Die SpVgg Bayreuth auf dem Sprung an die Bayernligaspitze und damit in die Regionalliga. Mitten in diese glänzenden Aussichten platzte dieser Tage die Meldung von einem insolventen SSV jahn Regensburg. Und in guter Erinnerung ist auch noch der verzweifelte und letztendlich gewonnene Kampf des pleite gegangenen FC O5 Schweinfurt, wenigstens in der Landesliga aufgefangen zu werden. Beide hatten einen Höhenflug hinter sich und sogar die 1. Bundesliga für einen kurzen Moment im Visier
Und jetzt kommt die SpVgg. Ein Platz in der Regionalliga sei ihr gegönnt. Fußball-Oberfranken würde nach einem schon
jahrzehnte anhaltenden sportlichen Niedergang ein Bayreuther Aufstieg gut zu Gesicht. Doch mit welchen folgen? Der DFB macht Auflagen, die Vereinen in der Größenordnung die Luft zum Atmen nehmen. Fanblock, Kaution, Flutlicht, Sanierung der Tribüne und anderes mehr. Zwei, drei Millionen Euro sind da weg wie nix.
Auch der höchst spendable SpVgg -Präsident Wicklein wird an Grenzen stoßen, zumal Bayreuth alles andere als eine Fußballstadt ist (siehe Zuschauerzahlen) ist und potente Sponsoren lieber Basketball und Eishockey unterstützen.
Die SpVgg und Wicklein sollten angesichts der abschreckenden Beispiele in Schweinfurt und Regensburg genau abwägen und alles durchrechnen. Und schon kommt der Verzicht ins Gedankenspiel. Der Verzicht auf den sportlich erreichten Aufstieg. Die Volleyballer
in Marktredwitz haben`s vorgemacht, die Handballer des TV Helmbrechts denken laut darüber nach. Eine gefährliche Gratwanderung. Auf der einen
Seite fühlen sich die Zuschauer „verarscht“ und sind Spieler frustriert, die ihre Leistung honoriert sehen wollen. Dagegen steht die vor allem in Bayreuth anstehende enorme finanzielle Belastung inklusive Ruin. Vom DfB hat die SpVgg kein Entgegenkommen zu erwarten. In der Frankfurter Zentrale dreht sich alles um die WM 2006 und das Bundesliga-Geschäft.
Sorry Mr. Langer, aber irgendwie sehen Sie das gänzlich falsch!
Verzicht?
Niemals!
Wir machen das Ding und nicht so dilettantisch wie anderswo. Wie bei anderen erfolgreichen Unternehmensgründungen werde wir sicher 2 - 3 Jahre in der RL brauchen, aber dann steht das auf sichere Füsse!
Ausserdem:
H E I M S P I E L
I N
S C H W A B A C H !!!!
Seele: "Ich bin viel zu übergewichtig, und des merk ich aa an mir selber."
nix da von wegen 2-3 jahre regionalliga.Spätestens im zweiten jahr muß es 2.Bundesliga heißen sonst bin ich von einer pleite ebenfalls überzeugt! Die richtig guten (Überregionalen Sponsoren) interessieren sich für die Regionalliga ebenso wenig ,wie das sehr wählerische Bayreuther Publikum.Ich kann mir zb.nicht vorstellen das wir in der RL mehr wie höchstens 1500 zuschauer haben .(im schnitt natürlich) Ich weiß selbstverständlich,das die Zuschauereinahmen der kleinste Wirtschaftfaktor ist,kann mir aber auch nicht vorstellen,das in unserer Strukturschwachen Region die Sponsorenverträge plötzlich aus dem boden wachsen.
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
Bei diesem Bericht der Frankenpost kann von unabhängiger Berichterstattung nicht mehr die Rede sein oder?
Der Redakteur hat warscheinlich ne Dauerkarte auf der Grünen Au....
Besonders die Anspielung auf die wenigen Zuschauer deuten klar drauf hin.
Was denkt ihr wieviel Zuschauer wir im Schnitt haben?
Packen wir 2.000 ?
Oder eher 1.500?
Kann mir allerdings nicht vorstellen dass unser Ziel wirklich die 2.Liga ist...Das halte ich für ein riskanntes Vorhaben...
