CSU-MdB Koschyk regt Trainingsspiel eines Gastlandes bei der Spielvereinigung an
Auf Bitten des CSU-Stadtrats Manfred Größler, der bekanntlich nicht nur eine Bayreuther Fußball-Legende ist, sondern auch Vizepräsident der SpVgg, hat Koschyk bereits ein Gespräch mit dem zuständigen Verantwortlichen des WM-Organisationskomitees in Frankfurt, Helmut Sandrock, geführt. „Ich habe dabei großes Wohlwollen für Bayreuth gespürt”, fasst er das Ergebnis zusammen. „Herr Sandrock kennt Bayreuth und hat während seiner aktiven Zeit sogar schon hier gespielt.” Nicht zuletzt aber habe sich die Stadt erst vor einigen Monaten als Gastgeber für das Frauen-Länderspiel zwischen Deutschland und Schottland beim Deutschen Fußballbund (DFB) empfohlen: „Ich denke, wir haben da durchaus einen Stein im Brett.”
Nachdem kaum noch eine Aussicht besteht, dass Bayreuth als ständiges Quartier für eine WM-Mannschaft in Frage kommt (die letzten zwei noch unentschlossenen Länder stehen in weit gediehenen Verhandlungen mit außerbayerischen Standorten), habe Sandrock die Möglichkeit eines Trainingsspiels ins Gespräch gebracht. Dafür spricht immerhin die Anwesenheit von fünf Nationalmannschaften in Franken: Mit Argentinien wird einer der WM-Mitfavoriten in Herzogenaurach wohnen und mit Ecuador einer der deutschen Gruppengegner in Bad Kissingen. Ghana wird in Würzburg Quartier beziehen, Kroatien in Bad Brückenau und Tunesien in Schweinfurt. „Es wäre eine herausragende Sache für das Profil der Sportstadt, wenn wir eine solche Mannschaft für ein Spiel in Bayreuth interessieren könnten”, meint Koschyk. „Man kann das aber natürlich nur anbieten und nicht erzwingen.”
In wirtschaftlicher Hinsicht könnte Bayreuth nach Einschätzung des Bundestagsabgeordneten ohnehin von der Weltmeisteschaft profitieren, insbesondere wegen der Nähe zum Austragungsort Nürnberg: „Es ist nicht auszuschließen, dass Besucher der Spiele in Nürnberg ein Quartier in ruhigerer Umgebung und schöner Landschaft suchen und daher auch nach Bayreuth kommen, wenn sich die Stadt und ihre Hotellerie entsprechend werbend einbringen.”
Ein Trainingsmatch der Spielvereinigung gegen eine Nationalmannschaft - natürlich hat Altstadt-Präsident Heinz Wicklein da „grundsätzliches Interesse”, das er auch beim DFB anmelden werde. Aber: Mehr noch als über eine Begegnung mit einem WM-Team würde sich Wicklein über einen Liga-Aufstieg in der nächsten Saison freuen. Darauf richten er und die Führungsriege der Spielvereinigung ihr Augenmerk und denken an die Mannschaft. Die Weltmeisterschaft falle in die Urlaubszeit - ob Spieler und Trainer verfügbar seien und ob ein solcher Einsatz Sinn mache, das sei zu überlegen. es/fs
nordbayerischer-kurier.de
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Die Bestrebungen des Herrn Bundestagsabgeordneten in allen Ehren, aber: Wen juckt das?
Bravo und Danke Herr Wicklein - Ihre Reaktion ist ehrlich und authentisch
Erinnere mich an ein, vermeintlich, intensives Gespräch von MdL Henry Schramm (Kulmbach) und Franz Beckenbauer im letzten Jahr in München. Herr Schramm hatte sich darauf in der Bayerischen Rundschau zitieren lasssen, dass er "intensive" Gespräche mit Kaiser Franz geführt hat, um WM-Mannschaften nach Wirsberg oder Kulmbach zu bringen, damit diese dort ihre WM-Destination einrichten. Mit im Bericht: Ein Foto von ihm und "Kaiser" Franz - ein Fan trifft sein Idol. Lokalpolitisches Wahlkampfgepänkel ohne den geringsten Anspruch einer Realisierung. Genauso könnte Pferch, Friedrichsthal oder Cottenbach mit dem Zeugwart von Togo Gespräche führen, das die Mannschaften zur Kerwa ihr Quartier dort aufschlagen.
Zitat: "In wirtschaftlicher Hinsicht könnte Bayreuth nach Einschätzung des Bundestagsabgeordneten ohnehin von der Weltmeisteschaft profitieren, insbesondere wegen der Nähe zum Austragungsort Nürnberg: „Es ist nicht auszuschließen, dass Besucher der Spiele in Nürnberg ein Quartier in ruhigerer Umgebung und schöner Landschaft suchen und daher auch nach Bayreuth kommen, wenn sich die Stadt und ihre Hotellerie entsprechend werbend einbringen.”
Da hab ich mal ne Frage: Sind denn die touristischen Angebote bei den Vermarktern der WM überhaupt bekannt? Soll der "Goldene Hirsch", in der Bahnhofstraße, dann Anzeigen in Mexiko, Iran, Trinidad und Tobago, England, Japan, Kroatien, USA und Ghana schalten und auf die vorzüglichen Zimmer hinweisen?
Lasst uns lieber die Überdachung und das Flutlicht machen