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Heimfinale gegen das Urgestein
von Herbert Steininger
FUSSBALL. Das Bayernliga-Urgestein gibt zum letzten Heimspiel der SpVgg Bayreuth in diesem Jahr seine Visitenkarte im Hans-Walter-Wild-Stadion ab: Um 14 Uhr gastiert der FC Memmingen (4.) bei den Altstädtern (2.) – und im Verfolgerduell möchte SpVgg-Trainer Klaus Scheer mit seinen Schützlingen liebend gerne als Sieger vom Platz gehen.
„Es ist die Chance, mit einem Dreier einen direkten Konkurrenten auf Distanz zu halten“, weiß der 58-Jährige. „Und dafür werden wir alles tun. Schließlich wollen wir noch einmal ein Zeichen setzen für Sponsoren. Denn vorwerfen lassen wollen wir uns nichts.“
Und Revanche für die Hinspielniederlage steht ja auch noch aus: 1:3 zogen die Altstädter in der Memmingen-Arena den Kürzeren, Candy Decker traf zwei Mal und scheiterte mit einem Foulelfmeter an Torwart Manuel Wolff (27.). Simon Zweifel sorgte für den dritten Treffer, Roy Stapelfeld hatte kurzzeitig für den Ausgleich gesorgt.
Das Heimfinale bestreiten die Altstädter in Bestbesetzung: Bis auf den langzeitverletzten Markus Goller hat Scheer alle Mann an Bord, auch Thomas Risch, der am vergangenen Wochenende kurzfristig hatte passen müssen. Die Partie in Seligenporten fiel dann ja bekanntlich aus und soll am 6. Dezember nachgeholt werden.
Die Lage ist nach wie vor ernst, in der kommenden Woche ist ein Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner geplant. Thema: Der weitere Spielbetrieb bei der SpVgg Bayreuth. So weit will Scheer allerdings derzeit nicht denken, Hauptaugenmerk liegt auf dem Vergleich mit den Allgäuern, die der Bayernliga mit einer kurzzeitigen Unterbrechung von einer Saison seit mittlerweile 36 Jahren angehören und heute im Hans-Walter-Wild-Stadion ihr sage und schreibe 1217. Punktspiel in der bayerischen Königsklasse bestreiten und bis dahin 1611 Punkte auf die Habenseite brachten.
Aber diese Zeit soll nach dem Wunsch der Vorstandschaft – wenn möglich schon im nächsten Jahr – der Vergangenheit angehören. „Wir werden uns für die Regionalliga bewerben – vorausgesetzt, wir stehen am 7. Dezember, nach dem letzten Spiel vor der Winterpause, immer noch in aussichtsreicher Position“, gab FCM-Vorsitzender Armin Buchmann anlässlich der Hauptversammlung des Traditionsvereins bekannt. In der vergangenen Saison hatten die Allgäuer noch darauf verzichtet, den Schritt in Liga vier zu wagen.
Bessere Vorzeichen
Doch nun sehen die Verantwortlichen deutlich bessere Vorzeichen für dieses Vorhaben als noch vor Jahresfrist – nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht.
„Wir wollen uns ganz einfach nicht für immer und ewig in der Bayernliga einbetonieren lassen“, machte Buchmann deutlich, dem allerdings auch klar ist, dass der Weg noch weit ist: „Wir haben aber das Gefühl, dass sich einige einflussreiche Persönlichkeiten auf DFB- und Verbandsebene für uns stark machen werden.“
Aufgebote
SpVgg Bayreuth: Wolff – Demel, Trehkopf, Mayr, Partyka – Walther, Heckenberger, Seufert, Risch – Petrick, Seitz; Mahr, Stapelfeld, Wurster, Brand, Wolf, Ferber.
FC Memmingen: Kögl (Köpf) – Zwickl, Pfohmann, Lamprecht, Zweifel, Rehm, Zobel, Böck, Ej. Kahric, Decker, Miroci; Lang, Klaszka, Mangler, Peruzzi, Wolf.
SR: Müller (SV Weinberg).
INFO In unserer Video-Rubrik gibt es ab morgen, 21 Uhr einen Spielbericht der Partie.