Chronologie einer Lethargie
2 Tage nach dem Aufstieg (Mai 2005) in die RL gibt es den ersten schriftlichen Kontakt. Der Briefeschreiber spricht davon, dass „jetzt die eigentliche Arbeit“ beginnt.
Und davon, dass alle Aktivitäten langfristig und nachhaltig angelegt werden sollten. Wichtig wäre Kontinuität und eine Wertsteigerung der Marke „Spielvereinigung Bayreuth“.
In dem Schreiben ist ein Arbeitspapier benannt, wie man die Spielvereinigung im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit weiter nach vorne bringen kann. Wichtigste Themen u. a. Fanbetreuung, Halbzeit- und Promotionaktionen, Internet, Medienkooperationen, Merchandising, Mitgliederbetreuung, Mitgliederwerbung, Pressekontakt, Sponsoren, Ticketverkauf, Vermarktung, VIP-Hospitality.
Dann, ein erster Termin – nach 6 Wochen (Juli 2005) (!). Besprochen wurde, wie der Marketingbereich der Oldschdod organisatorisch und aufgabentechnisch für die nächste Zeit aussehen könnte. Vorgestellt wurde auch der Entwurf einer Präsentation, wie zukünftig die SpVgg emotional nach aussen präsentiert werden könnte. Das Gespräch wurde zusammen gefasst in einem Protokoll und einem Angebot der Zusammenarbeit zu finanziell vertretbaren Konditionen. Darin enthalten: Ein konkreter Aufgabenkatalog mit 20 Themenbereichen und der Festlegung wer was macht und dafür verantwortlich ist. Ein Fahrplan für eine erfolgreiche erste Regionalliga-Saison und die Option für ein Einsteigen in die nächsten Jahre!
Termine, um über dieses Konzept zu sprechen (August 2005), werden nicht eingehalten. Vertröstungen, Ausflüchte und sonstiges … Die Oldschdod spielt supererfolgreich. Man berichtet. Der Verein schläft.
Der Briefeschreiber wendet sich im Oktober 2005 wieder an den Verein. Er meint, dass man sicher ruhigen Gewissens sagen kann, dass die Spielvereinigung in der Regionalliga „angekommen“ ist. Wobei, professionell und vorausschauend zu arbeiten heißt aber jetzt schon die Weichen für den Rest und der nächsten Saison zu stellen. Aus dem bereits vorliegenden Konzept wiederholte er nochmals die, aus seiner Sicht, wichtigsten Themen:
1. Bestehende Sponsoren betreuen und neue gewinnen.
2. Koordination aller Aktivitäten in Richtung Sponsoren.
3. Neue Mitglieder gewinnen und bestehende betreuen.
4. Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Einnahmen aus Werbemittelverkauf.
5. Marketing-Konzept in Richtung Sympathie und Image, intern wie extern.
Schliesslich meinte er auch, dass man jetzt alle Möglichkeiten nutzen muss, um, auf den erfreulichen Sportergebnissen aufbauend, unschlüssige und neue Sponsoren intensiv zu akquirieren und die Marke Spielvereinigung weiter nach vorne zu bringen. Schließlich gibt es belegbare Fakten, die nur aufgearbeitet werden müssen: Zuschauerzahl, Fernsehzeiten, Tabellenplatz usw.
Termine, um über dieses Konzept zu sprechen, werden nicht angenommen. Vertröstungen, Ausflüchte und sonstiges … Die Oldschdod spielt supererfolgreich. Man berichtet. Der Verein schläft.
Im Januar 2006 – ein nächstes Gespräch. Es wird ein detailliertes Konzept vorgelegt, wie man in den nächsten 12 Monaten mit, relativ, geringen finanziellem Aufwand Mehrerträge generieren kann. Und zwar u. a. in den Bereichen Mitgliederwerbung, Sponsoren, Kartenverkauf, Internetwerbung, Merchandising, PR-Auftritte.
Das Thema wird in einer Präsidiumssitzung besprochen mit dem Ergebnis: Vertagt auf Anfang nächster Saison!
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Es geht hier nicht darum, was man tun könnte, sondern dass es der Verein (schon fast sträflich) unterlässt, es zu tun! Und zwar in einem, finanziell, verantwortbaren Rahmen, so ähnlich wie ihn schorschla beschrieben hat.
Ergo: Es ist nicht so, dass es keine Konzepte und Überlegungen gibt – viel schlimmer: Es gibt sie und sie schreien nur danach bearbeitet zu werden! Aber: Der Verein ruft sie (fahrlässig) einfach nicht ab!
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Noch Fragen Kienzle?
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Das heißt konkret, es gibt Personen, die persönlich und fachlich durchaus in der Lage sind die Marketing- und PR-Themen professionell zu bearbeiten - in einem finanziell vertretbaren Rahmen. Und: Die Konzepte liegen in der Schublade. Man könnte sofort daran arbeiten. Heute noch!
Und was tut man im Verein