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)
Ich mach mir natürlich auch meine Gedanken zu einem jetzt dicke möglichen Aufstieg und natürlich auch zu den Insolvenzen von SW, Weismain. R`burg etc. Meiner Meinung ist der Aufstieg in die Reg. Liga auf jeden Fall ein Muß, wenn wir das sportlich packen sollten. Ein weiteres Jahr in der Bayernliga wird es wahrscheinlich mit dem bisherigen Etat nicht mehr geben. Wenn es klappt, sollten wir hoch! Und dann hoff ich, dass sich bestehende Kräfte bündeln und vielleicht neue hinzukommen. Ich bin von einem Aufstieg finanziell überzeugter, als von einem weiteren Jahr in der BL. Auch wenns ein Risiko wird. Wie gesagt, bestehende Kräfte bündeln welche zweifelsohne in allen wichtigen Bereichen schon vorhanden sind!!.
Bayreuth ist seit Ewigkeiten einer meiner Zweitklubs (neben dem zukünftigen und angestammten Bundesligisten MSV - heute 4:3 gegen Burghausen - war das geil), den ich aus der Entfernung durch alle Niederungen der bayrischen Provinzligen begleitet habe. In grauer Vorzeit habe ich auch Bayreuther Auswärtsspiele in der Region (Oberhausen, Wattenscheid, Duisburg) besucht, aber igendwie kam es in den letzten Jahren ja nicht mehr dazu.
Ich finde es es jedenfalls Klasse, dass es jetzt endlich mal wieder Richtung Regionalliga geht. Hat ja lang genug gedauert. Sportlich packt Ihr den Aufstieg bestimmt. Finanziell sollte man im Falle eines Falles lieber einen eventuellen Abstieg in Kauf nehmen (um dann wieder aufzusteigen), als so zu enden wie Schweinfurt, Fortuna Köln, Uerdingen, Reutlingen, Ulm oder Regensburg. Nach der Pendelei zwischen Bayernliga und Landesliga ist das doch schon ein Riesenschritt. Und abgesehen von den Amateuteams hat die Regionalliga schon fast die Attraktivität der früheren zweigleisigen 2.Liga, so dass auch mehr Zuschauer kommen werden. Die Stuttgarter Kickers oder Darmstadt 98 haben schon ne andere Wichtigkeit als Wolfratshausen (wo zum Henker ist das?). Und Bayreuth selber hat immer noch nen Namen den Ahlen (BL 2), Wehen oder Elversberg nicht haben.
Und das die Regionalliga für Kleinstadtvereine keine Endstation sein muss, haben zuletzt Aue, Burghausen und auch Ahlen bewiesen. Aber die haben auch ein besseres Mangement als einge der o.g. Vereine. Vielleicht kann ich die SpVgg bis 2010 mal wieder in Aachen, Essen oder Köln (hähä) sehen.
Also, der Kommentar klang mir jetzt nicht so, als wäre er Anti-SpVgg. Ich finde die Gedanken schon nachvollziehbar und sehe auch die Gefahr, dass es uns wie anderen ergehen könnte. Di Stefano hat wahrscheinlich Recht, wenn er schreibt, dass das Ziel mittelfristig nur 2. Liga lauten kann, wenn man auf Dauer überleben will. Erste Voraussetzung, dass uns nicht dasselbe blüht wie Regensburg oder Schweinfurt, ist aber eine professionellere Klubführung: Marketing/Sponsorensuche Management, PR. Wenn das Herr Wicklein alles allein stemmen will, dann übernimmt er sich.
Trotzdem darf Verzicht auf en Aufstieg aus den oben schon genannten keine Alternative sein. Ich denke, da denkt auch keiner ernsthaft dran...
Hier der Bericht aus dem NK
BBC-Präsident tritt ab
02.05.2005 18:07
Zur Übersicht
Manfred Schöttner legt Ende Mai sein Amt nieder: Frage nach Sinn und Ziel BASKETBALL
Von Eberhard Spaeth
Es sollte eine Geschichte vom Zupacken werden, von Optimismus und Aufbruchstimmung. Über einen, der beruflich schon fast zwei Full-Time-Jobs auf einmal bewältigt und sich dann für die restliche Freizeit aus lauter Begeisterung noch einen dritten aufbürdet. Aber daraus wurde nichts.
