Hot der Seeler eigentlich überhabt mol an Boll g'haltn?
Abschiedsspiel Alfonzo
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motorhorst
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Abschiedsspiel Alfonzo
Ja soocht amol, ich schau grood entsetzt den Splbericht on.
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flo
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motorhorst
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strive
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Jean S.
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Alles für einen
25.09.2003 17:42
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Fußballfanatiker Jürgen Rank spielt das Spiel seines Lebens BAYREUTH
Von Frank Schmälzle
Kurz vor Schluss macht er sein Tor. Ecke von rechts, hoch über die Abwehr, eine Direktabnahme, schön mit dem Spann getroffen und drin isser. Jürgen Rank sinkt auf Bayreuths schönsten Rasen nieder, bleibt einen Augenblick lang liegen. Gänsehautmoment: Er trägt das Trikot der Spielvereinigung Bayreuth, seiner Altstadt. Er spielt im Hans-Walter-Wild-Stadion, seinem zweiten Wohnzimmer. Er steht in einer Mannschaft mit Legenden aus dem 79er Team. Mit Wolfgang Mahr, Reinhard Brendel, Manne Größler, Herbert Horn, Rüdiger Scheler und mit den später berufenen Bayreuther Fußballgrößen Armin Eck, Heinz Schneider, Hanni Bär. Es ist der wahr gewordene Traum eines Bayreuther Fußballfanatikers.
Geheime Kommandosache Eine Woche zuvor: Kann eigentlich irgendjemand dem Charme eines Christian Höreth widerstehen? Sportamtsleiter Christian Möckel macht die denkbar größte Ausnahme und sagt das Stadion für dieses unglaubliche Unternehmen zu. Für die Fans vom Oldschdod-Kult und einen ihrer Verrücktesten sehen die All- und Altstars einer nach dem anderen drüber weg, dass die Grundschnelligkeit ein wenig gelitten hat. Höreth eist den Mannschaftsbus der Spielvereinigung los, er schreibt ein Stadionheft extra für diesen Abend, lässt Plakate drucken und holt seine Kollegen von den Medien ins Boot. Eine perfekte Inszenierung, alles für einen: Jürgen "Alf" Rank, Christian Höreths bester Kumpel, Initiator des Oldschdod-Kult-
Museums und Mitglied in diesem verschworenen Haufen, feiert Junggesellenabschied. Der soll unvergesslich bleiben.
Jürgen Rank ist einfach platt, weiß erst gar nicht, was er sagen soll. Dann irgendwann nach Ende der Partie Allstars gegen Oldschdod-Kult liegt er seinen Freunden vom Fanclub in den Armen. "Ich kann nicht auf Kommando weinen", lacht er. "Wenn ich es könnte, würde ich"s jetzt tun." Verdient, das sagen alle an diesem Abend, hat Jürgen Rank dieses, sein Spiel. Einen "absolut Fußballverrückten" nennt ihn Stefan Kolb, Maisel-Manager und in den 70er Jahren einer der glühendsten Altstadt-Fans.
Absolut professionell sei das Konzept, das der studierte Grafikdesigner Rank zur Überdachung der Stehtribüne vorgelegt hatte. Und dass Rank der Kreativabteilung angehört, hat er erst wieder erwiesen. Am Montagmorgen nach dem Fernsehausraster von Teamchef Völler hatte Kolb einen Werbeentwurf fürs Maisels Weisse auf dem Schreibtisch. Text: "In Island gibt's kein Weißbier." Verfasser: Jürgen Rank.
Geschichte mit der Sirene Kolb lacht und dreht mal kräftig an der alten mechanischen Sirene. Mit der hat er in den 70er Jahren für Furore gesorgt. Damals im 60er Stadion an der Grünwalder Straße hat er damit 28 000 Münchner gegen sich aufgebracht, "die waren nach dem Spiel richtig hinter mir her". Es wären noch ein paar mehr gewesen - die Leute aus seinem Heimatdorf nämlich, hätten sie gewusst, dass da ihre dorfeigene Feuerwehrsirene zweckentfremdet wurde. Kolb hatte sich die "ausgeliehen", ein paar Jahre nur, gebrannt hat es in dem kleinen Ort Gott sei Dank nie.
