Hier mal was halbwegs Offizielles dazu - hat ja was mit "RL im nächsten Jahr" zu tun:
Dynamo will im Süden spielen
Olaf Schäfer, Dynamos kaufmänn. Geschäftsführer: Wir werden jetzt mit den Leistungsträgern sprechen: mit Fröhlich, Pergl, Ulich, auch Kukielka und Wagefeld. Und dann sehen, was mit dem finanziellen Budget möglich ist, wie weit wir mit den Vorstellungen der Spieler mitgehen können. Zudem werden wir einen Antrag auf Einordnung in die Regionalliga Süd stellen.
Jens Boden, Olympia-Dritter im Eisschnelllauf: Es ist sehr schade für Dynamo und bitter für die gesamte Region. Vor allem tut es weh, dass es am Ende so knapp zuging. Aber es ist natürlich ein Resultat der gesamten Saison, vor allem der ersten Halbserie.
Marc Huster, Olympia-Zweiter im Gewichtheben: Ich habe alles übers Internet und Radio verfolgt. Es ist schon sehr bitter, dass die Erfolgsgeschichte so ein abruptes Ende erfährt. Dynamo ist ein Aushängeschild für die ganze Region. Aber man ist natürlich am Ende auch selbst schuld, wenn man das Heft des Handelns vorher aus der Hand gibt und auf Schrittmacherdienste angewiesen ist.
Alexander Ludwig: Wir wussten vorher, dass wir unsere Hausaufgaben machen mussten und konnten nur hoffen, dass Bochum ein Tor schießt. Doch die haben uns leider nicht den Gefallen getan. In dem Moment, als der Block jubelte, war ich total perplex. Als fünf, sechs Leute von uns aufgesprungen sind, habe ich gedacht, dass Bochum ein Tor geschossen hat. Das ich meinen Vertrag in Dresden verlängere, ist möglich. Von Anfragen anderer Vereine weiß ich nichts Konkretes.
Volker Oppitz: Das unglaublich bitter, wir haben alles gegeben und 28 Punkte in der Rückrunde geholt. Unser Ziel muss es jetzt sein, so schnell wie möglich wieder aufzusteigen.
Ignjac Kresic: Es ist einfach eine Leere da. Der Abstieg ist viel bitterer als beim letzten Mal, denn Dynamo hat so lange gebraucht, um wieder in den bezahlten Fußball zu kommen. Vielleicht haben wir die fehlenden Punkte in Unterhaching liegen gelassen. Sicher ist es das Ziel des Vereins, schnell wieder aufzusteigen. Doch die Leute sollen sich das nicht so einfach vorstellen.
Thomas Bröker: Wir starten eine Riesen-Aufholjagd, und am Ende reicht es nicht. Das ist traurig für die Stadt, die Region und die Fans, die heute wieder super hinter uns standen.
Und außerdem:
Dynamos Aufholjagd endet in Tränen
Dresden. Dem Jubel folgten die Tränen. Trotz eines 3:1-Sieges am letzten Spieltag der 2. Bundesliga in Rostock muss der 1. FC Dynamo Dresden den bitteren Gang in die Regionalliga antreten. Die erhoffte Schützenhilfe des VfL Bochum beim Spiel in Unterhaching blieb aus. Mit 41 Punkten insgesamt und 28 Zählern seit dem Amtsantritt von Trainer Peter Pacult sind die Dresdner abgestiegen.
Kurz nach dem Abpfiff hatte der Trainer seine Fassung bereits zurückgewonnen: "Die Welt dreht sich weiter", sagte Pacult, der auch in der dritten Liga Dynamo-Coach bleibt. Und das eventuell in der Süd-Staffel. "Wir werden einen entsprechenden Antrag stellen", bestätigte Olaf Schäfer, Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer und begründete: "Dort sind die Wege für uns kürzer, Auch sportlich sind die Aussichten in der Süd-Staffel besser, weil im Norden mit Lübeck, St. Pauli und anderen sehr starke Gegner wären."
Schon heute will der Verein Gespräche mit Leistungsträgern der Mannschaft beginnen, um sie auch nach dem Abstieg zum Bleiben zu bewegen: Fröhlich, Pergl, Ulich, auch Kukielka und Wagefeld sollen gehalten werden. Ob das gelingt, hängt maßgeblich von den finanziellen Rahmenbedingungen ab. Statt eines Zweitliga-Etats von rund elf Millionen Euro stehen nun nur noch etwa fünf Millionen Euro für die kommende Saison zur Verfügung.
Die Ursachen dafür, dass der Klub den Weg zurück in die Regionalliga gehen muss, liegen schon im letzten Sommer: Damals überschätzte die sportliche Leitung um Trainer Christoph Franke und Manager Siegmar Menz die Qualität des vorhandenen Kaders und versäumte es, die Mannschaft vor allem nach dem Weggang von Klemen Lavric mit Führungsspielern zu verstärken. Ein Fehler, der Franke im Dezember seinen Job kostete. Zwar gelang es Nachfolger Peter Pacult, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen - er führte Dynamo mit den starken Neuzugängen Ulich, Pergl, Votava und Wagefeld nah an die rettenden Plätze der Tabelle. Doch die Aufholjagd kam letztlich zu spät.
Und der Abstieg zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Heute diskutieren die Dresdner Stadträte in den Ausschüssen über eine Beschlussvorlage für den kommenden Donnerstag, an dem eine Entscheidung über den Stadionneubau getroffen werden soll. Während Dietmar Haßler (CDU) überzeugt ist, dass es zu einer weiteren Verzögerung kommt, glaubt Peter Lames (SPD) nicht, dass der gestrige Sonntag Einfluss auf die zu treffende Entscheidung hat: "Dresden braucht ein vernünftiges Stadion, auch in der Regionalliga. Das Potenzial bei Dynamo für die Bundesliga ist vorhanden, daran ändert auch dieser Betriebsunfall nichts."
tom
Quellle: dnn-online.de
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.