Statt dessen endete das Gespräch mit Manfred Schöttner über sein Amt als Präsident des Zweitligisten BBC Bayreuth mit der Ankündigung seines Abgangs: Am 31. Mai endet das Geschäftsjahr der GmbH. Zu diesem Zeitpunkt lege ich alle Ämter nieder. Ich stelle mir schon seit einiger Zeit die Frage nach Sinn und Ziel, sagt er zur Erklärung.
Wie lange will ich es mir noch antun, mein Familienleben wegen Basketball praktisch nicht mehr stattfinden zu lassen? Einen speziellen Anlass für den Entschluss habe es nicht gegeben, sondern vielmehr zahlreiche einzelne Enttäuschungen, wenn wieder einmal viel versprochen wurde und wenig bis nichts gehalten. Kein Nachfolger in Sicht Auch die dürftige Zuschauerresonanz habe zu dieser Stimmung beigetragen: Wenn gegen Ulm, als es sogar noch um viel ging, nur so viele Leute kommen, dass es gerade für die Deckung der Kosten für dieses eine Spiel reicht, und ein Privatspiel gegen die Topmannschaft von GHP Bamberg nur 250 Zuschauer anlockt, dann stellt sich die Sinnfrage. Was den Entschluss des Präsidenten für den Basketball-Sport in Bayreuth so bedrohlich erscheinen lässt, ist vor allem das Fehlen eines Nachfolgers: Ein so gelungener Übergang wie kürzlich beim Golfclub funktioniert nur, wenn es im Hintergrund eine Mannschaft gibt, die das auch wirklich machen will.
So etwas gibt es beim Basketball leider nicht. Droht dem Verein also Führungslosigkeit ausgerechnet in einer wichtigen Planungsphase, in der unter anderem die Mannschaft für die nächste Saison zusammengestellt werden muss?
Ab 1.Juni sehe ich noch keinen festen Ansprechpartner für die Spieler, bestätigt Schöttner. Das wird in der Übergangszeit sicher schwierig. Aber ich werfe ja auch nicht alles hin. Vielmehr möchte ich alle Erfahrungen aus meiner neunjährigen Amtszeit Zug um Zug auf Leute übertragen, die an der weiteren Entwicklung des Bayreuther Basketballs arbeiten wollen - möglicherweise auch im Team. Nur so wie jetzt könne es eben keinesfalls mehr weiter gehen: Seit der Leiter der Unternehmensentwicklung bei der Firma Cherry in Auerbach zusätzlich den Bereich Marketing und Vertrieb für Computer-Input-Devices übernommen hat, ist sein Arbeitstag vom Klingeln des Weckers um 5.30 Uhr regelmäßig bis nach 20 Uhr verplant. Und da ist die Zeit für Basketball noch gar nicht drin, unterstreicht Schöttner. Das muss sich danach abspielen, oder am Wochenende. Dabei muss der BBC-Präsident immerhin etwa den gleichen Arbeitsbereich abdecken, für den noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit ein hauptamtlicher Manager (Thomas Linzer) beschäftigt worden ist. Vermarktung ist zwar auch im Hauptberuf ein Fachgebiet von Manfred Schöttner, aber die Erfolgsaussichten bei seiner Nebenbeschäftigung beurteilte er in letzter Zeit zunehmend mit Skepsis: Stellen wir einmal einen nüchternen Vergleich an: Der Markt für Cherry ist die ganze Welt, aber für den BBC nur das kleine, provinzielle Bayreuth und sein Umland. Im Unternehmen können wir ein breites Produktportfolio anbieten, das eine extrem breite Zielgruppe anspricht: Die Nutzer der weltweit 1,2 Milliarden PCs, sowie die Hersteller der 55 Millionen Autos und der unzähligen Haushaltsgeräte. Was aber ist das Angebot des BBC? Attraktiver und erfolgreicher Mannschaftssport für einen gewissen Kreis von Zuschauern und Sponsoren. Alles hänge somit vom Potenzial des Sponsorenmarktes ab, von dem er inzwischen ein sehr genaues Bild gewonnen habe.