Munteres Spielchen Aufm Platz entwickelt sich ein munteres Spielchen. Seitfallzieher von Armin Eck. Zwei Tore vom Instinktfußballer Uwe Sommerer. Ein wie eh und je ballverliebter Rüdiger Scheler, zweimal 20 Minuten Spaßfußball. Logisch, dass die Sache geheim bleiben musste - schade trotzdem, dass das Spiel (fast) unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Alten haben gar nicht so viel verlernt, und die Geschichten aus den guten alten Zeiten, die man sich am Spielfeldrand erzählt, die werden immer besser.
Nach dem Schlusspfiff singt der Kult "Schade, schade alles ist vorbei." Und einer sagt: "Nur die Altstadt nicht. Die ist immer - irgendwie."
Glücksgefühle eines Fußballverrückten: Auf Bayreuths schönstem Rasen trat Jürgen Rank zu seinem (Junggesellen-)Abschiedsspiel an. Gegner: die größten Fußballer Bayreuths.
Fotos: Ritter
Abklatschen mit Fußballlegende Herbert Horn: "Die ganze Walhalla des Bayreuther Fußballs", so treffend formulierte es Jürgen Rank, war aufgelaufen.
Nordbayerischer Kurier
25.09.2003 17:42
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Fußballfanatiker Jürgen Rank spielt das Spiel seines Lebens BAYREUTH
Von Frank Schmälzle
Kurz vor Schluss macht er sein Tor. Ecke von rechts, hoch über die Abwehr, eine Direktabnahme, schön mit dem Spann getroffen und drin isser. Jürgen Rank sinkt auf Bayreuths schönsten Rasen nieder, bleibt einen Augenblick lang liegen. Gänsehautmoment: Er trägt das Trikot der Spielvereinigung Bayreuth, seiner Altstadt. Er spielt im Hans-Walter-Wild-Stadion, seinem zweiten Wohnzimmer. Er steht in einer Mannschaft mit Legenden aus dem 79er Team. Mit Wolfgang Mahr, Reinhard Brendel, Manne Größler, Herbert Horn, Rüdiger Scheler und mit den später berufenen Bayreuther Fußballgrößen Armin Eck, Heinz Schneider, Hanni Bär. Es ist der wahr gewordene Traum eines Bayreuther Fußballfanatikers.
Geheime Kommandosache Eine Woche zuvor: Kann eigentlich irgendjemand dem Charme eines Christian Höreth widerstehen? Sportamtsleiter Christian Möckel macht die denkbar größte Ausnahme und sagt das Stadion für dieses unglaubliche Unternehmen zu. Für die Fans vom Oldschdod-Kult und einen ihrer Verrücktesten sehen die All- und Altstars einer nach dem anderen drüber weg, dass die Grundschnelligkeit ein wenig gelitten hat. Höreth eist den Mannschaftsbus der Spielvereinigung los, er schreibt ein Stadionheft extra für diesen Abend, lässt Plakate drucken und holt seine Kollegen von den Medien ins Boot. Eine perfekte Inszenierung, alles für einen: Jürgen "Alf" Rank, Christian Höreths bester Kumpel, Initiator des Oldschdod-Kult-
Museums und Mitglied in diesem verschworenen Haufen, feiert Junggesellenabschied. Der soll unvergesslich bleiben.
Jürgen Rank ist einfach platt, weiß erst gar nicht, was er sagen soll. Dann irgendwann nach Ende der Partie Allstars gegen Oldschdod-Kult liegt er seinen Freunden vom Fanclub in den Armen. "Ich kann nicht auf Kommando weinen", lacht er. "Wenn ich es könnte, würde ich"s jetzt tun." Verdient, das sagen alle an diesem Abend, hat Jürgen Rank dieses, sein Spiel. Einen "absolut Fußballverrückten" nennt ihn Stefan Kolb, Maisel-Manager und in den 70er Jahren einer der glühendsten Altstadt-Fans.
Absolut professionell sei das Konzept, das der studierte Grafikdesigner Rank zur Überdachung der Stehtribüne vorgelegt hatte. Und dass Rank der Kreativabteilung angehört, hat er erst wieder erwiesen. Am Montagmorgen nach dem Fernsehausraster von Teamchef Völler hatte Kolb einen Werbeentwurf fürs Maisels Weisse auf dem Schreibtisch. Text: "In Island gibt's kein Weißbier." Verfasser: Jürgen Rank.
