„Es tut weh“
Ex-Profi Alois Reinhardt als Nürnberger Amateurtrainer beurlaubt
NÜRNBERG - Beide Seiten berichteten von einem sehr guten, offenen Gespräch - nur das Resultat machte keinen wirklich glücklich. „Es tut schon weh“, sagte Trainer Alois Reinhardt, nachdem ihm von Manager Martin Bader die vorzeitige Trennung mitgeteilt worden war. Die Amateure des 1. FC Nürnberg bestreiten das Bayernliga-Saisonfinale ohne den Ex-Profi, der von 1980 bis 1984 101 Bundesliga-Spiele für den Club bestritt, später mit Bayer Leverkusen den Uefa-Cup gewann und seine aktive Karriere beim FC Bayern München abschloss.
„Ich habe immer versucht, in jeder Funktion das Beste für den Club zu geben“, so Reinhardt, dessen Posten für die verbleibenden sechs Spiele Amateur- und Jugendkoordinator Dieter Nüssing übernimmt. „Wir hoffen, dass wir so den Aufstieg noch realisieren können“, so Bader - die Aussicht besteht, denn die Amateure führen die Bayernliga-Tabelle an. „Da wundert man sich schon“, sagt Reinhardt, dessen am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert worden wäre.
Der konkrete Hintergrund der nun vorgezogenen Trennung blieb vertraulich, seit längerem aber ist bekannt, dass der Verein mit den Ergebnissen der Nachwuchsarbeit im Amateurbetrieb nicht glücklich ist - zu wenige Nachrücker, so lautet einer der wesentlichen Vorwürfe an Reinhardt, drängten sich für höhere Aufgaben auf. hbö