Interview mit Insolvenzverwalter
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13.02.2009, 13:01 Uhr
Mein eigener Platz im Stadion
BAYREUTH. Die eBay-Auktion der Altstadt-Fans, das Geisterspiel und der Insoldance, die Party gegen das drohende Aus des Traditionsvereins: Die Altstadt-Anhänger lassen nichts unversucht, um ihren Verein zu retten. Jetzt folgt der nächste Kniff: Fans der SpVgg können sich für fünf Euro einen eigenen Sitzplatz im Hans-Walter-Wild-Stadion sichern – im Internet.
Nach der Fan-Versteigerung und dem Geisterspiel folgt jetzt der nächste Coup der Altstadt-Anhänger: Für fünf Euro können sich echte Fans der SpVgg einen Sitzplatz ...Bild 1 von 2 Zoom
„74 Sitzplätze wurden bereits reserviert und 230 Euro investiert“, heißt es auf www.investiere-in-die-spvgg-bayreuth.de . Dann folgt der Zusatz in großen Lettern: „Investieren auch Sie!“. Und mit investieren meint Marcus Arth, Initiator der Aktion, bewusst nicht Spenden, wie der Sportfotograf im Gespräch mit KURIER online erklärt: „Es ärgert mich, wenn jemand sagt, er hätte für die Spielvereinigung gespendet, obwohl kein Geld geflossen ist. Und so habe ich die Sitzplatz-Aktion ins Leben gerufen. Hier wird nicht blind auf ein Konto überwiesen, die Investier-Seite ist ganz visuell. So gibt es keinen Spenden-Wirrwar.“
Jeder Nutzer könne so sehen, wer welchen Sitzplatz – Stückpreis fünf Euro – reserviert und damit eine kleine Finanzspritze abgegeben, meint Altstadt-Anhänger Arth, der die Aktion in Eigenregie aufgezogen hat.
„Natürlich ist die Aktion rein visuell fürs Netz angelegt. Man hat also im Stadion keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz.“ Jedoch werde am Ende der Aktion ein Zwölf-mal-drei-Meter-Plakat ausgedruckt, auf dem alle Namen abgebildet werden – „auch für Werbetreibende interessant“, meint der Sitzplatz-Verkäufer.
Das Geld komme nach Arths Angaben dem Förderverein der Spielvereinigung zu Gute. Der wurde von dieser außergewöhnlichen Digital-Aktion positiv überrascht: „Mir fehlen die Worte, das ist super, sehr positiv“, sagt Christian Wedlich, Vorsitzender des Fördervereins zu KURIER online. „Da merkt man mal wieder, dass sehr viel Herzblut im Verein steckt. Die drei Lizenzverweigerungen kann man natürlich nicht wegdiskutieren, aber die Spieler haben über Jahre ihre Leistung gebracht. Und die Fans sind dem Verein immer treu geblieben.“
Das Geld – verläuft die Aktion erfolgreich, könnten aus 2.800 Sitzplatz-Verkäufen bis zu 14.000 Euro zusammenkommen – will der Förderverein laut Wedlich in Abstimmung mit der SpVgg in den Jugendbereich investieren. „Nicht der Vorstand soll entscheiden, wo das Geld gebraucht wird, sondern die Fan- und Jugendbeauftragten“, fügt Wedlich hinzu und fordert zugleich: „Die Zeit der Spenden ist vorbei. Jetzt muss investiert werden!“
Im Hinblick auf das nächste Saisonspiel am 28. Februar beim SV Seligenporten freut sich Wedlich – nach all den Negativ-Nachrichten – wieder auf das Sportliche, wobei „sportlich war es ja schon immer“, meint Wedlich.
Mein eigener Platz im Stadion
BAYREUTH. Die eBay-Auktion der Altstadt-Fans, das Geisterspiel und der Insoldance, die Party gegen das drohende Aus des Traditionsvereins: Die Altstadt-Anhänger lassen nichts unversucht, um ihren Verein zu retten. Jetzt folgt der nächste Kniff: Fans der SpVgg können sich für fünf Euro einen eigenen Sitzplatz im Hans-Walter-Wild-Stadion sichern – im Internet.
Nach der Fan-Versteigerung und dem Geisterspiel folgt jetzt der nächste Coup der Altstadt-Anhänger: Für fünf Euro können sich echte Fans der SpVgg einen Sitzplatz ...Bild 1 von 2 Zoom
„74 Sitzplätze wurden bereits reserviert und 230 Euro investiert“, heißt es auf www.investiere-in-die-spvgg-bayreuth.de . Dann folgt der Zusatz in großen Lettern: „Investieren auch Sie!“. Und mit investieren meint Marcus Arth, Initiator der Aktion, bewusst nicht Spenden, wie der Sportfotograf im Gespräch mit KURIER online erklärt: „Es ärgert mich, wenn jemand sagt, er hätte für die Spielvereinigung gespendet, obwohl kein Geld geflossen ist. Und so habe ich die Sitzplatz-Aktion ins Leben gerufen. Hier wird nicht blind auf ein Konto überwiesen, die Investier-Seite ist ganz visuell. So gibt es keinen Spenden-Wirrwar.“
Jeder Nutzer könne so sehen, wer welchen Sitzplatz – Stückpreis fünf Euro – reserviert und damit eine kleine Finanzspritze abgegeben, meint Altstadt-Anhänger Arth, der die Aktion in Eigenregie aufgezogen hat.
„Natürlich ist die Aktion rein visuell fürs Netz angelegt. Man hat also im Stadion keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz.“ Jedoch werde am Ende der Aktion ein Zwölf-mal-drei-Meter-Plakat ausgedruckt, auf dem alle Namen abgebildet werden – „auch für Werbetreibende interessant“, meint der Sitzplatz-Verkäufer.
Das Geld komme nach Arths Angaben dem Förderverein der Spielvereinigung zu Gute. Der wurde von dieser außergewöhnlichen Digital-Aktion positiv überrascht: „Mir fehlen die Worte, das ist super, sehr positiv“, sagt Christian Wedlich, Vorsitzender des Fördervereins zu KURIER online. „Da merkt man mal wieder, dass sehr viel Herzblut im Verein steckt. Die drei Lizenzverweigerungen kann man natürlich nicht wegdiskutieren, aber die Spieler haben über Jahre ihre Leistung gebracht. Und die Fans sind dem Verein immer treu geblieben.“
Das Geld – verläuft die Aktion erfolgreich, könnten aus 2.800 Sitzplatz-Verkäufen bis zu 14.000 Euro zusammenkommen – will der Förderverein laut Wedlich in Abstimmung mit der SpVgg in den Jugendbereich investieren. „Nicht der Vorstand soll entscheiden, wo das Geld gebraucht wird, sondern die Fan- und Jugendbeauftragten“, fügt Wedlich hinzu und fordert zugleich: „Die Zeit der Spenden ist vorbei. Jetzt muss investiert werden!“
Im Hinblick auf das nächste Saisonspiel am 28. Februar beim SV Seligenporten freut sich Wedlich – nach all den Negativ-Nachrichten – wieder auf das Sportliche, wobei „sportlich war es ja schon immer“, meint Wedlich.
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