Seine Erkenntnis: Bayreuths Wirtschaft entwickelt sich alles andere als dynamisch. Eher das Gegenteil ist der Fall. Bayreuth ist eher ein Behörden-, als ein Wirtschaftsstandort. Seine Schlussfolgerung: Das in Bayreuth maximal verfügbare Sponsorenpotential für alle Sportarten beträgt ca. 400 000 Euro, bestenfalls ein Zehntel dessen, was der Raum Bamberg alleine in den Basketballsport investiert. Für keine der populären Bayreuther Mannschaften - ob Basketball, Handball, Eishockey oder Fußball - sehe ich derzeit eine dauerhafte Perspektive in der jeweils nächsthöheren Liga. Und mehr noch: Wenn sich nicht bald mehr Leute aus der Region für den Sport engagieren, dann wird die eine oder andere Mannschaft auch die aktuelle Liga nicht halten können. Die Zahl der Schultern, auf denen Bayreuths Ruf als Sportstadt ruht, werde nämlich oft überschätzt: Man braucht keine zwei Hände, um die Leute abzuzählen, die sich mit Herz und Leidenschaft ideell und/oder materiell spürbar für leistungsorientierten Basketball einbringen. Trauer um Fachmarktzentrum Als jüngsten Rückschlag für die Sportstadt Bayreuth bewertet Schöttner die Entscheidung des Stadtrats und der Bürger-Mehrheit gegen den Bau eines Fachmarktzentrums: Damit ist ein Teil unserer Zukunftshoffnungen gestorben. Das sage ich nicht, weil mir die Innenstadt nicht am Herzen liegen würde, sondern weil damit ein mögliches Potenzial an neuen Sponsoren erst gar nicht entstanden ist. Dieser Zusammenhang gewinne zunehmend an Bedeutung: Über die Zukunft des Bayreuther Sports bestimmen nicht die Verantwortlichen der Vereine sondern die Entscheidungsträger in der Wirtschaft. Wenn es nur um sportliche Fragen ginge, wäre dem scheidenden BBC-Präsidenten dagegen gar nicht bange: Wir haben die beste Mannschaft der BBC-Geschichte, die auch in der Lage ist, den nächsten Schritt nach vorn zu tun. Ob das dann für ganz oben reicht, hängt natürlich auch davon ab, wie sich die Konkurrenz aufstellt.
Also ich hab mir das ganze jetzt nochmal durch den ballon gehn lassen. Und bin jetzt der meinung: Dann gehen wir eben Pleite! Na und? Dabei sein is schließlich alles. Ab in die Regionalliga,und dann nix wie rauf in die 2.Bundesliga.Sollte es uns irgendwann zerreißen?! Scheißt drauf !!!! Oder habt ihr alle schon vergessen wie geil es war aus der Landesliga aufzusteigen? Was fürne gaudi es macht in Ortschaften wie Großbardorf,weidhausen,kötzting oder hof einzureiten ??? Wie es die Lebensfreude steigert ,sich auf den Dorfplätzen ordentlichen gerstensaft zu erwerben bei dem die Drehzahl noch stimmt! Oder wie gebückt es kommt,mal eben noch vor oder nach der Arbeit,einem Auswärtssieg unserer Helden beizuwohnen. Uns im falle einer niederlage von unseren club und bayernverseuchten Arbeitskollegen verarschen zu lassen.
Deshalb die Frage an euch was haben wir zu verlieren ?????
Ich bin der meinung: Absolut gar nichts!!
Aber solange die Idee von der Oldschdod nicht aufhört zu begeistern und die Menschen das leben wird auch die Tradition bestehenbleiben.
Prost!
Naja irgendwie habt ihr schon recht - ob man in der Bayernliga gegen Käffer spielt oder in der Landesliga ist wirklich egal - attraktive Gegner sind in keiner der beiden Ligen.
Der einzig attraktive ist noch Hof weil die Leute mitbringen...
Und von der Zuschauerressonanz, naja das waren in der Landesliga auch nicht viel weniger oder?
Von daher Aufstieg in die Regionalliga und schauen was kommt.
Mit Gewalt würd ich nicht in die 2.Liga aufsteigen wollen - ähnlich wie es die letzten Jahre in der Bayernliga gelaufen ist - 3-4Jahre sich formieren und dann zuschlagen...
Und wenn wir pleite gehen erwarten uns bestimmt unsere Aubstädter Freunde mit Freibier -oder? *gg* Das war ein geiler Suff äh ein geiles Spiel
"Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten." (Friedrich Nietzsche)