er sich vorwiegend um diesen Verein kümmert und ihn fördern will. Da er diesen Verein nicht am Standort Sinsheim hochziehen kann in die 1. Liga, geht er eben nach HD/MA.
oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 4: Kann man einer Region einen Bundesligaverein "bescheren" oder muß hier erst über Jahre etwas wachsen? Bei der Beantwortung der Frage bitte an Wolfsburg und Uerdingen denken.
Hier verstehe ich - ehrlich gesagt - nicht, was Du meinst. Warum werden Uerdingen und Wolfsburg in einem Atemzug genannt? Willst Du damit sagen, daß in WOB etwas schlecht gelaufen ist? Oder soll WOB das gute, Uerdingen das schlechte Beispiel darstellen? Natürlich muß da etwas wachsen. In Hoffenheim ist ja auch über die Jahre etwas gewachsen. Der nächste Schritt ist jetzt natürlich ein sehr großer: Weg aus Hoffenheim, weg aus der Regionalliga Süd. Aber anders kann dieser Verein nicht weiterwachsen. Ich weiß nicht, ob Du schon mal in Hoffenheim warst? Das ist wirklich ein Dorf! Da ist zweite Liga kaum vorstellbar.
oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 5: Ist es nicht so, dass Herr Hopp sich in den Kopf gesetzt hat, SEINEN Verein Hoffenheim, komme was will, in die Bundesliga zu bringen?
Das stimmt! Er hatte lange Jahre nur das Ziel, ein Ausbildungsverein ohne Profis zu sein. In den Profi-Fußball wollte er explizit nicht. Dieses Ziel hat er jetzt offenbar über Bord geworfen.
oldschdodd-fan hat geschrieben: Frage 6: Hat Herr Hopp beim Eishockey einen Verein komplett neu aus dem Boden gestampft oder einem vorhandenen, traditionsreichen Erstligisten zu einer modernen Spielstätte, mit der man nebenbei über Veranstaltungen auch noch Geld verdienen kann, verholfen?
Das stimmt auch! "Federführend" hierbei ist ja Daniel Hopp, der von Kindesbeinen an Fan der Adler Mannheim war/ist. Das spricht aber doch nicht dagegen, daß man nicht auf mal einen weniger guten Verein ("Hoffe") zu einem sehr guten ("HD 06") machen kann.
oldschdodd-fan hat geschrieben: Das alles hat nichts mit typisch deutscher Miesmacherei zu tun, sondern mit der Frage, ob manche Dinge, die ein reicher Onkel gerne will, auch insgesamt vernünftig sind. Und vor allem damit, ob neben dem selbstlosen Engagement für "die Menschen in der Region" nicht doch der Drang, sich selbst ein Spielzeug/Denkmal zu errichten, überwiegt. "Und wer mich beim Spielen zu stören wagt, dem geb´ ich´s mit meinem Sandschäufelchen.... Passen Sie nur auf, Herr Doktor Wild!"
Mir kommt das doch etwas zu negativ rüber. Natürlich sind da sicher auch Eitelkeiten dabei. Das ist doch klar und nur zu menschlich. Daß Hopp sich über Wild echauffiert, ist übrigens nur zu verständlich, wenn es sich wirklich so abgespielt hat, wie es in dem Artikel hier im Forum beschrieben wurde! Da hätte ich mich auch aufgeregt! Insgesamt aber sind die SAP-Herren Dietmar Hopp und natürlich auch Hasso Plattner ein großer Gewinn für die Gesellschaft, da sie nicht auf ihrem Geld sitzen bleiben bzw. nicht nur in Yachten und Villen auf Marbella investieren, sondern es eben auch in ihre Hobbys (die ja auch unsere Hobbys sind!) stecken! Ich hätte nichts dagegen, wenn es auch in Bayreuth einen "Hopp" gäbe!