Ein Japaner bei der Oldschdod - wäre doch was!

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sam
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Ein Japaner bei der Oldschdod - wäre doch was!

Beitrag von sam »

Aus www.swex.de:

Japaner im Wartestand: Warum Yu Shimamura keinen neuen Verein hat


Schweinfurt (20.04.2005). Joggen in den Wehranlagen. Das ist die eine Methode, wie sich Yu Shimamura in diesen Wochen fit hält. Frühmorgens in den Wäldern um Schweinfurt sieht man den kleinen Japaner derzeit dauerhaft im Dauerlauf. Der 28-Jährige ist einer der Leidtragenden des finanziellen Absturzes beim Fußball-Bayernligisten FC Schweinfurt 05.

Während Manuel Endres nach der eingeleiteten Insolvenz in Jena Fuß fasste, Torwart Michael Rechner zu Waldhof Mannheim wechselte oder Andy Nägelein in Feucht jedoch in die nächste Geldkrise schlitterte, hat sich Shimamura (im Bild letzten Sommer gegen Karl-Heinz Pflipsen vom TSV 1860 München) weiterhin arbeitslos gemeldet, ein Angebot beispielsweise vom Landesligisten FC Haßfurt ausgeschlagen und verspürt auch keinen Drang, ohne Bezahlung beim FC 05 außer Wertung zu kicken. „Weil ich Profi bin und bleiben möchte. Wenn ich jetzt in die fünfte Liga gehe, dann komme ich nicht mehr hoch. Und ich will noch mal so hoch wie möglich spielen, drei oder vier Jahre Gas geben", plant der Japaner, der weiterhin in Schweinfurt („hier gefällt´s mir super") wohnt, bei den Schnüdeln mit trainiert („macht Spaß mit den Jungs") und ab und an mit den Ex-„Club"-Profis Martin Schneider, Jörg Dittwar und Dieter Eckstein etwas unternimmt.

„Die Stadt ist nicht so groß. So kann man mehr Leute kennen lernen", sagt Shimamura im besten Deutsch. Mit 18 Jahren, also vor rund einem Jahrzehnt, kam er nach Europa. Und das war richtig komisch. Als Fan des FC Bayern München wollte er gerne an der Säbener Straße die Verantwortlichen von seinem Talent überzeugen. Als er landete, besuchte er flugs den Zeugwart, mit dem er per Brief über einen Freund, der bereits Deutsch konnte, Kontakt aufnahm. „Doch es war gerade Winterpause. War dumm von mir...", lacht er heute über dieses kleine Missgeschick.

Mit einer Landkarte ausgestattet fiel die Wahl des 18-jährigen Yu folglich auf Stuttgart. Die zweite Stadt, die er vom Namen her kannte. Mit dem ICE reiste er quasi direkt zum Training beim VfB. Für die A-Junioren war Shimamura jedoch zu alt, für die Amateure mit 1,68 Metern zu klein. „Trainer Willi Entenmann wollte nur große Spieler haben", erinnert er sich.

Doch der Ehrgeiz überwog. Anstelle wieder nach Hause zu fliegen, wollte sich der Japaner beweisen. Und schaffte das beim sechstklassigen TuS Ergenzingen. 24 Tore m ersten Jahr, der Aufstieg und ein Duell gegen die Amateure der Stuttgarter Kickers ließ die Blauen vom Degerloch neugierig werden. Und um es jetzt kurz zu machen: Bei den Kickers erhielt er einen Job in der Geschäftsstelle, lernte Deutsch und schaffte sogar den Sprung ins Profilager, ehe er im Sommer 2003 nach Schweinfurt wechselte.

Reiche Eltern in Japan (wo er über Weihnachten wieder war) besitzt Yu Shimamura (auf dem Foto beim Besuch vergangenen Samstag des Spiels FC 05 - Schwabach) nicht. Auch wenn dieses Gerücht immer wieder mal auftaucht. Zur Stuttgarter Zeit legte er ein bisschen Geld zur Seite, lebt heute noch davon. „Zeit zum Nachdenken" hat er momentan. Um die Zukunft zu planen.

Die könnte vielleicht nach Bayreuth führen, wo die Spvgg am Tor der Regionalliga klopft und wo der 28-Jährige unter Trainer Gino Lettieri („der kennt mich") bereits ab und an mit trainert. Oder nach Spanien. „Reizt mich voll. Genauso wie Griechenland", sieht sich Shimamura als „Typ, der irgendwo hingeht und Kontakt mit den Leuten bekommt". Die Sprache dürfte kein Hinderniss sein, „denn als ich hier her kam, da hatte ich auch noch kein Wort Deutsch gesprochen".

Was der Japaner ausschließt: Die Slowakei! Unweit von Bratislava trainierte er nach der Winterpause bei einem Verein in der Nähe zur Probe mit, entschwand aber schnell wieder, als klar wurde: „Ich fühlte mich dort nicht wohl. Die Leute waren unfreundlich, die Stadt tot." In Schweinfurt ist da schon mehr los. Und die richtige Ruhe reicht Yu Shimamura ja beim Joggen in den Wäldern.

(Michael Horling / SWEX.DE)
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Justfleisch
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Re: Ein Japaner bei der Oldschdod - wäre doch was!

Beitrag von Justfleisch »

sam hat geschrieben: ...plant der Japaner, der weiterhin in Schweinfurt („hier gefällt´s mir super") wohnt...
...nanana, dann hat er aber noch nicht viel von der welt gesehen :D
wo doch jeder weiß, daß außer Gonzo und mir keinem Schweinfurt gefällt 8)
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