Geschichte mit der Sirene Kolb lacht und dreht mal kräftig an der alten mechanischen Sirene. Mit der hat er in den 70er Jahren für Furore gesorgt. Damals im 60er Stadion an der Grünwalder Straße hat er damit 28 000 Münchner gegen sich aufgebracht, "die waren nach dem Spiel richtig hinter mir her". Es wären noch ein paar mehr gewesen - die Leute aus seinem Heimatdorf nämlich, hätten sie gewusst, dass da ihre dorfeigene Feuerwehrsirene zweckentfremdet wurde. Kolb hatte sich die "ausgeliehen", ein paar Jahre nur, gebrannt hat es in dem kleinen Ort Gott sei Dank nie.
Munteres Spielchen Aufm Platz entwickelt sich ein munteres Spielchen. Seitfallzieher von Armin Eck. Zwei Tore vom Instinktfußballer Uwe Sommerer. Ein wie eh und je ballverliebter Rüdiger Scheler, zweimal 20 Minuten Spaßfußball. Logisch, dass die Sache geheim bleiben musste - schade trotzdem, dass das Spiel (fast) unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Alten haben gar nicht so viel verlernt, und die Geschichten aus den guten alten Zeiten, die man sich am Spielfeldrand erzählt, die werden immer besser.
Nach dem Schlusspfiff singt der Kult "Schade, schade alles ist vorbei." Und einer sagt: "Nur die Altstadt nicht. Die ist immer - irgendwie."
Glücksgefühle eines Fußballverrückten: Auf Bayreuths schönstem Rasen trat Jürgen Rank zu seinem (Junggesellen-)Abschiedsspiel an. Gegner: die größten Fußballer Bayreuths.
Fotos: Ritter
Abklatschen mit Fußballlegende Herbert Horn: "Die ganze Walhalla des Bayreuther Fußballs", so treffend formulierte es Jürgen Rank, war aufgelaufen.
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Die Zukunft ist leicht, die vergeht.
Die Vergangenheit ist hart, die bleibt.
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Jean S.
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Der Alfonzo hat versprochen sich baldmöglichst von der Kerstin scheiden zu lassen, um Sie dann gleich nochmal zu heiraten. So haben wir die Möglichkeit auf ein Rückspiel.
Heute ist übrigens Hochzeit. Wielange wartet man auf einen Scheidungstermin?
P.S. Dr.Seeler war im Tor super. Tolle Paraden, einige 100% vereitelt. Naja, in der 2.HZ hatte er ein paar Probleme. Dies führe ich aber auf konditionelle Schwächen zurück. Am Bier kann es nicht gelegen haben, denn der Kult hat in den 40 Spielminuten "nur" 1 1/2 Kästen getrunken.
Heute ist übrigens Hochzeit. Wielange wartet man auf einen Scheidungstermin?
P.S. Dr.Seeler war im Tor super. Tolle Paraden, einige 100% vereitelt. Naja, in der 2.HZ hatte er ein paar Probleme. Dies führe ich aber auf konditionelle Schwächen zurück. Am Bier kann es nicht gelegen haben, denn der Kult hat in den 40 Spielminuten "nur" 1 1/2 Kästen getrunken.
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danke jungs
bericht im kurier und auf otv waren echt genial
schmälzle und weingran werde ich für den purlitzer preis vorschlagen, ob sie aber gegen strive, welcher den text im stadionheft schrieb, eine chance haben, möchte ich allerdings bezweifeln
))))
vielen dank nochmal an alle die das mit ausgeheckt haben....war der absolute traum, der absolute wahnsinn..........da fehlen einem immer noch die worte
IHR SEID ECHT DIE GEILSTEN
DANKE, IHR ALTSTADT-KANAKEN 
bericht im kurier und auf otv waren echt genial
vielen dank nochmal an alle die das mit ausgeheckt haben....war der absolute traum, der absolute wahnsinn..........da fehlen einem immer noch die worte
KÜSS MICH, ICH BIN EIN VERWANDELTER ELFMETER!
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strive
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Hallo Alfonzo!
Dafür, dass Dir die Worte fehlen, sind die Einträge aber doch beachtlich umfangreich...
Danke aber trotzdem für die metaphorischen Blumen in Sachen Stadionheft! Ich habe übrigens mittlerweile einiges an Fotos vom Spiel AK vs. Allstars, sowohl von mir als auch vom Peter Kolb, unter anderem mit einem absolut traumhaften Mannschaftsbild mit allen beiden Teams. Michelangelo hätte es nicht schöner malen können... Evtl. lässt sich Herr Martinez ja mal zu einem Seiten-Update hinreißen, dann könnten wir die Bilder hier auch der staunenden Öffentlichkeit präsentieren.
Dafür, dass Dir die Worte fehlen, sind die Einträge aber doch beachtlich umfangreich...